Kenntnisprüfungen in der ATA-/OTA-Ausbildung.
Kenntnisprüfungen in der ATA-/OTA-Ausbildung. Ein wichtiger Baustein bei der Gewinnung von Fachkräften.
Viele im Ausland ausgebildete Fachkräfte verfügen bereits über umfassendes Fachwissen und entsprechende Kompetenzen.
Damit diese Qualifikationen auch in Deutschland anerkannt und die Berufsbezeichnung Anästhesietechnische Assistenz (ATA) beziehungsweise Operationstechnische Assistenz (OTA) geführt werden kann, sieht das ATA-OTA-Gesetz unter bestimmten Voraussetzungen ein Anerkennungsverfahren vor.
Eine Möglichkeit innerhalb dieses Verfahrens ist die Kenntnisprüfung.
Was ist eine Kenntnisprüfung?
Wurde eine entsprechende berufliche Qualifikation im Ausland erworben und ergeben sich im Anerkennungsverfahren wesentliche Unterschiede zur deutschen ATA- oder OTA-Ausbildung, können Ausgleichsmaßnahmen erforderlich sein. Für bestimmte in Drittstaaten erworbene Berufsqualifikationen besteht dabei grundsätzlich die Möglichkeit, zwischen einer Kenntnisprüfung und einem Anpassungslehrgang zu wählen.
Die Kenntnisprüfung ist eine staatliche Prüfung. Ihr Ziel ist festzustellen, ob die Prüfungskandidat:innen über die Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die für die Berufsausübung als ATA beziehungsweise OTA in Deutschland erforderlich sind.
Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, eine bereits absolvierte Ausbildung vollständig zu wiederholen.
Vielmehr sollen die Kandidaten nachweisen, dass sie ihre vorhandene berufliche Kompetenz im Rahmen der Anforderungen und gesetzlichen Vorgaben des deutschen Gesundheitswesens anwenden können.
Wie läuft die Kenntnisprüfung ab?
Die Prüfung besteht aus einem mündlichen und einem praktischen Teil.
Erst wenn sowohl der mündliche als auch der praktische Prüfungsteil bestanden sind, gilt die Kenntnisprüfung insgesamt als bestanden.
Mehr als eine Prüfung: Ein Weg in den deutschen Arbeitsmarkt
Kenntnisprüfungen spielen eine wichtige Rolle bei der Gewinnung von Fachkräften.
Sie schaffen einen Zugang für Menschen, die ihre berufliche Qualifikation bereits im Ausland erworben haben und verbinden damit zwei zentrale Anforderungen: die Gewinnung zusätzlicher qualifizierter Fachkräfte und die Sicherstellung eines einheitlicher Berufsstandards..
Gerade in hochspezialisierten Bereichen wie dem OP und der Anästhesie ist dies entscheidend. Eine erfolgreiche berufliche Integration umfasst deshalb mehr als die Überprüfung praktischer Fertigkeiten.
Fachkräftegewinnung braucht gute Begleitung
Damit dieser Weg funktioniert, reicht die Durchführung einer Prüfung allein jedoch nicht aus.
Auf ihrem Weg zur beruflichen Anerkennung benötigen internationale Fachkräfte transparente Strukturen, eine professionelle Vorbereitung, praktische Erfahrung im deutschen Gesundheitswesen sowie verlässliche Ansprechpartner.
Hier kommt den ATA-/OTA-Schulen gemeinsam mit den klinischen Bereichen eine wichtige Aufgabe zu.
Das wir diesen Weg nun als erste ATA-/OTA-Schule in Hamburg beschreiten, ist für uns daher ein wichtiger Meilenstein.