Lebendspende

Leber-Lebendspende

Alternativ zu einem verstorbenen Menschen kann eine erwachsene gesunde Person einen Teil ihrer Leber spenden.

Aufgrund der hohen Regenerationsfähigkeit der Leber, also der Fähigkeit der Leber, sich zu erneuern, wächst die Leber sowohl beim Spender wie auch beim Empfänger innerhalb weniger Wochen nach der Operation wieder auf ihre ursprüngliche Größe zurück.

Vorteile der Lebendspende

  • Der Zeitpunkt der Transplantation kann individuell festgelegt werden.
  • Die Qualität des Organs ist in der Regel besser.
  • Nachteile der Lebendspende
  • Es besteht ein Operationsrisiko für den Spender.
  • Die Leber des Spenders muss groß genug sein.

  • Wer als Spender in Frage kommt

    Alle erwachsenen, gesunden Personen, die dem Empfänger emotional sehr nahe stehen und bereit sind, das Operationsrisiko auf sich zu nehmen.

    Diesen Fragebogen können Sie gerne ausfüllen und uns zusenden, um zu prüfen, ob Sie als Spender möglicherweise in Frage kommen könnten.

  • Voraussetzungen für die Leber-Lebendspende

    • Emotionale Verbundenheit zum Empfänger
    • Möglichst passende Blutgruppe
    • Alter des Spenders: 18 Jahre bis ca. 60 Jahre
    • Keine wesentlichen chronischen Erkrankungen
    • Bereitschaft auf Verzicht von Nikotin, Alkohol und Antibabypille für ca. vier Monate
    • Keine vorangegangene Thrombose oder Lungenembolie
    • Kein deutliches Übergewicht
    • Kein finanzieller Vorteil durch die Spende

  • Wie man genauere Informationen erhält

    Um sich über die Möglichkeit einer Leberlebendspende zu informieren, sollten Sie einen Termin bei uns in der Transplantationsambulanz (Sprechstunde ) vereinbaren.

    Sinnvoll ist aber auch vorab ein telefonischer Beratungsgespräch mit unserer spezialisierten Spendenkoordinatorin, Frau Wannoff unter +49 (0) 40 7410 - 58555 anrufen (Link und Foto)

  • Welche Voruntersuchungen beim Spender notwendig sind

    Vor einer möglichen Leber-Lebendspende erfolgen ausführliche Voruntersuchungen, um sicher zu sein, dass die Spenderin bzw. der Spender gesund ist und kein erhöhtes Operationsrisiko aufweist.

    Außerdem muss festgestellt werden, ob die Leber von Größe und Verlauf von Gefäßen und Gallengängen geeignet ist.

    Des Weiteren wird die enge emotionale Verbundenheit sowie Freiwilligkeit der Lebendspende in psychologischen Gesprächen sowie durch die Ethik-Kommission geprüft. Alle Untersuchungen erfolgen ambulant.

    Hier die Liste der notwendigen Voruntersuchungen:

    • Erhebung der Krankengeschichte und körperliche Untersuchung
    • Blut- und Urinuntersuchung
    • Computertomografie der Leber mit Kontrastmittel
    • Lungenfunktionsprüfung, Röntgen der Lunge
    • Vorstellung beim Herzspezialisten mit EKG und Herz-Ultraschall
    • Durchführung aller, dem Alter entsprechend empfohlenen Krebsvorsorgeuntersuchungen
    • Vorstellung beim Psychologen, Narkosearzt, Operateur und Ethikkommission

  • Leber
    Die Leber

    Wie die Spenderoperation erfolgt

    Die Leber besteht aus insgesamt acht Lebersegmenten. Bei der Spende für ein Kind wird in der Regel das Lebersegment II und III transplantiert. Dies ist der sogenannte linkslaterale Leberlappen.

    Bei der Spende für einen Erwachsenen werden dagegen in der Regel der gesamte rechte Leberlappen, das sind die Segmente V bis VIII, transplantiert. Der gesamte linke Leberlappen verbleibt beim Spender. Dieses ist eine wesentlich größere Operation als die Spende des linkslateralen Leberlappens für ein Kind.

