Übersicht unserer Studien

Wir bedanken uns für Ihr Interesse an unseren Studien. Hier finden Sie eine umfassende Auflistung unserer Studien, Forschungsprojekte und Arbeitsgruppen.

Bitte klicken Sie auf den unten stehenden Link.

Studien und Forschungsprojekte im Überblick

Studienteilnehmer/-innen gesucht

An unserem Institut für Psychosomatik finden fortlaufend wissenschaftliche Studien statt. Bei Interesse können Sie an diesen Studien teilnehmen und uns dabei helfen, wichtige Erkenntnisse für eine verbesserte psychosomatische Versorgung von Patientinnen und Patienten zu erzielen. Folgen Sie einfach den Links für weitere Informationen zu aktuellen Studien und Hinweisen zu Teilnahmemöglichkeiten.

Alle Studien unseres Instituts entsprechen den höchsten internationalen ethischen Standards für medizinisch-psychologische Forschung am Menschen. Die Teilnahme an allen Studien ist freiwillig und kann jederzeit widerrufen werden.

Patienten für Patienten: Qualifizierte Peer-Beratung und Selbstmanagement für Patienten mit seltenen chronischen Erkrankungen

Patientinnen und Patienten mit seltenen chronischen Erkrankungen sind erheblichen psychosozialen Belastungen ausgesetzt, z.B. durch die unklare Prognose ihrer Erkrankung. Das Projekt hat zum Ziel, diese Patientengruppe in Bewältigung und Management ihrer chronischen Erkrankungen zu unterstützen. Eine Möglichkeit, diese Unterstützung zu realisieren, besteht in Selbstmanagement-Programmen, die von Peer-Beraterinnen und -Beratern vermittelt werden können.

Da es bis heute keine Selbstmanagement-Programme oder Beratungs-Leitfäden für die spezifischen Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten mit seltenen chronischen Erkrankungen gibt, soll ein neues Programm in einem iterativen Prozess entwickelt werden.

Es werden ein Selbstmanagement-Manual, ein Leitfaden für Peer-Beraterinnen und -Berater, die das Selbstmanagement-Programm begleiten, sowie das Konzept für Schulungen und Supervision neu erstellt und hinsichtlich Akzeptanz und Nützlichkeit evaluiert. In der Entwicklungsphase werden eine explorative Fragebogenstudie und Fokusgruppen durchgeführt, um bedarfsgerechte Materialien zu erstellen.

Im Rahmen der Evaluationsphase wird eine randomisierte, beobachter-verblindete, klinische Studie (RCT) durchgeführt.Möglichkeit der Teilnahme an aktueller Studie Ziel des Forschungsprojektes ist die Entwicklung einer Intervention, die Patientinnen und Patienten in der Krankheitsbewältigung unterstützt und dabei den spezifischen Bedürfnissen von Menschen mit seltenen chronischen Erkrankungen gerecht wird.

Daher wurde zunächst erforscht, welche Art von psychosozialer Unterstützung sich Patientinnen und Patienten wünschen. Es wurde anhand der Vorstudien ein 6-wöchiges Programm entwickelt. Dieses Programm wird durch geschulte andere Betroffene – also qualifizierte Peer-Beraterinnen und -Berater – vermittelt. An vielen Stellen leisten Betroffene Peer-Beratung. Häufig erhalten diese Peer-Beraterinnen und -Berater jedoch für ihre anspruchsvolle Beratungstätigkeit keine Schulung oder sonstige Unterstützungsmöglichkeiten.

Vorgesehen ist daher im Rahmen des Projektes die Anwendung eines strukturierten Beratungsleitfadens sowie gezielte Schulungen und Supervision für Peer-Beratung.Zudem wurde ein Manual entwickelt, das sich direkt an die Patientinnen und Patienten richtet und dessen Inhalte die Betroffenen teils allein teils in einer Peer-Beratung erarbeiten können.

In den kommenden 18 Monaten soll dieses neue Programm evaluiert werden. Teilnehmen können Patientinnen und Patienten mit:

  • Marfan Syndrom
  • Neurofibromatose
  • primär sklerosierender Cholangitis
  • pulmonal-arterieller Hypertonie.

