Psychotherapeutische Ambulanz für HIV, AIDS und Angehörige

Leitung

Angebot

Die Spezialambulanz zur psychotherapeutischen Mitbehandlung von HIV-Infizierten und AIDS-Erkrankten und ihrer Angehörigen ist ein spezialisiertes psychologisches Beratungs- und Behandlungsangebot. Patienten mit HIV-Infektion und AIDS erhalten Behandlung, Hilfe und Unterstützung bei schwerwiegenden und komplexen Problemen.Es werden psychologische Einzel- und Paar-Beratungen und psychotherapeutische Einzel- und
Paarbehandlung angeboten. Sie finden in enger Zusammenarbeit mit stationären und ambulanten medizinischen Behandlungsstellen und mit den Einrichtungen zur psychosozialen Versorgung HIV-Infizierter statt.Aufgrund langjähriger Erfahrung in der psychotherapeutischen Mitversorgung HIV-Infizierter und
AIDS-Kranker können in der Ambulanz Patienten mit speziellen Problemen mit der Compliance zur medikamentösen HIV-Therapie behandelt werden. Auch Patienten und Angehörige mit problematischem soziokulturellem Hintergrund finden Beratung und Mitbehandlungsmöglichkeiten.

  • Die Ambulanz besteht seit 1995.
  • Pro Jahr finden etwa 600 Einzel- bzw. Paarkontakte statt.
  • Die Patienten werden zumeist von niedergelassenen HIV-Schwerpunktärzten oder speziellen HIV-Betreuungseinrichtungen überwiesen.
  • Sie sind meist akut und hochgradig psychisch belastet, müssen über das von anderen Institutionen des Versorgungssystems zu leistende Maß hinaus versorgt und zumeist längerfristig einzelpsychotherapeutisch behandelt werden.

Neben dem ambulanten Behandlungsangebot besteht eine Liaison-konsiliarische psychotherapeutische Mitbetreuung von HIV-infizierten stationären Patienten der Bernhardt-Nocht-Klinik am UKE. Hierdurch können Patienten, die ihre HIV-Diagnose erst im Rahmen
einer schweren opportunistischen Erkrankung zusammen mit einer AIDS-Diagnose erfahren, frühzeitig aufgefangen, über die zur Verfügung stehenden Hilfsangebote und -möglichkeiten beraten sowie gegebenenfalls ambulant psychotherapeutisch weiterbehandelt werden.Die Spezialambulanz arbeitet mit weiteren Partnern zusammen. Wenn die Patienten zusätzlich zu ihrer Erkrankung auch noch schwerwiegende soziale Probleme haben, zum Beispiel mit dem Versorgungsnetzwerk „Hamburg Leuchtfeuer“ oder mit Mitarbeitern der Aids-Seelsorge der Evangelischen Landeskirche.