Takt und Feingefühl gefragt

Über 100 Stationen bieten Pflegenden im UKE eine immense Auswahl. Und jede Station tickt anders. Im UKE können Jobsuchende in der Pflege online “spielend ” rauskriegen, welcher Beat im Herzkatheterlabor, auf einer psychiatrischen Jugend-Sucht-Station oder in der Kinderonkologie schlägt und welcher davon zu ihnen passt. Zwei, die ihre Station gefunden haben, stellen sich vor.

Laura Monsees

"Was die Arbeit auf der Akutstation der Psychiatrie für mich ausmacht? Auf ­jeden Fall der intensive Team­gedanke, der hier täglich gelebt wird. Als Pflege­kräfte verbringen wir die meiste Zeit mit den Patientinnen und ­Patienten und teilen unsere Beobachtungen in wöchent­lichen Besprechungen mit den Ärzten, Psychologen sowie den Physio- und Ergotherapeuten und legen gemeinsam das weitere Vor­gehen fest. Bis heute ist es spannend für mich zu erleben, wie Menschen in der Krise denken und handeln. Es hilft mir dabei, ihre Krankheit besser zu verstehen und sie besser zu unter­stützen. Natürlich gibt es auch immer wieder kritische Momente, etwa, wenn ein Patient mit akuter Fremdgefährdung eingeliefert wird. Dann sind viel Takt und Feingefühl ­gefragt – auch Zwischentöne zu hören, zählt zu den ­wesentlichen Aspekten ­meiner Arbeit."

Anemon Zill

Meine Entscheidung, in die ­Psychiatrie zu gehen, fiel bereits während der Ausbildung. Der enge Kontakt zu den Patientinnen und Patienten und die tolle Zusammen­­arbeit mit allen ­anderen Berufsgruppen haben mich auf Anhieb ­begeistert. Direkt nach meinem Abschluss im Jahr 2015 startete ich daher auf der Akut­station. Zu uns kommen ­Menschen in der Akut­phase ihrer psychischen Erkrankung – mit Schizophrenie, wahnhafter Störung, Persönlichkeits­störungen, ­Depressionen, Sucht­erkrankungen. Sehr häufig sind auch Suizidgefährdete darunter. Mich reizt die Arbeit mit den unterschiedlich erkrankten Menschen; sie machen­­ ­jeden Tag abwechslungsreich und individuell. Als Pflegekraft ­unterstütze ich Patienten dabei, mit Gesprächen und ­gemeinsamen Aktivitäten ihre oft verlorene Struktur im Alltag wiederzufinden und ­Vertrauen ­aufzubauen."

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Autorin: Nicole Sénégas-Wulf
Foto: Axel Kirchhof