Es bestehen zwei Möglichkeiten sich in dem Projekt einzubringen:

  • Sie können sich zu einer Peer-Beraterin oder einem –Berater ausbilden lassen und andere Betroffene beraten. Weitere Informationen finden Sie hier zum Download .
  • Sie können als Teilnehmerin oder Teilnehmer kostenfrei an dem neuen 6-wöchigen Programm teilnehmen. Weitere Informationen finden Sie hier zum Download .

Das Projekt wird vom Institut für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Kooperation mit dem Martin Zeitz Centrum für Seltene Erkrankungen und der ACHSE e.V. durchgeführt.

Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme oder sonstige Fragen haben, können Sie uns jederzeit gerne kontaktieren:

Mail: seltene.erkrankungen@uke.de

Fon: +49 (0) 40 7410 - 53518 oder +49 (0) 40 7410 - 52822

Brise Studie - Offen verabreichte Placebos zur Behandlung von Hitzewallungen in der Menopause

  • Was ist die Brise Studie?
  • Was ist die Brise Studie?
    Brise Studie
    Offen verabreichte Placebos zur Behandlung von Hitzewallungen

    Studieninformation für Teilnehmerinnen

    Was ist die Brise Studie?

    Die Brise Studie ist eine wissenschaftliche Studie, durchgeführt am Institut und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des UKE. Unser Team untersucht, ob körpereigene Selbstheilungskräfte durch eine ganzheitliche Behandlung unterstützt werden können, um Hitzewallungen in den Wechseljahren zu verringern.

    Teilnehmerinnen der Brise Studie bieten wir eine offene Placebo-Behandlung an. Offen bedeutet, dass alle Teilnehmerinnen und die Behandler wissen, welche Art von Tabletten eingenommen wird und dass diese Tabletten keinen Wirkstoff enthalten.

    Warum sollte ich teilnehmen?

    In der Brise Studie wird ein neues, innovatives Behandlungskonzept auf den Prüfstand gestellt. Sie tragen mit Ihrer Teilnahme zur Erforschung neuer Therapiemöglichkeiten von wechseljahresbedingten Hitzewallungen bei. Ihren Einsatz würdigen wir selbstverständlich mit einer Aufwandsentschädigung. Diese beträgt 70 € bzw. 110 €, je nach Teilnahmedauer.

    Wie läuft die Studie ab?

    Alle Studienteilnehmerinnen erhalten zunächst eine sorgfältige Diagnostik ihrer Hitzewallungen sowie möglicher begleitender Beschwerden.

    Die Studiendauer beträgt entweder 5 oder 9 Wochen und wird per Losverfahren bestimmt. In diesem Zeitraum finden drei bis vier Vor-Ort-Termine am UKE zum Gespräch mit Ihrer Behandlerin / Ihrem Behandler und zum Ausfüllen von Fragebögen statt (ca. 20-30 Minuten pro Termin).

    Alle Studienteilnehmerinnen erhalten von uns ein Tagebuch, um ihre Hitzewallungen in Echtzeit für die Dauer der Studie zu dokumentieren. Jede Hitzewallung wird durch ein einfaches Kreuz im Tagebuch markiert.

    Die Brise Studie ist eine randomisierte klinische Studie. Die Hälfte der Teilnehmerinnen wird per Losverfahren ausgewählt, um täglich zwei wirkstofffreie Placebo-Tabletten (morgens und abends) einzunehmen. Die andere Hälfte der Teilnehmerinnen erhält keine Behandlung.

    Kontakt

    Bei Interesse an einer Teilnahme rufen Sie uns gerne an oder schreiben uns eine E-Mail:

    +49 (0) 40 7410 - 52070

    Montag – Freitag 9 – 17 Uhr (außerhalb der Sprechzeiten sprechen Sie gerne auf den Anrufbeantworter)

    Email: brise-studie@uke.de

  • Wissenschaftlicher Hintergrund

    In den Wechseljahren findet bei Frauen der hormonelle Umschwung von der reproduktiven zur postmenopausalen Phase statt. Dies kann mit körperlichen Beschwerden einhergehen. Besonders häufig sind Hitzewallungen: ca. 75% der gesunden Frauen in Europa sind davon betroffen (Genazzani, Schneider, Panay, & Nijland, 2006).

