Soziale Gesundheit und kollaborative Versorgungsmodelle

  • Einleitung
  • Einleitung
    Bild zeigt Beratungssituation zweier Menschen

    Der Arbeitsbereich fokussiert soziale Problemlagen wie Armut, Einsamkeit oder Arbeitslosigkeit, die in der hausärztlichen Praxis häufig begleitend zu medizinischen Anliegen auftreten und Teilhabe sowie Krankheitsverlauf beeinflussen. Sozialberatung und niedrigschwelliges Social Prescribing helfen, passende Hilfen innerhalb und außerhalb der hausärztlichen Praxis zu vermitteln. Darüber hinaus werden verschiedene kollaborative Versorgungsmodelle erforscht und evaluiert, etwa die interprofessionelle Teampraxen, digitale und koordinierte Versorgungsprozesse sowie speziell Modelle zur besseren Behandlung psychischer Erkrankungen, zur Pflege und Palliativversorgung. Ziel ist es, deren Wirksamkeit und Nachhaltigkeit systematisch zu prüfen, um Versorgungslücken zu schließen, fachliche Zusammenarbeit zu stärken und eine patientennahe, bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung zu fördern.

    Kontakt: Thomas Kloppe, Claudia Mews, Thomas Zimmermann

  • Logo mit 4 Personen und dem Schriftzug Social Prescribing EU

    Social Prescribing EU: EU gefördertes Projekt zur Verbindung der hausärztlichen Versorgung mit lokalen sozialen Versorgungsangeboten

    Das internationale Forschungsprojekt Social Prescribing.eu erprobt in acht europäischen Ländern, wie hausärztliche Praxen Patient:innen mit sozialen Belastungen gezielt an lokale Unterstützungsangebote vermitteln können.

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    Beraterin mit Patientin

    Sozialberatung in hausärztlichen Praxen: Ein Versorgungsprojekt in Hamburg

    Das Projekt „Sozialberatung in hausärztlichen Praxen“ in Hamburg etabliert eine direkte Schnittstelle zwischen medizinischer und sozialer Versorgung, um Patient:innen mit sozialen Problemen niedrigschwellig und kompetent zu unterstützen. Durch die Integration sozialer Beratung in die hausärztliche Praxis sollen die Lebenssituation der Betroffenen verbessert, die Hausärzt:innen entlastet und die Vernetzung im Sozialraum gestärkt werden.

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    Ärzte bei einer Besprechung

    STATAMED – Transformation des Patientenpfades durch ein sektorenübergreifendes kurzstationäres allgemeinmedizinisch-orientiertes Versorgungmodell

    Die Studie STATAMED zielt darauf ab, durch ein sektorenübergreifendes, kurzstationäres allgemeinmedizinisch-orientiertes Versorgungskonzept eine Brücke zwischen ambulanter und stationärer Versorgung zu schaffen. Durch die Einführung strukturierter Behandlungsprozesse und interdisziplinärer Unterstützung soll die Anzahl an Krankenhausaufenthalten und Notfallversorgungen reduziert sowie eine gezielte Versorgung von Patient:innen ermöglicht werden. Das Modell wird an sechs Klinik-Standorten in Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen erprobt.

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  • Zimmermann T, Mews C, Kloppe T, Tetzlaff B, Hadwiger M, von dem Knesebeck O, Scherer M Soziale Probleme in der hausärztlichen Versorgung – Häufigkeit, Reaktionen, Handlungsoptionen und erwünschter Unterstützungsbedarf aus der Sicht von Hausärztinnen und Hausärzten. ZEFQ Z Evidenz Fortbild Qual G. 2018;131:81-89.

    Schade F, Hüttenrauch D, Schwabe S, Müller CA, Pohontsch NJ, Stiel S, Scherer M, Marx-Rosenberg G*, Nauck F* (*geteilte Letztautorenschaft). Die Sicht von SAPV-Pflegefachpersonen auf eine Intervention zur zeitgerechten Zusammenarbeit mit Hausärzt*innen bei chronisch, nicht-onkologischen Erkrankungen: Qualitative Evaluation der KOPAL-Studie. Z Palliativmed. 2025. DOI 10.1055/a-2560-5324.

    Gabriella Marx, Sven Schwabe, Sarah Kuba, Jan Philip Weber, Nadine Janis Pohontsch, Franziska Schade, Martin Scherer,Nils Schneider. General practitioners’ perspective on timely interprofessional case conferences on non-cancer patients with palliative care needs: a qualitative study (KOPAL). BMJ OPEN. 2025;15:e097181.

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    Gottschalk S, König H, Mallon T, Schulze J, Weber J, Böttcher S, Sekanina U, Asendorf T, Hummers E, Freitag M, Schneider N, Friede T, Nauck F, Scherer M, Marx G, Dams J. Cost-effectiveness of a specialist palliative care nurse-patient consultation followed by an interprofessional case conference for patients with non-oncological palliative care needs: results of the KOPAL trial. ANN PALLIAT MED. 2023;12(6):1175-1186.