1C - Interdisziplinäre Intensivstation

  • Leitender Oberarzt
  • 1 Facharzt/Fachärztin

    in oder nach der Zusatzweiterbildung Intensivmedizin

    7 Ärzte/Ärztinnen

    in der Weiterbildung Innere Medizin oder Anästhesiologie und Chirurgie

  • 37 Pflegekräfte

    davon 53 % mit spezieller Weiterbildung in der Intensivpflege

    1 Stationssekretärin

Medizinische Schwerpunkte

Auf der interdisziplinären Intensivstation 1C werden sowohl postoperative als auch internistische bzw. nicht-operative erwachsene Patienten aus allen Bereichen des Universitätsklinikums behandelt. Die intensivmedizinische Behandlung erfolgt entsprechend den aktuellen klinisch-wissenschaftlichen Behandlungsstandards unter Berücksichtigung der individuellen Besonderheiten unserer Patienten und in enger Zusammenarbeit mit den Kollegen der mitbehandelnden Fachgebiete. Ein Behandlungsschwerpunkt der Station 1C ist die Therapie von schweren akuten Störungen der Atemfunktion sowie die Beatmungsentwöhnung. Hierzu gehören insbesondere Patienten, die aufgrund von chronischen Lungenerkrankungen, schweren Lungenentzündungen, akutem schwerem Lungenversagen (ARDS) und/oder nach Lungeneingriffen zum Teil extrakorporale Lungenunterstützungs-systeme (iLA, ECMO) oder spezielle Beatmungsverfahren (HFOV) benötigen. Die Betreuung von frisch operierten Patienten umfasst typischerweise Patienten nach Operationen an der Lunge, der Speiseröhre, der Bauchspeicheldrüse, der Leber, im Gesichts- bzw. Halsbereich, an der Wirbelsäule sowie polytraumatisierte Patienten nach unfallchirurgischen Eingriffen und Patient aus der Gynäkologie und Geburtshilfe.
Patienten mit nicht-operativen Erkrankungen kommen aus dem gesamten Gebiet der Inneren Medizin einschließlich der Knochenmarkstransplantation sowie vor Leber-, Herz- oder Lungentransplantation. Typische Krankheitszustände umfassen die Sepsis, schwere Lungenentzündungen und Lungenembolien, alle Formen des Schocks und der schweren Herz-Kreislaufstörungen, Herzinfarkte, Herzrhythmusstörungen, akute gastrointestinale Blutungen, die akute Pankreatitis.

Apparative Ausstattung und Untersuchungen

  • 12 moderne Beatmungsplätze mit Geräten für die invasive und nichtinvasive Beatmung (Dräger / Maquet / GE Engström)
  • 2 Blutgasanalysegeräte
  • Elektronisches Patientendokumentationssystem (Dräger ICM)
  • Infinity® Delta-Monitoranlage mit EKG, Sauerstoffsättigung, invasiver und nicht invasiver Blutdruckmessung sowie mit Möglichkeit der Anzeige und Aufzeichnung weiterer Monitoring Systeme
  • Dilatative Tracheotomie (Blue Rhino)
  • Extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO)
  • Pumpenlose und pumpengetriebene extrakorporale Lungenunterstützung (iLA®, iLA activve®)
  • High-Frequency-Oszillationsventilation (HFOV)
  • NO Beatmung
  • Inhalative Sedierung (AnaConDa® Sedierungssystem)
  • OptiflowT Sauerstoffinsufflation
  • Kontinuierliche veno-venöse Hämofiltration, Hämodialyse und Citratdialyse (CVVH, CVVHD, Ci-Ca)
  • Intermittierende Genius-Dialyse (SLED)
  • Leberentgiftungsverfahren (MARS)
  • Neurophysiologische Untersuchungen (EEG, SEP, AEP)
  • Intrakranielle Druckmessung (ICP-Messung)
  • Externe Liquor- und Ventrikeldrainagen (EVD)
  • Plasmapherese
  • Sonographie/Dopplersonographie
  • Transthorakale und transösophageale Echokardiographie
  • Pulmonalarterienkatheter/Rechtsherzkatheter
  • Transpulmonale Thermodilution und Pulskonturanalyse
  • Transportwageneinheit mit Transport- und Notfallbeatmungsgerät
  • Videobronchoskopieeinheit
  • Kühlsystem ThermoGard XP

Pflegerische Schwerpunkte

Die Pflege auf einer Intensivstation bedeutet in erster Linie die kontinuierliche Überwachung und Versorgung von vital bedrohten Patienten über einen Zeitraum von 24 Stunden. Hierbei liegt der Fokus des Behandlungsteams nicht einzig auf der engmaschigen Kontrolle der physiologischen Funktionen, sondern auch psychosoziale Probleme finden ihre Berücksichtigung im Pflegeprozess:

  • Teamorientierte Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Dienst
  • Arbeiten nach etablierten Pflegestandards
  • Kontinuierliche Überwachung von Kreislauf, Respiration, Bewusstsein, Schmerzen, Motorik und Sensibilität
  • Elektronisch unterstützte Dokumentation und Planung der Pflegemaßnahmen
  • Pflegerische Grundversorgung und Intensivpflege unter Beachtung der Patientenressourcen
  • Überwachung und Fortführung der Beatmungs- und Weaningtherapie mit dem Ziel der frühzeitigen Extubation
  • Atemunterstützende Behandlung und Prophylaxe (Atemtherapie und spezielle Lagerungstechniken)
  • Überwachung und Stabilisierung der Hämodynamik mittels kreislaufwirksamer Medikamente
  • Assistierende Behandlungspflege bei minimal und maximal invasiven Eingriffen
  • Überwachung der neuroprotektiven Therapie bei Schockpatienten um die hirnorganischen Funktionen optimal zu schützen (therapeutische Hypothermie)
  • Enge Zusammenarbeit zwischen Physiotherapeuten und Pflegepersonal
  • Überwachung des Ernährungskonzeptes bei Intensivpatienten
  • Notfallbereitschaft und Reanimation nach aktuellen Richtlinien (ERC)
  • Spezielle Pflege und Überwachung bei ECMO, iLA actiVVe, iLA und MARS
  • Spezielle Physiotherapie der Lunge
  • Betreuung und Dokumentation/Bilanzierung bei Dialysebehandlung
  • Einsatz spezieller pflegerischer Konzepte: Bobath, Kinästhetik, Basale Stimulation
  • Professionelle Einbindung der Angehörigen in die Pflege, ggf. unter Hinzuziehung vom psychologischen und seelsorgerischen Dienst
  • Gemeinsame Mitarbeiterbesprechungen mit dem ärztlichen Team
  • Trauerbegleitung und Pflege von sterbenden Patienten

  • Information
    Besuchszeiten

    Mo - Fr: 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr

    Sa und So: 15:00 Uhr bis 20:00 Uhr

  • Telefon
    Telefon

    Telefon: +49 (0) 40 7410 - 20231

    Telefax: +49 (0) 40 7410 - 40038