    Die hormonelle Therapie bei Hitzewallungen wurde seit einer großen Studie aufgrund der gefundenen Nebenwirkungen in den letzten Jahren immer seltener in Anspruch genommen (Sprague, Trentham-Dietz, & Cronin, 2012). Deshalb wird derzeit nach neuen Therapieoptionen geforscht. Es konnte bereits gezeigt werden, dass sich Hitzewallungen nach einer Placebo-Einnahme verringern (Schiessl, 2014).

    In diesen Studien wurden Placebos „verblindet“ verabreicht, d.h., die Teilnehmer wussten selbst nicht, ob sie ein Medikament oder ein Placebo erhalten haben. In der klinischen Praxis ist die Gabe von Placebos ethisch höchst umstritten (Schone-Seifert, Friedrich, & Reichardt, 2015), da die mit der Gabe verbundene Täuschung die informierte Einwilligung sowie das Vertrauensverhältnis zwischen Behandler*In und Patient*In gefährdet.

    In den letzten Jahren haben Studien zur offenen Placebo-Behandlung (OPB) zeigen können, dass das Auftreten des Placebo-Effekts nicht notwendigerweise an eine Täuschung gekoppelt sein muss. Die wenigen randomisiert-kontrollierten Studien, die bisher in diesem Feld durchgeführt worden sind, berichteten eine Überlegenheit einer offenen Placebo-Behandlung gegenüber einer nicht behandelten Kontrollgruppe hinsichtlich einer Symptombesserung beim u.a. Reizdarmsyndrom (Kaptchuk et al., 2010), ADHS (Sandler & Bodfish, 2008; Sandler, Glesne, & Bodfish, 2010), chronischen Schmerzen im unteren Rückenbereich (Carvalho et al., 2016) und allergischer Rhinitis (Schaefer, Harke, & Denke, 2016).

    In dieser Studie möchten wir daher erstmalig den Effekt einer OPB auf wechseljahresbedingte Hitzewallungen untersuchen. Eine offene Gabe könnte perspektivisch die Möglichkeit eröffnen, Placebo-Effekte auf ethisch vertretbare Weise zu nutzen. Da jedoch bislang nur eine Handvoll Studien in diesem Bereich vorhanden sind und zudem die Mechanismen des offenen Placebos ungewiss sind, dient diese Studie vor allem dem wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn.

    Ablauf

    Der Gesamtstudienzeitraum erstreckt sich über 5 oder 9 Wochen. Die Teilnahmedauer wird per Zufall bestimmt (s. auch Abbildung).

    (a) Ist die offene Placebo-Behandlung (OPB) wirksam?
    In der ersten Woche füllen Sie das Tagebuch aus, so dass wir einen Ausgangswert Ihrer Hitzewallungen erhalten. Danach werden Sie einer 4-wöchigen OPB oder einer unbehandelten Kontrollgruppe zugeteilt.

    (b) Wie lange wirkt das Placebo?
    Nach 5 Wochen wird eine Hälfte der Placebo-Gruppe die Tabletten für weitere 4 Wochen einnehmen (OPB 8W), während die andere Hälfte keine weiteren Tabletten mehr einnimmt (OPB 4W).

    (c) Welche persönlichen Erfahrungen haben Sie mit der offenen Placebo-Behandlung gemacht?
    Nach Abschluss der Studie werden 8 Teilnehmerinnen (ebenfalls per Zufallsauswahl) dazu eingeladen, in einem 45 bis 60-minütigen Gespräch mit eine/r Mitarbeiter/In über Ihre Erfahrungen mit der Behandlung zu sprechen. Falls Sie ausgewählt werden sollten, werden wir mit weiteren Informationen nochmals auf Sie zukommen.

    Hier finden Sie ausführliche Informationen zum Studiendesign

    Ihr Beitrag

    Als Teilnehmerin werden Sie dazu gebeten,

    • Ihre Hitzewallungen über den Studienzeitraum (5 oder 9 Wochen) täglich zu protokollieren (in das sogenannte Tagebuch der Hitzewallungen). Hier sehen Sie beispielhaft einen Ausschnitt des Tagebuchs. Für die Dokumentation der Hitzewallungen sind lediglich Kreuze zu tätigen. Das Tagebuch ist diskret gestaltet und passt im A6 Format in jede Handtasche.
    • für drei oder vier Termine zum Universitätsklinikum anzureisen. Die erste Visite dauert etwas länger, ca. eine Stunde, alle anderen Visiten nehmen bis zu 20 Minuten in Anspruch. Im Rahmen der Studie werden Sie durch einen Behandler/eine Behandlerin betreut, der/die Sie zwischen den Terminen in zwei kurzen Telefonaten kontaktiert.
    • Fragebögen vor und nach den Visiten auszufüllen. Diese nehmen ca. 20 - 30 Minuten pro Termin in Anspruch. Je nach Teilnahmedauer erhalten Sie für Ihren Einsatz eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 70 € bzw. 110 €.

