Zahnmedizin am UKE

Jedes Jahr starten am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) zum Wintersemester rund 65 Studienanfänger:innen ihr Zahnmedizinstudium und damit ihren Weg zum Beruf der Zahnärztin oder des Zahnarztes.

Seit dem Wintersemester 2019/20 bietet die Medizinische Fakultät der Universität Hamburg ausschließlich den Modellstudiengang Zahnmedizin iMED DENT an. Die Teilnahme ist freiwillig und muss bei der Immatrikulation bestätigt werden. Studierende, die nicht am Modellstudiengang teilnehmen möchten, müssen sich über das bundesweite Vergabeverfahren der "Stiftung für Hochschulzulassung" für einen Regelstudiengang an einer anderen Universität bewerben.

Unsere universitären Auswahlverfahren sorgen dafür, dass Studierende und Universität gut zusammenpassen - sowohl in Bezug auf unsere Lehr- und Forschungsmöglichkeiten als auch auf die Anforderungen an Sie als Studierende und zukünftige Zahnärzt:innen.

  • Das zahnärztliche Aufgabengebiet hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt: Während früher die Behandlung und der Ersatz von Zähnen im Vordergrund standen, beschäftigt sich die moderne Zahnmedizin mit der Gesundung und Gesunderhaltung des gesamten orofazialen Systems. Dazu gehören neben den Zähnen der Zahnhalteapparat, die Kiefer, die Muskulatur und Weichgewebe der Mundhöhle sowie das Kiefergelenk - daher spricht man richtigerweise heute von Zahn-, Mund und Kieferheilkunde.

    Zähne werden nach wie vor bei Bedarf mit Füllungen versehen oder verlorene Zähne ersetzt. Moderne Materialien und Methoden stehen zur Auswahl, so können zum Beispiel oft Implantate anstelle von Brücken Zahnlücken schließen. Nicht erhaltungswürdige Zähne werden extrahiert, entzündete Wurzelspitzen entfernt.

    Ein Schwerpunkt der Zahnmedizin liegt zudem in der Prävention. Bereits im Kindesalter beginnt die Aufklärung über Mund- und Zahnpflege. Professionelle Reinigung und sorgfältige Beratung durch die Zahnärztin bzw. den Zahnarzt können Erkrankungen der Zähne und des Zahnhalteapparates oft verhindern.

    Auch die Behandlung von Fehlstellungen der Zähne und Kiefer fällt in das zahnärztliche Aufgabengebiet. Diese Fehlstellungen treten in der Regel schon im Kindesalter auf. Neben ästhetischen Gesichtspunkten ist meist auch die Funktion im orofazialen Bereich beeinträchtigt. Spezialisierte Kieferorthopäd:innen können hier durch gezielte Behandlung Abhilfe schaffen.

    Die Zahnmedizin ist eng in die Medizin integriert: Viele Allgemeinerkrankungen manifestieren sich zunächst in der Mundhöhle, so kann z. B. ein Diabetes mellitus oft zuerst durch Veränderungen des Zahnfleisches erkannt werden. Die Mundhöhle kann auch Eintrittspforte für Infektionskrankheiten sein, und Zahnfleischerkrankungen können so schwerwiegend sein, dass sie sich auch auf den Gesamtorganismus auswirken. Zahnärzt:innen übernehmen daher auch wichtige Aufgaben bei der Früherkennung von Erkrankungen, inklusive Tumoren.

    Neben Zahnschmerzen behandelt die moderne Zahnmedizin in Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Fachdisziplinen auch Kopf- und Gesichtsschmerzen. Die zahnmedizinische Ursachenforschung und Therapie bezieht dabei sowohl Erkrankungen der Zähne und des Zahnhalteapparates als auch des Kiefergelenks und der Muskulatur mit ein.

    Der Großteil der Zahnärzt:innen in Deutschland ist in eigener Praxis niedergelassen. Daneben arbeiten sie an Universitätskliniken, Krankenhäusern, bei der Bundeswehr, im öffentlichen Gesundheitswesen oder in Forschung und Entwicklung in der Industrie.

  • Bewerber:innen sollten:

    • Allgemeine Hochschulreife oder eine gleichwertige Qualifikation besitzen
    • handwerkliches Geschick mitbringen
    • soziale Kompetenz im Umgang mit Menschen zeigen
    • idealerweise Lateinkenntnisse für medizinische Fachbegriffe haben
    • gute Englischkenntnisse besitzen (ein Teil der Fachliteratur ist englischsprachig)
    • Vorkenntnisse in den naturwissenschaftlichen Fächern Biologie, Chemie und Physik mitbringen.