    Vor der geplanten Leber-Lebendspende werden Empfänger und Spender ausführlich über das Operationsrisiko informiert. Ausführliche Informationen hierzu finden Sie auf unserem Aufklärungs- und Einverständnisbogen .

  • Wie es nach der Leber-Lebendspende weitergeht

    Der Krankenhausaufenthalt nach der Operation dauert in der Regel 7 bis 14 Tage. Anschließend kann der Leberspender eine zwei- bis dreiwöchige Kur antreten. Mit einer Arbeitsunfähigkeit ist je nach Art der Berufstätigkeit für vier bis sechs Wochen zu rechnen.

    Die Leber wächst innerhalb von wenigen Wochen wieder auf ihre ursprüngliche Größe zurück. Dennoch sind jährliche Nachuntersuchungen unbedingt notwendig, die in unserer Transplantations-Ambulanz durchgeführt werden sollten.

Verantwortlich für den Inhalt
Autorin: Prof. Dr. med. Martina Sterneck
Erstellung: 07.07.2015
Letzte Änderung: 07.07.2015

Nieren-Lebendspende

Alternativ zu einem verstorbenen Patienten kann ein erwachsener gesunder Mensch eine Niere spenden.

Vorteile der Lebendspende

  • Der Zeitpunkt der Transplantation kann individuell festgelegt werden.
  • Die Qualität des Organs ist in der Regel besser.

Nachteile der Lebendspende

  • Es besteht ein Operationsrisiko für den Spender.
  • Der Empfänger erhält nur eine Niere.

  • Wer als Spender in Frage kommt ?

    Alle erwachsenen, gesunden Personen, die dem Empfänger emotional sehr nahe stehen und bereit sind, dass Operationsrisiko auf sich zu nehmen.

  • Voraussetzungen für die Lebendspende:

    • Emotionale Verbundenheit zum Empfänger
    • Möglichst passende Blutgruppe
    • Alter des Spenders: 18 Jahre bis ca. 60 Jahre
    • Keine wesentlichen chronischen Erkrankungen
    • Bereitschaft auf Verzicht von Nikotin, Alkohol und Antibabypille für ca. vier Monate
    • Keine vorangegangene Thrombose oder Lungenembolie
    • Kein deutliches Übergewicht
    • Kein finanzieller Vorteil durch die Spende

  • Wie man genauere Informationen erhält

    Um sich über die Möglichkeit einer Nierenebendspende zu informieren, sollten Sie einen Termin bei uns in der Transplantationsambulanz vereinbaren.

    Sinnvoll ist aber auch vorab ein telefonisches Beratungsgespräch mit unserer spezialisierten Lebendspendekoordinatorin, Frau Wannoff unter +49 (0) 40 7410 - 58555

  • Welche Voruntersuchungen beim Spende notwendig sind ?

    Vor einer möglichen Nieren-Lebendspende erfolgen ausführliche Voruntersuchungen, um sicher zu sein, dass der Spender gesund und kein erhöhtes Operationsrisiko aufweist.

    Des Weiteren wird die enge emotionale Verbundenheit sowie Freiwilligkeit der Lebendspende in psychologischen Gesprächen sowie durch die Ethik-Kommission geprüft. Alle Untersuchungen erfolgen ambulant.

  • Wie die Spenderoperation erfolgt:

    Die Spenderniere wird retroperitoneoskopisch entnommen. Unseren ausführlichen Aufklärungs- und Einverständnisbogen finden Sie hier.

  • Wie es nach der Nieren-Lebendspende weitergeht

    Der Krankenhausaufenthalt nach der Operation dauert in der Regel einen bis fünf Tage. Anschließend kann der Nierenspender eine zwei- bis dreiwöchige Kur antreten. Mit einer Arbeitsunfähigkeit ist je nach Art Berufstätigkeit für vier bis sechs Wochen zu rechnen.

    Es sind jährliche Nachuntersuchungen unbedingt notwendig, die in unserer Transplantationsambulanz durchgeführt werden sollten.

Verantwortlich für den Inhalt
Autor: Prof. Dr. F. Thaiss und Dr. S. Scheidat
Erstellung: 07.07.2015
Letzte Änderung: 07.07.2015