    Hier sehen Sie beispielhaft einen Ausschnitt des Tagebuchs .

    Teilnahmevoraussetzungen

    • Sie befinden sich in den Wechseljahren (d.h. Ihre Regelblutung tritt in größeren Abständen auf oder Sie hatten im letzten Jahr gar keine Regelblutung mehr).
    • Sie leiden regelmäßig unter belastenden Hitzewallungen.
    • Sie verwenden aktuell keine Hormonpräparate (Tabletten, Salben, Pflaster, Gels), pflanzliche Mittel oder homöopathische Mittel zur Behandlung Ihrer Hitzewallungen.
    • Sie nehmen aktuell kein Antidepressivum (Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer oder Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer) ein.

    Quellen

    Carvalho, C., Caetano, J. M., Cunha, L., Rebouta, P., Kaptchuk, T. J., & Kirsch, I. (2016). Open-label placebo treatment in chronic low back pain: a randomized controlled trial. Pain, 157(12), 2766-2772. doi:10.1097/j.pain.0000000000000700

    Genazzani, A. R., Schneider, H. P. G., Panay, N., & Nijland, E. A. (2006). The European Menopause Survey 2005: Women’s perceptions on the menopause and postmenopausal hormone therapy. Gynecological Endocrinology, 22(7), 369–375.

    Kaptchuk, T. J., Friedlander, E., Kelley, J. M., Sanchez, M. N., Kokkotou, E., Singer, J. P., et al. (2010). Placebos without deception: A randomized controlled trial in irritable bowel syndrome. PloS One, 5(12), e15591.

    Sandler, A. D., & Bodfish, J. W. (2008). Open-label use of placebos in the treatment of ADHD: a pilot study. Child Care Health Dev, 34(1), 104-110. doi:10.1111/j.1365-2214.2007.00797.x

    Sandler, A. D., Glesne, C. E., & Bodfish, J. W. (2010). Conditioned placebo dose reduction: a new treatment in attention-deficit hyperactivity disorder? J Dev Behav Pediatr, 31(5), 369-375. doi:10.1097/DBP.0b013e3181e121ed

    Schaefer, M., Harke, R., & Denke, C. (2016). Open-Label Placebos Improve Symptoms in Allergic Rhinitis: A Randomized Controlled Trial. Psychother Psychosom, 85(6), 373-374. doi:10.1159/000447242

    Schiessl, K. (2015). Perimenopausale Hitzewallungen: Ursachen und Therapie. Ars Medici, 7, 360-363.

    Schöne-Seifert, B., Friedrich, D.R., & Reichardt, J.-O. (2015). CAM-Präparate als therapeutische Placebos: wissenschaftstheoretische und medizinethische Überlegungen. Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen. Verfügbar unter: http://dx.doi.org/10.1016/j.zefq.2015.01.015.

    Sprague, B. L., Trentham-Dietz, A., & Cronin, K. A. (2012). A sustained decline in postmenopausal hormone use: results from the National Health and Nutrition Examination Survey, 1999-2010. Obstet Gynecol, 120(3), 595-603. doi:10.1097/AOG.0b013e318265df42

  • Häufige Fragen

    1. Können durch die Placebo-Tabletten irgendwelche Nebenwirkungen hervorgerufen werden?
    Placebos sind wirkstofffrei. Risiken, darunter Nebenwirkungen, werden daher nicht erwartet. Sollte es jedoch zu einem Auftreten von negativen Ereignissen, mitunter Beschwerden oder einer starken Zunahme von Hitzewallungen kommen, unterstützen wir Sie selbstverständlich bei der fachärztlichen Abklärung Ihrer Beschwerden.

