Wenn der Hörsaal nach Hause kommt

Ob Expert:innen, Studierende, Patient:innen oder Angehörige: Bei HOOU@UKE können sich alle Interessierten online über Ursachen, Behandlungen und Forschungsstände verschiedener Erkrankungen sowie zugehörige Forschungs- und Lehrprojekte informieren – und zwar kostenlos und ohne Anmeldung.

Text: Kathrin Thomsen; Fotos: Axel Kirchhof, Anja Meyer, Kathrin Thomsen

Prof. Dr. Dr. Andreas Guse
Prof. Dr. Dr. Andreas H. Guse
Prodekan für Lehre und Projektverantwortlicher HOOU@UKE

„Wir möchten medizinisches Wissen verständlich machen, damit es wirklich bei allen ankommt“, betont Prof. Dr. Christina Magnussen, Oberärztin aus der Kar­diologie. Das Besondere: Die Videos und Texte sind rund um die Uhr verfügbar. Sie helfen Studierenden dabei, ihr Wissen zu erweitern – und können Betrof­fene unterstützen, sich ein Bild über bevorstehende Therapien zu machen und ihnen Ängste zu nehmen. Ziel sei es laut Prof. Dr. Dr. Andreas H. Guse, Prodekan für Lehre und Projektverantwortlicher, das Verständnis für Erkrankungen genauso wie die Gesundheitskompe­tenz in der Bevölkerung zu erhöhen.

Prof. Dr. Christina Magnussen
Prof.Dr. Christina Magnussen
Stellvertretende Direktorin der Klinik für Kardiologie

Gemeinsam mit einem Team aus Projekt- und Quali­tätsmanagement, Produktion und Unternehmens­kommunikation stellen die Verantwortlichen von HOOU@UKE regelmäßig neue Erkrankungsbilder auf ihrer Webseite – und ab sofort auch in jeder Ausgabe der UKE Life – vor.

Die aktuelle Auswahl der Erkrankungen von A wie ADHS bis Z wie Zwangsstörungen finden Interessierte hier: uke.de/hoou

Prof. Dr. Thilo Hackert
Prof. Dr. Thilo Hackert
Klinik und Poliklinik f. Allgemein-, Viszeral- u. Thoraxchirurgie

Beispiel Enddarmkrebs: Sicherheit dank Spezialist:innen

Weil die Mediziner:innen und Forschenden des UKE nur einen Teil der Hamburger:innen persönlich behandeln und informie­ren können, bietet HOOU@UKE die Möglichkeit, zusätzlich on­line von ihrer Expertise zu verschiedenen Erkrankungen zu pro­fitieren. Das Beispiel Enddarmkrebs zeigt, dass rechtzeitiges Wissen über Vorsorge, Diagnostik und Therapien entscheidend sein kann für eine gute Prognose.

Nach wie vor zählt Darmkrebs zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen. Frühzeitigere Vorsorge und bessere Behand­lung aber konnten die Sterblichkeitsrate in den vergangenen Jahren senken. Von Tochter Sophie zur Darmspiegelung ge­drängt, wird bei Carsten Wulff 2025 ein Tumor im Dickdarm entdeckt – der im Folgenden erfolgreich im UKE operiert werden konnte.

Geschichten wie die von Patient Carsten Wulff geben einen anschaulichen und zugleich emphatischen Überblick zu Ursachen, Behandlung und Prognose der Erkrankung
Tochter Sophie
überredete Carsten Wulff zur Vorsorgeuntersuchung
Beim Dreh des Life-Films über Carsten Wulff
Das Life-Drehteam
mit Protagonist Carsten Wulff und seiner Tochter

„Bei den allermeisten Patient:innen können wir heutzutage so operieren, dass der Schließmuskel erhalten bleibt. Dabei gelingt es uns, den verbliebenen Dickdarm im Bereich des Schließmuskels oder knapp oberhalb anzuschließen“, erläu­tert Prof. Dr. Thilo Hackert, Direktor der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie.

„Die Spezialist:innen haben mir Sicherheit gegeben. Ich wusste sofort: Ihnen kann ich vertrauen“, so Carsten Wulff. Im Februar letzten Jahres wird Wulff für sechs Tage auf der chirurgischen Station aufgenommen. Die OP verläuft rei­bungslos – allerdings stellt sich heraus, dass einige Lymph­knoten bereits von Krebszellen befallen sind. Nach einer mehrwöchigen Ruhepause schließt sich deshalb eine Che­motherapie an, bei der Carsten Wulff in einem Intervall von drei Wochen intravenös Medikamente verabreicht werden.

Die ganze Geschichte und den Film über Carsten Wulff sehen Sie hier: uke.de/life-enddarmkrebs