„Von Impulsivität bis Konzentrationsschwäche"

Das Expert:innenteam der Gesundheitsakademie des UKE vermittelt regelmäßig neueste Erkennt-nisse aus der Welt der Medizin. Heute geht es um das Thema ADHS.

 Prof. Dr. Sarah Hohmann, Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik
Prof. Dr. Sarah Hohmann
Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie

Impulsiv und hyperaktiv

ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) ist eine der häufigsten neuroentwicklungsbedingten Störungen im Kindes- und Jugendalter. Sie macht sich durch eine Bandbreite von Symptomen bemerkbar, darunter Impulsivität, Hyperaktivität und Konzentrationsschwäche. Diese können den Alltag der Betroffenen, ihrer Familien und ihres Umfelds erheblich beeinflussen.

Ursachen organisch

ADHS tritt insbesondere dann auf, wenn bestimmte Regelsysteme im Frontalhirnbereich gestört sind. Die Botenstoffe Dopamin, Serotonin und Noradrenalin spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Psychosoziale Bedingungen, wie zum Beispiel eine ungünstige familiäre Situation, gehören nicht zu den primären Ursachen der ADHS, sie können aber deren Schweregrad beeinflussen.

Entwicklung unterstützen

Ziel aller therapeutischen Bemühungen ist es, die Entwicklung jedes einzelnen Kindes bestmöglich zu unterstützen. Darüber hinaus gilt es, das Verständnis für ADHS zu vertiefen, Vorurteile abzubauen und praktische Ansätze für eine passgenaue Begleitung und Förderung der jungen Betroffenen zu vermitteln. Dabei steht ein ganzheitlicher Ansatz im Mittelpunkt.

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Text: Uwe Groenewold; Foto: Anja Meyer; Illustration: tai111/AdobeStock