Dr. Sidra Khan-Gökkaya
Tschüss
Im Juni 2020 wurde sie die erste UKE-Beauftragte für Migration, Integration und Anti-Rassismus. Jetzt zieht die 36-Jährige in die Universitätsstadt Oxford nach England.
Integration fördern und rassistischer Diskriminierung entgegenwirken – das war für Dr. Sidra Khan-Gökkaya stets Herzensangelegenheit und berufliche Herausforderung zugleich. Vor sechs Jahren wurde die Stelle als Beauftragte für Migration, Integration und Anti-Rassismus im UKE neu geschaffen – eine Pionierfunktion im Gesundheitswesen. „Ein so großes Universitätsklinikum wie das UKE ist ein Spiegel der Gesellschaft mit ihren unterschiedlichen Lebensrealitäten, Wertvorstellungen und Erfahrungen“, erklärt die systemische Beraterin. „Mein Hauptziel war es, durch eine wertschätzende, bewertungsfreie Kommunikation Verunsicherungen auffangen und Lernprozesse initiieren zu können um trotz aller Herausforderungen im Klinikalltag, ein respektvolles Miteinander im Team und mit den Patient:innen zu ermöglich.“ Mit Erfolg – wie sowohl das Feedback der Mitarbeitenden und Führungskräfte als auch die externen Auszeichnungen zeigen, die die UKE-Beauftragte in den vergangenen Jahren erhalten hat.
Dem UKE ist Khan-Gökkaya dankbar für die Freiheiten, die ihr gewährt worden sind. 2023/24 hat sie am Harkness Fellowship Programm als Kandidatin für Deutschland teilgenommen und einen einjährigen Forschungsaufenthalt an der Harvard University in Boston, USA, absolviert, um mit führenden Expert:innen im Bereich Menschenrechte und Anti-Diskriminierung im Kontext der Gesundheitsversorgung zusammenzuarbeiten: „Eine unglaublich bereichernde Zeit!“ Im Herbst zieht sie mit ihrem Mann nach Oxford, „in die Harry-Potter-Stadt“, erklärt die 36-Jährige schmunzelnd. Dort möchte sie ihre Habilitation beenden und weiter wissenschaftlich arbeiten.