Speiseröhrenkrebs

Alternative Bezeichnungen:

Bösartige Neubildung des Ösophagus


Ösophaguskarzinom

  • Kurzdefinition
  • Diagnostik
  • Behandlung
  • Studien
  • Kontakt
  • Kliniken
  • Kurzdefinition

    Die Speiseröhre ist ein flexibler Muskelschlauch, der den Mund und den Mageneingang miteinander verbindet. Dieser Schlauch ist mit einer Schleimhaut, die zum Teil aus Drüsenzellen besteht, ausgekleidet. Dies erleichtert den Transport der Nahrung. Generell ist der Speiseröhrenkrebs eine seltene Erkrankung in Deutschland. Es kann zwischen zwei verschiedenen Krebsarten, dem Adeno- und dem Plattenepithelkarzinom, unterschieden werden. Das Plattenepithelkarzinom tritt häufiger auf als das Adenokarzinom und geht aus den Deckzellen der Schleimhaut hervor. Klassischer Weise ist diese Krebsart im mittleren und unteren Drittel lokalisiert. Sie kann jedoch auch in allen anderen Lokalisationen der Speiseröhre vorkommen. Das Adenokarzinom ist seltener und geht aus den Drüsenzellen im unteren Anteil der Speiseröhre in der Nähe des Mageneingangs hervor. Als Risikofaktoren für die Entstehung von Speiseröhrenkrebs gelten Rauchen, Alkoholkonsum, Sodbrennen und Übergewicht.

  • Diagnostik

    Klassische Maßnahmen zur Früherkennung gibt es bisher nicht. Nach ausführlicher Anamnese und klinischer Untersuchung wird bei einem entsprechenden Risikoprofil eine Spiegelung der Speiseröhre und des Magens durchgeführt. Sollte hierbei ein Speiseröhrenkrebs entdeckt werden kann auch gleich eine Probeentnahme zur Sicherung der Diagnose sowie eine innerer Ultraschall zur Bestimmung der lokalen Ausdehnung des Tumors durchgeführt werden. Zur weiteren Planung sowie zur Beurteilung ob bereits Fernmetastasen vorliegen ist eine Bildgebung (CT oder MRT) vom Brustkorb sowie vom Bauchraum notwendig.

  • Behandlung

    Generell sollte die Behandlung aufgrund der Seltenheit der Ekrankung und der Möglichkeit der Kombination von verschiedenen therapeutischen Verfahren an einem Zentrum mit ausreichender Erfahrung durchgeführt werden. Jeder Fall wird in einem interdisziplinären Tumorboard besprochen und eine angepasste individuelle Therapie festgelegt. Kleinere und oberflächliche Tumore können zum Teil endoskopisch, das heißt ohne Hautschnitt über den Mund, entfernt werden. Bei den meisten Patienten ist der Tumor jedoch schon weiter fortgeschritten, so dass ggf. eine Chemo- und/oder Strahlentherapie mit anschließender Operation oder gleich eine Operation notwendig ist. In der Operation muss der Brustkorb und der Bauchraum über jeweils einen Hautschnitt (Thorakotomie bzw. Laparotomie) eröffnet werden, um eine sichere Entfernung des Tumors und eine anschließende Wiederherstellung der Nahrungspassage, mit einem Magenschlauch oder einem Darminterponat, zu gewährleisten. Diese Operation ist in Einzelfällen auch minimal-invasiv in der Schlüssellochtechnik (Brust- und Bauchspiegelung) möglich. Nach der Operation erfolgt eine weitere Besprechung der klinischen, histopathologischen und molekularbiologischen Ergebnisse im interdisziplinären Tumorboard um ggf. eine weitere individuelle medikamentöse Therapie zu initiieren.

  • Studien

    Derzeit liegen hierzu keine Angaben vor.

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