Prüfungszentrum

Im Prüfungszentrum wird im Rahmen der Qualitätssicherung die Qualität der Prüfungen für unsere Studierenden gesichert und kontinuierlich verbessert.

Das Prüfungszentrum übernimmt zentral die Auswertung der MC-Klausuren und stellt den Lehrenden eine umfassende Test- und Itemstatistik zur Verfügung, um schlechte Prüfungsfragen zu erkennen und ggf. zu eliminieren.

Für die strukturiert mündlich-praktischen Prüfungen (OSCE) bieten wir Unterstützung in Form von tablet-basierten OSCE-Prüfungen an. Die dazu benötigte tOSCE-Software ist vom UCAN-Prüfungsverbund entwickelt, bei dem die medizinische Fakultät der Universität Hamburg seit 2007 Mitglied ist.

Prüfungszentrum in Zahlen

Im Prüfungszentrum werden pro Jahr ca. 140 Klausuren bearbeitet, bei denen rund 120.000 Lösungsblätter ausgewertet werden. Die Klausuren haben haben einen Umfang von 17 bis 170 Fragen und Teilnehmerzahlen von unter 10 bei einigen Wiederholerklausuren bis zu 1400 beim Naturwissenschaftstest HAM-Nat .

Pro Jahr werden 15 strukturiert-mündlich-praktische Prüfungen (OSCE) tabletbasiert durchgeführt wobei die Software tOSCE vom UCAN-Prüfungsverbund zum Einsatz kommt.

Prüfungsformate

  • MC
  • MC

    Eine Klausur ist eine unter Aufsicht anzufertigende Arbeit, in der vorgegebene Aufgaben allein und selbstständig nur mit den zugelassenen Hilfsmitteln schriftlich zu bearbeiten sind. Die Dauer einer Klausur beträgt mindestens 20, höchstens 270 Minuten. Klausuren können ganz oder in Teilen auch in Form von Antwort-Wahl-Verfahren (Multiple Choice) oder/und im Strukturierten-Antwort-Verfahren (Structured Answer Questions) durchgeführt werden. Klausuren können ganz oder in Teilen in elektronischer Form durchgeführt werden.

    Schriftliche Prüfungen in Form von Multiple-Choice-Klausuren werden in annähernd allen Teilen des Medizin- und Zahnmedizinstudiums angeboten.

    Statistische Kennwerte von MC-Prüfungen

    Schwierigkeit

    Die Schwierigkeit einer MC-Frage schwankt zwischen 0=niemand hat die Frage richtig beantwortet und 1=alle haben die Frage richtig beantwortet. Die Schwierigkeit hängt nicht nur von der Frage ab, sondern vor allem von der Testgruppe. Es werden Werte zwischen 0,4 und 0,8 angestrebt.

    Trennschärfe

    Als Trennschärfe bezeichnet man die Korrelation einer MC-Frage mit der Prüfung. Eine Klausurfrage mit der Trennschärfe 0 wird von guten wie schlechten Kandidaten gleich erfolgreich gelöst. Fragen mit positiver Trennschärfe werden von guten Kandidaten besser beantwortet als von schlechten. Die Trennschärfe einer Frage sollte positiv sein und möglichst 0,3 oder mehr betragen.

    Reliabilität

    Die Reliabilität beschreibt die Genauigkeit bzw. Zuverlässigkeit einer Prüfung. Es werden Werte von mindestens 0,8 angestrebt. Um die Reliabilität einer Prüfung zu steigern, kann man die Anzahl der Prüfungsfragen, und die Qualität der Prüfungsfragen erhöhen.

  • OSCE Prüfungen

    OSCE (Objective Structured Clinical Examination) Prüfungen sind Stationenprüfungen mit mindestens 5 Stationen, in denen die Studierenden anhand standardisierter vorgegebener Aufgabenstellungen zeigen sollen, dass sie über die erforderlichen klinischen und/oder praktischen Fähig- und Fertigkeiten und/oder psychosozialen Kompetenzen des Arztberufes verfügen sowie theoretische Kenntnisse reflektiert anwenden können. Das Ergebnis wird anhand einer standardisierten Checkliste durch die Prüferin oder den Prüfer dokumentiert. Die Anzahl und Dauer der Prüfungsstationen ist in einem Prüfungsdurchgang für alle Prüflinge gleich.

    OSCE-Prüfungen werden sowohl im Regelstudiengang Medizin als auch im Modellstudiengang Medizin iMED abgelegt: im Modellstudiengang iMED im Rahmen der Prüfung Normalfunktion nach dem 3. Fachsemester und in den Modulabschlussprüfungen der Module B.2, E.2, B.3, D.3, E.3, F.3 und G.3.

    Alle OSCE Prüfungen im Modellstudiengang iMED führen wir mit elektronischer Unterstützung durch. Anstelle einer Papier-Checkliste nutzt der Prüfer für die Bewertung der Prüfungsleistung an einer Station eine digitale Checkliste auf einem Tablet-Computer. Die digitalen Checklisten und Fallvignetten der OSCE-Stationen werden wie die Multiple Choice-Fragen mit Hilfe der Datenbank des Item-Management-Systems erstellt und administriert und mit einer zusätzlich entwickelten Software des UCAN-Prüfungsverbundes auf die Tablets übertragen. Die eindeutige Zuordnung der Prüferinnen und Prüfer sowie der Prüflinge zu den Checklisten für die jeweilige Station erfolgt hierbei mit vorab zugeteilten QR-Codes, die vom Prüfer über die Kamera des Tablets eingescannt werden.