    2. Warum sollte eine offene Placebo-Behandlung überhaupt wirken?
    Diese Frage steht im Zentrum unseres Forschungsinteresses. Unsere Studie ist die weltweit erste, die untersucht, ob offen verabreichte Placebos Hitzewallungen reduzieren können. Wir vermuten, dass das Placebo Selbstheilungskräfte aktivieren kann, denn bisher wurde die Wirksamkeit von offen verabreichten Placebos bei anderen Beschwerden in fünf Studien belegt. Jedoch ist bislang unklar, welcher Mechanismus diesem positiven Effekt zugrunde liegt. Mit Ihrer Studienteilnahme würden Sie einen wichtigen Beitrag dafür leisten, diese Frage beantworten zu können.

    3. Ich fahre demnächst in den Urlaub. Kann ich trotzdem teilnehmen?
    Solange Ihr Urlaub nicht in einen Zeitraum fällt, in dem einer Ihrer Termine am UKE stattfindet, ist dies kein Problem. Die Termine vereinbaren Sie individuell mit Ihrer Behandlerin/ Ihrem Behandler. Den ersten Termin vereinbaren Sie bei der ersten Kontaktaufnahme am Telefon, der zweite Termin findet sieben Tage nach dem ersten Termin statt, und der dritte Termin wiederrum folgt vier Wochen nach dem zweiten. Dabei gibt es bei der Terminvereinbarung immer etwas Spielraum von 1-2 Tagen.

    4. Wieso gibt es nicht mehr Geld für die Teilnahme?
    Unsere Studie wird von einer gemeinnützigen Stiftung gefördert, die Forschung im Bereich von Placebo-Effekten unterstützt. Bei kommerziellen, pharmazeutischen Studien erhalten Teilnehmer*Innen hohe Aufwandsentschädigungen, die Firmen aufgrund des erwirtschafteten Gewinns durch neue Medikamente zahlen können. Bei der Brise Studie ist das anders, da wir Grundlagenforschung betreiben, die zunächst keinen kommerziellen Nutzen hat. Daher können wir Ihnen nur eine Kompensation für den Zeitaufwand und Ihre Mühen anbieten. Der Berechnung für den Betrag 70€ bzw. 110€ liegt der zeitliche Aufwand durch die Fragebögen und des Tagebuchs zugrunde.

    5. Wie werden meine Daten gespeichert und verarbeitet?
    Bitte lesen Sie hierzu den Abschnitt „Datenschutz“.

    6. Was wird in den Fragebögen abgefragt?
    In den Fragebögen werden Ihnen Fragen zu menopausalen Beschwerden und zu Ihrer allgemeinen Gesundheit gestellt. Zudem werden einige Fragen gestellt zu Ihren Erwartungen und Einstellungen gegenüber Placebos.

    7. Falls mir doch etwas dazwischenkommt, kann ich die Studie abbrechen?
    Sie können jederzeit und ohne Angabe von Gründen die Studienteilnahme beenden. Dennoch bitten wir Sie, bereits im Vorfeld darüber nachzudenken, ob Sie über die zeitlichen Kapazitäten verfügen oder es zu Terminkollisionen (z.B. längerer Urlaub) kommen könnte (zu weiteren Informationen bzgl. des zeitlichen Aufwands s. FAQ 15). In diesen Fällen wäre ggf. ein späterer Zeitpunkt des Studienbeginns für Sie passender.

    8. Könnte ich auch teilnehmen, wenn ich weniger als 9 Wochen Zeit habe?
    Leider ist dies nicht möglich, da die Gruppenzuteilung per Zufall erfolgt und wir Ihnen im Vorfeld nicht die Dauer Ihrer Teilnahme mitteilen können. Für eine Studienteilnahme ist daher die Bereitschaft erforderlich, über einen festen Zeitraum von neun Wochen teilzunehmen (auch falls Sie später der Kontrollgruppe zugelost werden, deren Teilnahme fünf Wochen in Anspruch nimmt).

    9. Was passiert, wenn ich zu einer vereinbarten Studienvisite krank werden sollte?
    In diesem Fall bitten wir Sie, uns telefonisch oder per Mail zu kontaktieren. Wir vereinbaren gern einen zeitnahen Ersatztermin mit Ihnen.

