Herztransplantation im Kindesalter

Die Herztransplantation hat im Kindesalter in den letzten Jahren einen deutlichen Wandel erfahren. Blieb in den Pionierjahren diese Therapieform nur einzelnen Kindern und Jugendlichen mit schwerster Herzinsuffizienz vorbehalten, so hat sich die Organersatztherapie nun mehr doch bis in das Säuglingsalter etabliert. Kinder mit Kardiomyopathien, aber auch Kinder mit terminalem Herzversagen nach Herzoperationen im Rahmen der Behandlung von angeborenen Herzfehlern können heutzutage auf diese Weise therapiert werden. Aufgrund einer verbesserten intensivmedizinischen Behandlung vor der Herztransplantation werden diese Kinder in einem stabilieren klinischen Zustand zur Transplantation gebracht.

Hier sei auf die Implantation von mechanischen Kreislaufunterstützungssystemen wie VADs ("Berlin Heart") oder auch EMCO hingewiesen. Während sich die chirurgische Therpaie, d. h. die Technik der Transplantation nicht geändert hat, sind in den letzten Jahren neue immunsuppressive Medikamente entwickelt worden. Hier zeigte sich, dass eine fast schon maßgeschneiderte Immunsuppression erfolgen kann, welche versucht, die Gratwanderung zwischen suffizienter Immunsuppressiva-Therapie einerseits und Minimierung medikamentenassoziierter Nebenwirkungen andererseits zu gehen.

Alle diese Maßnahmen haben dazu geführt, dass die 5-Jahresüberlebensrate nach Herztransplantation im Kindesalter nunmehr bei über 85 % liegt. Somit werden Kinder nach Herztransplantation wesentlich älter. Neben dem Focus auf das reine Überleben durch Implantation eines neuen Organs verschiebt sich nunmehr das Hauptgewicht in der Langzeit-Betreuung dieser Patienten auf die Erhaltung der Lebensqualität. Für alle Aspekte der medizinischen und psychosozialen Betreuung finden Sie bei uns ein kompetentes Team.

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