02.09.2026 AKTUELLES
Wo Wissenschaft auf Einsatz trifft
20 Jahre Kooperation zwischen BNITM, Bundeswehrkrankenhaus Hamburg und UKE
Expert:innen des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNITM), Bundeswehrkrankenhauses Hamburg und Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) arbeiten seit 20 Jahren in der Tropenmedizin und Infektionsbiologie erfolgreich Hand in Hand. Die gewachsene Zusammenarbeit der drei Hamburger Institutionen verbindet grundlagenwissenschaftliche Expertise, klinische Erfahrung und einsatzmedizinische, logistische Kompetenz. Gemeinsam konnten die drei Partner in den vergangenen Jahren wichtige Beiträge zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten leisten: Ob in der Forschung zu hämorrhagischen Fiebern, der klinischen Versorgung von Patient:innen mit tropischen Erkrankungen oder der Ausbildung von Fachkräften – die Partnerschaft hat sich in zahlreichen Projekten und Krisensituationen bewährt.
Die historischen Wurzeln der Zusammenarbeit reichen bis in die Gründungszeit des BNITM zurück. Heute setzen die drei Partnerinstitutionen diese Tradition auf moderne Weise fort: mit mobilen Laboren in Krisengebieten, klinischen Studien zu vernachlässigten Krankheiten, der Ausbildung von Fachkräften für globale Einsätze und in Kooperationen mit Partnerinstitutionen in afrikanischen Ländern.
„Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin und das UKE haben einen hervorragenden Ruf und passen als Kooperationspartner gut zusammen. Sie stehen für wissenschaftliche Exzellenz und für medizinische Forschung und Krankenversorgung auf höchstem Niveau. Seit Jahrzehnten kooperieren sie auf dem Gebiet der Tropen- und Infektionsmedizin, das von globaler und gerade für eine Hafenstadt und eine internationale Metropole von größter praktischer Bedeutung ist. Seit 20 Jahren gehört zu diesem starken Hamburger Bündnis gegen tropische Infektionskrankheiten auch das Bundeswehrkrankenhaus. Die Kollaboration ist ein hervorragendes Beispiel der guten zivil-militärischen Zusammenarbeit in Hamburg, für die ich mich bei allen Beteiligten im Namen des Senats sehr herzlich bedanke. Ich wünsche ihnen bei ihrer Arbeit weiterhin viel Erfolg und für die Zukunft alles Gute“, sagt Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg.
„Krisenresilienz entsteht nicht erst im Krisenfall. Sie wächst aus verlässlichen Partnerschaften, gemeinsamen Strukturen und dem Vertrauen, das über Jahre hinweg entsteht. Gerade angesichts neuer Infektionsgefahren ist die Kooperation von BNITM, Bundeswehrkrankenhaus und UKE entscheidend, um wissenschaftliche Erkenntnisse rasch in die Versorgung zu bringen und gemeinsam handlungsfähig zu bleiben“, sagt Prof. Dr. Christian Gerloff, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKE.
„Die Tropenmedizin ist ein Feld, das unterschiedliche Perspektiven und Kompetenzen erfordert. Die Erfahrung aus den Auslandseinsätzen des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, die klinische Expertise des UKE und das tropenmedizinische Wissen des BNITM in der Infektionsbekämpfung sowie in Forschung und Praxis vor Ort machen diese Kooperation so besonders. Sie ist ein Beispiel dafür, wie Institutionen gemeinsam mehr erreichen können als allein“, sagt Prof. Dr. Jürgen May, Vorstandsvorsitzender des BNITM.
„Neue Einsatzszenarien der Bundeswehr verlangen ein erweitertes Verständnis von Tropenmedizin. Sie umfasst heute weit mehr als die Behandlung klassischer Tropenkrankheiten: gefragt sind Kenntnisse über neu auftretende Erreger, klimatische und infrastrukturelle Extrembedingungen sowie die medizinische Versorgung in instabilen Lagen. Unsere Kooperation schafft dafür eine besondere Verbindung von Forschung, klinischer Expertise und militärischer Anwendung. Zugleich können die dabei entwickelten Fähigkeiten im Krisenfall der Gesundheitsversorgung in Deutschland zugutekommen“, sagt Generalarzt Dr. Thomas Harbaum, Kommandeur und Ärztlicher Direktor des Bundeswehrkrankenhaus Hamburg.
Über das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM)
Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) ist Deutschlands größte Einrichtung für Forschung, Versorgung und Lehre auf dem Gebiet tropentypischer und neu auftretender Infektionskrankheiten. Das BNITM ist Nationales Referenzzentrum für den Nachweis aller tropischen Infektionserreger, Konsiliarlabor für Borna-Viren, WHO-Kooperationszentrum für Arboviren und hämorrhagische Fieberviren, WHO-Kooperationszentrum für Verhaltensforschung zur Förderung Globaler Gesundheit und ein Institut in der Leibniz-Gemeinschaft. Für den Umgang mit hochpathogenen Viren und infizierten Insekten verfügt das Institut über Laboratorien der höchsten biologischen Sicherheitsstufe (BSL4) und ein Sicherheits-Insektarium (BSL3). In zahlreichen Ländern des Globalen Südens unterstützt das BNITM beim Aufbau von (mobilen) Laborkapazitäten.
Über das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg (BwKrhs Hamburg)
Das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg ist eines der fünf Bundeswehrkrankenhäuser in Deutschland und Teil des Sanitätsdienstes der Bundeswehr. Als militärisches Krankenhaus stellt es die fachärztliche und klinische Versorgung von Soldat:innen sicher und ist zugleich fest in die zivile Gesundheitsversorgung der Freien und Hansestadt Hamburg eingebunden. Gesetzlich und privat versicherte Patient:innen werden hier regelmäßig in den Fachabteilungen des Hauses behandelt.
Das Krankenhaus verbindet die Gesundheitsversorgung der zivilen Bevölkerung mit den besonderen Aufgaben der militärischen Gesundheitsfürsorge. Dazu gehören insbesondere die medizinische Vorbereitung und Versorgung bei Auslandseinsätzen sowie im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung. Darüber hinaus verfügt das Krankenhaus über besondere Kompetenzen in der Notfall-, Einsatz- und Katastrophenmedizin. Mit dem größten Rettungszentrum Norddeutschlands leistet das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg einen wichtigen Beitrag zur boden- und luftgebundenen Notfallversorgung in Hamburg und der Region.
Über das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Das 1889 gegründete Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) ist eine der modernsten Kliniken Europas und mit rund 17.000 Mitarbeitenden einer der größten Arbeitgeber in Hamburg. Pro Jahr werden im UKE rund 595.000 Patient:innen versorgt, 98.000 davon stationär und 497.000 ambulant. Zu den Forschungsschwerpunkten des UKE gehören insbesondere Immunität, Infektionen und Entzündungen, die Herz-Kreislauf-Forschung, Onkologie, Neurowissenschaften sowie die Versorgungsforschung. An der ins UKE integrierten Medizinischen Fakultät studieren rund 3.500 Studierende Medizin, Zahnmedizin und Hebammenwissenschaft.
Unternehmenskommunikation
| Telefon: | +49 (0) 40 7410 - 56061 |
| Fax: | +49 (0) 40 7410 - 54932 |
| E-Mail: | presse@uke.de |
| Adresse: | Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf GB Unternehmenskommunikation Martinistraße 52, Gebäude O35 20246 Hamburg |