    Neben der erheblichen Einsparung von Papier ermöglicht die elektronische Erfassung eine schnelle und sichere Evaluierung der Prüfungsleistung. Nach der OSCE Prüfung werden die Ergebnisse von allen Tablets – wo sie zusätzlich per Screenshot gesichert sind – automatisch auf einen Server übertragen und sind analog zu den Multiple Choice-Prüfungen direkt für eine teststatistische Auswertung verfügbar.

    Ansprechpartnerin:
    Dr. Anke Rheingans
    a.rheingans@uke.de
    Tel.: +49 (0) 40 7410 - 58765


  • Eine mündliche Prüfung ist ein Prüfungsgespräch, in dem die Studierenden darlegen sollen, dass sie den Prüfungsstoff beherrschen. Mündliche Prüfungen werden als Einzel- oder Gruppenprüfungen durchgeführt. Die Prüfungsdauer soll je Prüfling mindestens 10 Minuten und höchstens 45 Minuten betragen.

    Mündliche Prüfungen werden im Modellstudiengang iMED in den Modulen C.1, F.1 und F.2 durchgeführt.

  • Eine strukturierte mündliche Prüfung ist eine besondere Form der mündlichen Prüfung, in der die Studierenden an mehreren Prüfungsstationen ausgehend von vorgegebenen standardisierten Fragestellungen den Prüfungsstoff darlegen sollen. Das Ergebnis wird durch den Prüfenden dokumentiert. Strukturierte mündliche Prüfungen haben mindestens 2 Prüfungsstationen, die mit unterschiedlichen Prüfenden besetzt sind. Die Anzahl und Dauer der Prüfungsstationen ist in einem Prüfungsdurchgang für alle Prüflinge gleich.

    Strunturiert mündliche Prüfungen werden im Modellstudiengang iMED in den Modulen A.1, B.1, E.1 und E.2 durchgeführt.

  • Eine Epikrise ist die Zusammenfassung und Interpretation eines medizinischen Falls in Form eines idealen Arztbriefes. Ziel ist, den Krankheitsverlauf des Patienten zu reflektieren und pathophysiologische Zusammenhänge zu er kennen. Die Epikrise sollte die wichtigsten Angaben zur durchgeführten Anamnese, Diagnostik, Diagnosen, der empfohlenen Therapie und eventuell zur Prognose enthalten.

    Die Epikrise als Prüfungsform gibt es im Modul G.3 des Modellstudiengangs iMED.

  • Eine Hausarbeit ist eine von dem Prüfling eigenständig zu erstellende schriftliche Bearbeitung einer thematisch abgegrenzten Aufgabenstellung innerhalb einer vorgegebenen Zeit, die den Stoff der betreffenden Lehrveranstaltung erweitert oder vertieft.

    Hausarbeiten gibt es im Modellstudiengang iMED in den Modulen A.1, D.3 und G.3

UCAN Prüfungsverbund

UCAN Prüfungsverbund
Das UKE ist seit 2007 Mitglied im Prüfungsverbund

Die medizinische Fakultät der Universität Hamburg ist Mitglied von UCAN (Umbrella Consortium for Assessment Networks). UCAN ist eine gemeinnützige Organisation, die als Dachverband für verschiedene Prüfungsverbünde fungiert. Herzstück ist das Item Management System IMS, über das fakultätsübergreifend Prüfungsfragen und Prüfungen verbessert und getauscht werden können. Der Prüfungsverbund UCAN besteht aus 60 Kooperationspartnern, die einen Fragenpool von über 200.000 Items teilen. Mehr als 5000 Nutzer sind in über 1500 Gruppen organisiert, mehr als 10.000 Prüfungen wurden bereits durchgeführt.

Die medizinische Fakultät ist 2007 dem Prüfungsverbund beigetreten, nach den Gründungsmitgliedern, aus Heidelberg, Berlin und München war Hamburg der vierte Kooperationspartner.

Schulungen

Das UKE-Prüfungszentrum bietet eine dreistündige Veranstaltung für Ersteller von Multiple-Choice-Klausuren mit folgendem Inhalt an: Kriterien für gute MC-Fragen, Stolpersteine bei der Erstellung von MC-Fragen, Qualitätssicherung von MC-Fragen (Reviewprozess), statistische Analyse der Klausurergebnisse, Unterstützung durch das UKE-Prüfungszentrum. Je nach Bedarf können auch IMS-Schulungen angeboten werden.

Ansprechpartner MC-Schulungen:
Prof. Wolfgang Hampe
hampe@uke.de
Tel.: +49 (0) 40 7410 - 59967

Ansprechpartner IMS-Schulungen:
Christian Tolasch
c.tolasch@uke.de
Tel.: +49 (0) 40 7410 - 52289

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Bei Fragen zum Seiteninhalt wenden Sie sich bitte an Herrn Christian Tolasch