03 Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/ oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

CO2- und Umweltbelastungen geringhalten

Das UKE soll als Konzern klimaneutral werden und somit mit seinem Betrieb keinerlei Belastung für das Weltklima darstellen. Sämtliche Umweltbelastungen, die aus den Tätigkeiten in Krankenversorgung, Forschung und Lehre entstehen, sollen auf das geringstmögliche Niveau reduziert werden.

Die permanente Reduktion des CO2-Ausstoßes und der Umweltbelastung, sind die Kernziele der Nachhaltigkeitsstrategie des UKE. Hierzu werden Maßnahmen und Projektpläne entwickelt und umgesetzt.

Sämtliche Bereiche des Konzerns werden beteiligt. Der Fortschritt und der Erfolg dieser Aktivitäten werden ab dem Jahr 2021 über die Einführung eines umfassenden Kennzahlensystems nachverfolgt und sichergestellt. Die Umsetzung erfolgt eigenständig in den UKE-Bereichen, die Berichterstattung erfolgt gegenüber dem Vorstand und dessen Stabsstelle Nachhaltigkeit und Klimamanagement.

Die 17 Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung bilden die Orientierung für die weltweite Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene. Im UKE orientieren sich folglich sämtliche betrieblichen Prozesse an diesen SDGs.

Das UKE orientiert sich analog zum Klimaplan der Freien und Hanststadt Hamburg und dem Klimaschutzgesetz 2021 bei der Festlegung seines jährlichen CO2-Reduktionsumfangs am ‚Übereinkommen von Paris‘ von 2015 und den Science Based Targets (SBTs). Die SBTs sind auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Zielvorgaben. Das ‘Übereinkommen von Paris‘ gibt vor, die Erderwärmung auf unter 2 Grad, bzw. 1,5 Grad zu beschränken. Die daraus resultierenden SBTs benennen eine Halbierung der Emissionen bis 2030 sowie bis 2050 die komplette Vermeidung von CO2-Emissionen.

Die konkreten Ziele des UKE sind im Einzelnen:

  • CO2-Reduktion bis 2030 um mindestens 65% und bis 2040 um mindestens 88%
  • CO2-Neutralität spätestens im Jahr 2045
  • Jährliche Messung der kontinuierlichen CO2-Reduktion durch Erhebung der UKE-CO2-Bilanz (mithilfe des Corporate Carbon Footprint – CCF)
  • Jährlicher Bericht zur Bewertung der Entwicklung und Ergebnisse auf dem Weg zur Erreichung der Klimaneutralität mit Teil- und Projektberichten an Stakeholder und Darstellung auf der Homepage
  • Einhaltung des FHH-Umweltleitfadens samt Umweltkriterien für die Beschaffung
  • Auswahl von Lieferanten, Vertragspartnern und deren Produkten auch nach Nachhaltigkeitsaspekten(z.B. eigenem Klimaplan, Öko-Labels) und der Einhaltung der SDGs (z.B. keine Ausbeutung, keine Kinderarbeit, angemessene Löhne/Gehälter)
  • Erreichung einer klimaneutralen und nachhaltigen Lieferkette samt umweltverträglicher Transporte
  • Verantwortliche, sparsame Verwendung sämtlicher Ressourcen und Vermeidung unnötiger Abfälle
  • Steigerung des Anteils genutzter Stoffe und Materialien, die nach Gebrauch in einen neuen Kreislaufgebracht bzw. der Wiederverwertung zugeführt werden
  • Fortschreibung des Fokus auf regionalen Einkauf bei der Speisenversorgung samt Anhebung des Anteils von Bio-Lebensmitteln und Abfallvermeidung
  • Berücksichtigung der möglichen effizienzsteigernden Bauelemente und technischen Anlagen bei Neubauten über die gesetzlichen Anforderungen hinaus sowie Etablierung ökologischer Bauelemente
  • Bewahrung und Weiterentwicklung des UKE-Geländes bezüglich Erholungswert über Baumbestand, Sitzgelegenheiten und Ruhezonen für Besucher:innen, Patienten:innen und Mitarbeitende sowie Berücksichtigung der Biodiversität
  • Energieoptimierende Verbesserung der technischen Infrastruktur des UKE für Neubauten und Bestandsgebäude
  • Energieeffizienter Betrieb technischer Anlagen durch Optimierung der Betriebseinstellungen samt notwendiger Nutzer:innenabstimmung
  • Festlegung von Energiesparmaßnahmen im Rahmen der Weiterentwicklung des Energiemanagement-Systems
  • Ausweitung digitaler Prozesse inklusive Effizienzoptimierung der technischen Systembestandteile
  • Reduktion des Fahrzeugverkehrs mit der Vision des „autofreien UKE“ sowie Weiterentwicklung der Logistik in Richtung Emissionsfreiheit
  • Sicherstellung der Gesundheit unserer Beschäftigten
  • Motivierende Einbindung der UKE-Mitarbeitenden zur Erreichung nachhaltiger Ziele mit Intensivierung beschäftigtenorientierter Kommunikation (z.B. Informationsblätter, Kampagnen, Wettbewerbe, Mitmachaktionen, Incentives) samt Schulung von Zielen und Idealen
  • Beschäftigtenorientierte transparente Fehlerkultur
  • Einhaltung von Regeln und Gesetzen durch Etablierung und Dokumentation sicherer Prozesse über das zentrale QM-System
  • Aktiver Einsatz zur Sicherstellung von Menschenrechten, Umweltschutz und Anti-Korruption
  • Jährliche Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung der UKE-Nachhaltigkeitsstrategie

Medizintechnik
 Park
Mülltrennung
Impfung

Kontrolle strategischer Nachhaltigkeitsziele

Die Arbeit und Zielerreichung soll anhand von quantitativen Kennzahlen, aber auch durch Berichte über qualitative Ziele kontinuierlich gemessen werden. Der Aufbau eines entsprechenden Berichtskonzeptes erfolgt im Jahr 2021 über die neue Vorstands-Stabsstelle für Nachhaltigkeit und Klimamanagement . Politische Vorgaben und konkrete Klimaziele der Freien und Hansestadt Hamburg werden hierbei berücksichtigt.

Globale Nachhaltigkeitsziele l SDG

Das UKE bezieht und orientiert sich in sämtlichen betrieblichen Prozessen und Zielsetzungen auf die SDG . Somit wird die Unterstützung der nachhaltigen Entwicklung analog zu den 17 Zielen der Vereinten Nationen auch im UKE sichergestellt.