Was ist gute Wissenschaftskommunikation? Diskussionsrunde mit HCHS-Teilnehmenden
Im April 2026 haben wir einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Hamburg City Health Study (HCHS) zu einem besonderen Termin ins Studienzentrum eingeladen. In einer offenen Gesprächsrunde ging es um die Frage: Wie gelingt gute Wissenschaftskommunikation?
Wir wollten gemeinsam erarbeiten, wie sich Studienergebnisse so vermitteln lassen, dass sie verständlich, relevant und wirksam sind – für möglichst viele Menschen, unabhängig von Vorwissen oder Bildungshintergrund.
Langzeit-Beobachtungsstudien wie die HCHS liefern wertvolle Erkenntnisse darüber, wie sich Erkrankungen frühzeitig vorbeugen lassen. Doch das beste Ergebnis nützt wenig, wenn es niemanden erreicht oder falsch verstanden wird. Deshalb ging es bei dem Treffen bewusst nicht um medizinische Details, sondern um die Frage, wie Forschungsergebnisse im Alltag ankommen.
Im Mittelpunkt standen drei Fragen: Wie lassen sich Studienergebnisse so vermitteln, dass Menschen sie im Alltag verstehen und für sich einordnen können? Wie muss Kommunikation gestaltet sein, damit typische Hürden wie Angst, Überforderung, Misstrauen oder das Gefühl „das betrifft mich nicht" gar nicht erst entstehen? Und wie können Formate aussehen, die Menschen schon frühzeitig und aus eigenem Antrieb dazu motivieren, vorbeugend aktiv zu werden – noch bevor gesundheitliche Probleme überhaupt auftreten?
Das Ergebnis unseres gemeinsamen Austauschs: eine leicht verständliche Sprache, anschauliche Alltagsanalogien, Emotionen ansprechen und persönlich erzählte Geschichten anstelle abstrakter Zahlen. So könnte Präventionskommunikation in der Zukunft aussehen. Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre Zeit und wertvollen Impulse, die nun in unsere weitere Arbeit einfließen. Damit unsere Studienergebnisse dort ankommen, wo sie wirklich etwas bewirken können: im Alltag der Menschen.
Foto: UKE, Epidemiologisches Studienzentrum