22.07.2019        AKTUELLES

1000. Patient mit schonendem Herzkatheterverfahren an der Mitralklappe im UKE behandelt

Seit 2008 setzen die Medizinerinnen und Mediziner des Universitären Herz- und Gefäßzentrums des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) auf eine minimal-invasive Methode bei der Versorgung von älteren, mehrfach erkrankten Patientinnen und Patienten mit Mitralklappeninsuffizienz. Nun wurde beim 1000. Patienten mit dem kathetergestützen Mitralklappen-Clip die Undichtigkeit seiner Mitralklappe (Mitralklappeninsuffizienz) behoben.

Die Mitralklappeninsuffizienz gehört in Deutschland zu einem der häufigsten Klappenfehler und kann mit einer erheblichen Abnahme der alltäglichen Belastbarkeit, Luftnot und Einschränkung der Lebenserwartung einhergehen. Bei einer Undichtigkeit der Herzklappe zwischen linkem Vorhof und linker Herzkammer wird üblicherweise eine aufwändige operative Therapie, wie beispielsweise eine Rekonstruktion oder ein Klappenersatz, angewendet. Ältere und mehrfach erkrankte Patienten können oft aufgrund ihrer körperlichen Konstitution nicht mehr am offenen Herzen unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine operiert werden. Sie profitieren von dem minimal-invasiven Reparaturverfahren per Katheter.

„Wir wägen sorgfältig ab, ob eine herkömmliche Operation oder ein kathetergestütztes Verfahren für den Patienten infrage kommt. Der überwiegende Teil der Patienten, die wir minimal-invasiv behandeln, leiden unter mehreren Begleiterkrankungen mit einem hohen OP-Risiko. Besonders für sie eignet sich diese Intervention aufgrund niedriger Komplikationsraten und des schonenden Eingriffs“, erklärt Prof. Dr. Stefan Blankenberg, Ärztlicher Leiter des Universitären Herz- und Gefäßzentrums des UKE.

Bei dem schonenden Verfahren ohne den Einsatz der Herz-Lungen-Maschine wird über einen Venenzugang in der Leiste des Patienten ein Katheter im linken Vorhof des Herzens platziert. Durch das Kathetersystem kann dann ein Clip vorgeschoben und mittels Ultraschallkontrolle an der Stelle der größten Undichtigkeit eingesetzt werden. Der Clip greift die beiden Klappensegel und kann dadurch die vorhandene Undichtigkeit beheben. Im Universitären Herz- und Gefäßzentrum hat sich diese Methode über das letzte Jahrzehnt hinweg als Alternative zum operativen Eingriff für ältere und entsprechend erkrankte Patienten mit guten Langzeitergebnissen etabliert.

Das Universitäre Herz- und Gefäßzentrum war nach der CE-Zulassung 2008 das erste Zentrum europaweit, dass einen Mitralklappen-Clip implantierte. Mit der hohen Anzahl der Mitralklappen-Clip-Therapien verfügt das Zentrum weltweit über die größte Erfahrung in der minimal-invasiven Behandlung der Mitralklappeninsuffizienz.

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