Das Institut ist eine der führenden Europäischen Einrichtungen im Bereich empirischer Sexualforschung. Klinische Forscher und Forscherinnen (ÄrztInnen, PsychologInnen) und ihre nicht-klinischen Kollegen und Kolleginnen (SoziologInnen, PädagogInnen, KriminologInnen, HistorikerInnen) arbeiten hierzu wissenschaftlich eng zusammen. Der interdisziplinäre Dialog ist unsere Stärke und tägliche Herausforderung zugleich. Ein Hauptaugenmerk liegt auf Aspekten der Versorgungsforschung: Das Institut ist Mitglied des Center for Health Care Research (CHCR) im UKE. Weitere Schwerpunkte sind die sozialwissenschaftliche Sexualforschung, Forschung zu sexualforensischen Fragestellungen sowie Grundlagenforschung.

  • Versorgungsforschung
  • Versorgungsforschung
    Besprechung
    Klinische und Versorgungsforschung

    Studien zur klinischen Versorgung und Behandlungszufriedenheit führen wir zu einer Reihe verschiedener Themenfelder durch. Zu diesen Themen gehören:

    • Transgender: Menschen, bei denen das bei der Geburt zugewiesene Geschlecht nicht seiner geschlechtlichen Selbstwahrnehmung entspricht. In diesem Zusammenhang ist das Institut u.a. am Network for the Investigation of Gender Incongruence (ENIGI) beteiligt;
    • Intergeschlechtlichkeit: eine Vielzahl angeborener Erscheinungsformen, bei denen die körperliche Geschlechtsentwicklung nicht "typisch weiblich" und auch nicht "typisch männlich" verläuft. Hier stehen derzeit Fragen nach Beratungs- und Behandlungsbedarfen im Vordergrund.
    • Sexuelle Funktionsstörungen bei Männern und Frauen: In diesem Zusammenhang sind wir derzeit u.a. an der großangelegten Hamburg City Health Studie ( HCH ) beteiligt.

  • Fragebögen
    Sozialwissenschaftliche Sexualforschung

    Das Institut führt seit vielen Jahren sozialwissenschaftliche und sozialhistorische Untersuchungen zum gesellschaftlichen Wandel der Sexualität durch, etwa die seit 1966 regelmäßig wiederholte quantitative Studie „Studentische Sexualität im Wandel“ (DFG). Weitere Schwerpunkte in diesem Bereich sind qualitative Interviewstudien zu Jugendsexualität, Jugendschwangerschaften, Online-Sexualität u.ä.

    An der Grenze zur sexualforensischen Forschung steht die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Juniorprofessur für Sexualwissenschaft und präventive Internetforschung, die u.a. die Bedeutung Digitaler Medien für sexuelle Grenzverletzungen untersucht.

  • Akten
    Sexualforensische Forschung

    Im Bereich der forensischen Forschung stehen Studien im Vordergrund, die sich mit der Entstehung, dem Verlauf und der Prävention von sexueller Delinquenz und Gewalt befassen. Darüber hinaus wird die Zuverlässigkeit von Prognosen bei Sexualstraftätern untersucht. Eine herausgehobene Bedeutung in der sexualforensischen Forschung hat die Frage nach der Wirksamkeit von Therapien.

  • Eyetracker
    Eyetracking

    Im Bereich der Grundlagenforschung werden einerseits neuroendokrinologische Experimentalstudien durchgeführt, die sich beispielweise damit befassen, welche Botenstoffe in Zusammenhang mit Sexualität eine Rolle im menschlichen Körper spielen.

    Darüber hinaus führen wir in unserem Labor sozialpsychologische Experimentalstudien durch, die sich u.a. mit Prozessen der Alters- und Geschlechtszuschreibung und Geschlechtsrollenstereotypen befassen. Genutzt werden in diesem Zusammenhang u.a. die Methode des Eyetracking und Mousetracking.