    10. Was wird im Interview am Ende der Studie abgefragt?
    Im Interview möchten wir mit Ihnen darüber sprechen, welche Erfahrungen im Rahmen der Studie gemacht haben und wie zufrieden Sie mit der Studie waren. Es werden 8 Teilnehmerinnen per Zufall ausgewählt und interviewt. Die Dauer beträgt ca. 45 – 60 Minuten.

    11. Werden invasive Methoden im Rahmen der Diagnostik verwendet (z.B. Blutentnahme)?
    Die Diagnostik wird im Rahmen des Erstgesprächs mit Ihrem Behandler/ Ihrer Behandlerin durchgeführt. Es werden keine invasiven Methoden verwendet.

    12. Wann wird die Aufwandsentschädigung ausbezahlt?
    Die Auszahlung der Aufwandsentschädigung wird zentral durch die Zuständigen am UKE durchgeführt und erfolgt ca. einen Monat nach Beendigung der Studienteilnahme.

    13. Warum findet die Studie am Institut für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie statt?
    Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Yvonne Nestoriuc, Leiterin der Studie, erforscht Placebo und Nocebo-Effekte. Zudem sind wir am Institut für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie interessiert an der Wirksamkeit von ganzheitlichen Ansätzen, und so auch an der Wirksamkeit von offenen Placebos. Prof. Dr. Kai Bühling. Leiter der Hormonsprechstunde der Gynäkologie am UKE unterstützt die Studie mit seiner fachlichen Expertise.

    14. Was mache ich im Rahmen der Studie - abgesehen von der Einnahme der Placebos?
    Sie nehmen an 3-4 Studienvisiten teil, die am Universitätsklinikum stattfinden. Im Rahmen dieser Visiten möchten wir mit Ihnen über die Studie, den Studienablauf und Ihre Symptomatik sprechen. Zudem bitten wir Sie bei jeder Visite um das Ausfüllen eines Fragebogens. Außerdem dokumentieren Sie über einen Zeitraum von fünf bis neun Wochen die Anzahl und Intensität Ihrer Hitzewallungen in einem Tagebuch, das Sie von uns erhalten. Ob Sie Placebo-Tabletten einnehmen werden, ist von Ihrer Gruppenzuteilung abhängig, welche nach dem Zufallsprinzip funktioniert – hier ergibt sich für Sie eine 50%-tige Wahrscheinlichkeit.

    15. Wie hoch ist der zeitliche Aufwand?
    Aus anderen Studien wissen wir, dass die Bearbeitungszeit für das Ausfüllen von Fragebögen individuell unterschiedlich ist. Die erste Studienvisite (inkl. dem Ausfüllen von Fragebögen) dauert somit ca. 70 - 90 Minuten, die zweite und dritte Visite dauern jeweils ca. 35 - 50 Minuten. Ob Sie an einer vierten Visite teilnehmen, ist von Ihrer Gruppenzuteilung abhängig – während die Kontrollgruppe die Studie nach der dritten Visite abschließt, erfolgt für Teilnehmerinnen aus der Placebo-Gruppe ein vierter Termin von ebenfalls ca. 35 - 50 Minuten. Zwischen den Visiten setzt Ihr Behandler/ Ihre Behandlerin sich telefonisch mit Ihnen in Verbindung. Je nach Gruppenzugehörigkeit finden ein oder zwei Telefonate statt von jeweils ca. 5 Minuten. Die Dokumentation Ihrer Hitzewallungen erfolgt über den gesamten Studienzeitraum und nimmt wenige Minuten am Tag in Anspruch.

    16. Können meine Freundinnen oder Angehörigen ebenfalls an der Studie teilnehmen?
    Wir würden uns sogar sehr darüber freuen! Fragen Sie uns gern nach Infomaterialien, die Sie an weitere Interessentinnen aushändigen können. Bedenken Sie aber, dass wir erst nach einem persönlichen Telefonat entscheiden können, ob eine Studienteilnahme möglich ist.

    17. Kann ich die Studie vorzeitig abbrechen, wenn es mir schlechter gehen sollte? / Wie werde ich unterstützt, wenn meine Hitzewallungen mich zu sehr belasten?
    Im Grunde können Sie die Studienteilnahme jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden. Falls Sie jedoch merken, dass Ihre Symptome zu belastend werden oder es Ihnen insgesamt schlechter geht, zögern Sie nicht, Ihre/n Behandler/In zu kontaktieren. Gerne besprechen wir mit Ihnen, ob ein Studienabbruch erforderlich ist und ggf., welche Behandlungsalternativen Sie in Anspruch nehmen können.

