Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung
Kontakt: Dagmar Lühmann
Aktuelle Projekte
IMPRO - Innovatives Management für Patientinnen und Patienten mit erstmals aufgetretenen stabilen Thoraxschmerzen
Die Diagnostik einer koronaren Herzkrankheit (KHK) bei vorliegendem Brustschmerz ist herausfordernd und von großer Bedeutung für die weitere Behandlung. Die IMPRO-Studie hat zum Ziel, einen neuen Weg zur KHK-Diagnostik und -Weiterversorgung zu untersuchen. Die Studie bietet hausärztlichen Praxen eine einmalige Gelegenheit, aktiv zur Verbesserung der KHK-Versorgung in Deutschland beizutragen
Wir laden Sie herzlich ein, an der Studie teilzunehmen
Primary care-based interventions addressing Chronic illness-related LIMitations of the Ability to cope with heat and rising Temperatures: a scoping review (“CLIMATE Evidence Study”)
Besonders bei Menschen mit chronischen Erkrankungen ist die Verringerung und Prävention von möglichen gesundheitlichen Problemen durch Hitze von großer Bedeutung. Ein wichtiges Setting für Interventionen zum Schutz vulnerabler Patientengruppen stellt die Primärversorgung da. Die CLIMATE-Evidence-Studie untersucht deshalb, welche Interventionen mit Beteiligung der Primärversorgung in der Literatur beschrieben und evaluiert wurden, um mögliche negative Folgen von Hitze bei Menschen mit chronischen Erkrankungen zu verhindern oder zu verringern. Die Ergebnisse sollen Aufschluss darüber geben, welche Arten von Interventionen einen Anschluss in der Primärversorgung finden könnten oder wo eventueller Bedarf in diesem Bereich besteht.
Erarbeitung von Gesundheitsinformationen für die Stiftung Gesundheitswissen
Die Stiftung Gesundheitswissen entwickelt laienverständliche Gesundheitsinformationen zu ausgewählten Krankheiten und Präventionsmaßnahmen auf Basis evidenzbasierter Medizin. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Allgemeinmedizin erarbeitet die Stiftung systematisch Evidenzsynthesen und multimediale Materialien, die der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Aktuell werden Gesundheitsinformationen zu Themen wie Kreuzschmerzen, Schlafstörungen und dementiellen Erkrankungen erstellt.
ThemenCheck Medizin
Im Programm „ThemenCheck Medizin“ des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) können Bürger und Bürgerinnen Vorschläge für wissenschaftliche Begutachtungen von Untersuchungs- und Behandlungsverfahren einreichen.
Grundsätzlich sind dafür alle Themen geeignet, die die Gesundheitsversorgung betreffen: von Vorsorgemaßnahmen und Früherkennung über die Diagnostik, die medizinische Behandlung bis hin zur Rehabilitation. Nur Fragen zu Medikamenten werden in diesem Programm nicht bearbeitet.
Das IQWIG sichtet die Vorschläge und vergibt Aufträge für die wissenschaftliche Begutachtung an externe Arbeitsgruppen. Diese recherchieren, bewerten und fassen die wissenschaftliche Literatur zu der jeweiligen Fragestellung zusammen. Am Ende des Prozesses steht ein ThemenCheck-Bericht, der Ausführungen zu
• medizinischem Nutzen und Schaden,
• Kosten und Kosten-Nutzen-Verhältnis,
• ethischen, sozialen, organisatorischen und rechtlichen Aspekten
einer gesundheitsrelevanten Technologie enthält. Die Berichte und weitere Dokumente zu den Projekten sind auf den Internetseiten des IQWIG abrufbar.
Expertise „Ambulante Akut- und Notfallversorgung – zwei Seiten einer Medaille“
Die neue Expertise „Ambulante Akut- und Notfallversorgung – zwei Seiten einer Medaille“ zeigt, warum trotz hoher Ressourcen weiterhin Defizite in der Notfallversorgung bestehen – und wie andere europäische Länder mit ähnlichen Herausforderungen umgehen. Anhand von Einblicken aus den Niederlanden, Dänemark und England untersucht die Studie, welche Organisationsmodelle der „out-of-hours care“ auch in Deutschland tragfähig sein könnten. Fundiert durch Literaturanalysen, Expert:inneninterviews und einen strukturierten Konsensusprozess liefert sie praxisnahe Impulse für eine effizientere Patient:innensteuerung und bessere Vernetzung im System.
Gutachten Evidenz-Mapping zu Telemonitoring-Interventionen bei häufigen chronischen Erkrankungen
Telemonitoring ermöglicht die digitale Erhebung und Übermittlung gesundheitsbezogener Daten von Patient:innen außerhalb medizinischer Einrichtungen und gewinnt mit der fortschreitenden Digitalisierung zunehmend an Bedeutung in der Versorgung chronisch Erkrankter. Das Gutachten erfasst und bewertet systematisch die wissenschaftliche Evidenz zu Telemonitoring-Interventionen bei häufigen chronischen Erkrankungen auf Basis systematischer Reviews und randomisierter kontrollierter Studien. Ziel ist es zu klären, bei welchen Indikationen und unter welchen Bedingungen Telemonitoring einen patientenrelevanten Nutzen zeigt und damit eine Grundlage für gesundheitspolitische und versorgungsbezogene Entscheidungen zu schaffen.
Kürzlich abgeschlossene Projekte
Förderung des Selbstmanagements zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (DECADE)
Die DECADE-Studie untersucht eine Intervention zur Förderung des Selbstmanagements bei der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, um die Gesundheitskompetenz von Patient*innen zu steigern und eine patientenorientierte Kommunikation zu fördern. Ziel ist es, langfristige Lebensstilanpassungen zu unterstützen und die Risikoberatung in der hausärztlichen Praxis zu optimieren. Die Studie wird an mehreren Standorten durchgeführt und soll die Wirksamkeit der Intervention messen, um deren Integration in die Praxis zu ermöglichen.
Frühere Projekte
-
Leitliniensynopsen für die DMP chronische Herzinsuffizienz, chronische Rückenschmerzen, Rheumatoide Arthritis