Simulationspatienten in der medizinischen Ausbildung am UKE

LaufzeitSeit 2006 fortlaufend
KontaktTelefon: 040 / 7410 - 52067
E-Mail: simpat@uke.de
Mitarbeiter/TeamRebecca Machnik , Projektkoordination, Diplom-Psychologin
Sarah Porzelt, M.Sc. Pflegewissenschaft/-management
Dr. med. Egina Puschmann, Fachärztin für Allgemeinmedizin
Kerstin Schrom, Office Managerin
Prof. Dr. Martin Scherer, Direktor Institut und Poliklinik für Allgemeinmedizin
FörderungFörderfonds Lehre der Medizinischen Fakultät
SimPat Gruppenbild
SimPat Gruppenbild
Simulationspatienten
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Simulationspatienten

Das Institut und Poliklinik für Allgemeinmedizin des UKE setzt seit Februar 2006 Simulationspatientinnen und -patienten (SimPats) in der Ausbildung von Medizinstudierenden ein.

Das Ziel des Projektes ist, die ärztliche Kommunikationskompetenz und die Untersuchungsfertigkeiten der Studierenden zu verbessern. SimPats stehen hierbei vorwiegend als Gesprächspartner, sowohl im Bereich der Anamneseerhebung, als auch für die Vermittlung von schlechten Diagnosen, für Beratungsgespräche oder psychotherapeutische Gesprächsinhalte, aber auch für körperliche Untersuchungen zur Verfügung.

SimPats sind Laienschauspielerinnen und -schauspieler, die Krankheitsbilder oder Beratungsanlässe anhand vorgefertigter Rollenskripte einstudieren, um diese dann kompetent und authentisch in einem "Arzt-Patienten-Gespräch" darzustellen. Im Konsultationsgespräch mit den SimPats erproben und überprüfen die Studierenden ihr Wissen, ihre Kommunikationskompetenz und ihre manuellen Fertigkeiten auf praktische Art und Weise und befinden sich gleichzeitig in einem geschützten Rahmen. Das strukturierte Feedback der SimPats und Dozierenden zu verbaler und non-verbaler Kommunikation, zu den Untersuchungstechniken sowie zu medizinischen Inhalten ermöglicht den Studierenden, ihre Fertigkeiten zu korrigieren und zu verbessern. Der Einsatz von SimPats in Prüfungen ermöglicht eine hohe Standardisierung der Prüfungssituation und eine gute Interrater-Reliabilität.

Das Simulationspatientenprogramm verfügt Anfang 2017 über 86 aktive SimPats, die derzeit in 130 verschiedenen Rollen eingesetzt werden können. Jährlich werden SimPats für mehr als 2800 Studierende in 440 Unterrichtsveranstaltungen eingesetzt und mehr als 4050 Einzelprüfungen mit SimPats durchgeführt.

Die Evaluationen des Lehrprojektes sind seit Jahren stabil positiv: Studierende und Dozierende bewerten den Einsatz von SimPats als sehr hilfreich ("beste Lehrveranstaltung", "100% überzeugend", "hervorragend") und vergeben für die entsprechenden Unterrichtsveranstaltungen einheitlich Schulnoten von 1,2 bis 2,0.

Aufgrund der anhaltend positiven Resonanz der Studierenden und Dozierenden auf die Simulationspatienteneinsätze, wird das Programm vom Prodekanat Lehre der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg durch einen "Förderfonds Lehre" finanziell unterstützt. Die longitudinale Implementierung von Lehrveranstaltungen und Prüfungen mit SimPats ist auch in dem neu eingeführten Modellstudiengang iMED in großem Umfang bereits realisiert, weitere Veranstaltungen sind geplant.

Wir sind fortlaufend auf der Suche nach neuen SimPat-Darstellern. Im unten aufgeführten Handbuch für Simulationspatienten finden Sie viele interessante Informationen zur Tätigkeit in unserem Projekt. Sollten Sie Interesse an einer Mitarbeit haben, freuen wir uns über Ihre kurze formlose Bewerbung per Email an simpat@uke.de . Nach Eingang Ihrer Bewerbung setzen wir uns zeitnah mit Ihnen in Kontakt.

Informationen und Formulare für Fachvertreter und Dozierende

Informationen und Formulare für Simulationspatienten und Interessenten