  • Das Brise Studienteam
    Studienteam

    Das Brise Studienteam

    Vordere Reihe (v.l.n.r.): Frau Prof. Dr. Yvonne Nestoriuc; Yiqi Pan, M. Sc.; Victoria Sump, M.A.

    Hintere Reihe (v.l.n.r.): Twyla Michnevich, Cand. Med.; Miriam Frank, Cand. Med.; Anne Winkelmann, B. Sc.

    Die Brise Studie wird von Frau Prof. Dr. Yvonne Nestoriuc geleitet und von Frau Yiqi Pan, M. Sc. am Institut und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie verantwortlich durchgeführt.

    Kontakt

    Wenn Sie Interesse an einer Studienteilnahme oder Fragen zur Studie haben kontaktieren Sie gerne unser Studienteam unter:

    +49 (0) 40 7410 - 52070

    (Montag – Freitag 9 – 17 Uhr (außerhalb der Sprechzeiten sprechen Sie gerne auf den Anrufbeantworter)
    Email: brise-studie@uke.de

    Kooperationspartner und Förderer

    Unsere Kooperationspartner sind Herr Prof. Dr. Bühling , Leiter der Hormonsprechstunde der Klinik für Gynäkologie am UKE, das Institut für Medizinische Psychologie am UKE sowie Herr Prof. Dr. Ted Kaptchuk von der Harvard Medical School in Boston, USA.

    Unser Förderer ist die ‘ Foundation for the Science of the Therapeutic Encounter’ eine gemeinnützige Stiftung aus den USA, welche Studien im Bereich der Arzt-PatientInnen-Kommunikation und Placebo-Effekten fördert.

    Die Ethikkommission der Ärztekammer Hamburg hat die Studie zustimmend bewertet.

  • Datenschutz

    Im Rahmen dieser Studie werden wir personenbezogene Daten und forschungsrelevante Daten erheben. Personenbezogene Daten sind jegliche Informationen, die eine Identifikation mit Ihrer Person ermöglichen, u.a. Name, Telefonnummer, Email. Forschungsrelevante Daten werden im Rahmen von Gesprächen mit dem Behandler/ mit der Behandlerin und in Form von Fragebögen und Tagebüchern erfasst.

    Ihre personenbezogenen Daten werden stets getrennt von Ihren forschungsrelevanten Daten verwahrt. Die forschungsrelevanten Daten werden zudem für den gesamten Studienzeitraum pseudonymisiert. Pseudonymisiert bedeutet, dass auf Ihren forschungsrelevanten Daten nie Ihr Name oder weitere Identifikationsmerkmale auftauchen; stattdessen wird auf Ihren forschungsrelevanten Daten ein Code notiert.

    Dieser Code ist wichtig, damit wir wissen, z.B. welches Tagebuch und welcher Fragebogen von derselben Person ausgefüllt wurden. Die Zuordnung Code – Name ist nur möglich für einige Personen innerhalb des Studienteams; Zu keinem Zeitpunkt ist eine Einsicht für Dritte gestattet. Dritte, inklusive die Stiftung, die diese Studie fördert sowie Kooperationspartner der Studie, erhalten keine personenbezogenen Daten (z.B. Alter, Berufsstatus, Familienstatus, Kontaktdaten etc.), auch nicht anonym.

    Ihre persönlichen Kontaktdaten (Telefonnummer, Email) werden ausschließlich im Rahmen von Terminvereinbarungen sowie für einen Telefonkontakt durch den Behandelnden verwendet. Nachdem die Daten ausgewertet sind, werden Ihre personenbezogenen Daten gelöscht. Somit sind alle forschungsbezogenen Daten anonymisiert.

    Die Studie wird unter den datenschutzrechtlichen Bestimmungen nach Artikel 13 , der DVSGO der Europäischen Union , sowie den Empfehlungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft „Gute wissenschaftliche Praxis“ durchgeführt. Datenschutz ist uns ein wichtiges Anliegen. Falls Sie noch weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne.