Stiftungsprofessur für Versorgungsforschung

  • Beschreibung
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    Die Versorgungsforschung hat während der vergangenen zehn Jahre in Deutschland eine zunehmende Bedeutung erlangt. Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf gehört in diesem Forschungsbereich deutschlandweit zu den führenden Einrichtungen.

    Es bestehen am UKE seit über 10 Jahren intensive Aktivitäten im Bereich der Versorgungsforschung, die Versorgungsforschung ist mit ihrem „Center for Health Care Research (chcr) “ eines der fünf disziplinübergreifenden Forschungscenter des UKE.

    Einen weiteren Forschungsschwerpunkt bildet das Universitäre Cancer Center Hamburg (UCCH) , welches seit 2009 zu den Spitzenzentren der Krebsmedizin in Deutschland
    gehört.

    Die Damp-Stiftung ( www.damp-stiftung.de ) finanziert im Institut und der Poliklinik für Medizinische Psychologie am UKE für fünf Jahre einen Lehrstuhl für Klinische Versorgungsforschung.

    Inhaber des im Oktober 2013 eingerichteten Lehrstuhls ist Prof. Dr. Holger Schulz. Mit der Etablierung dieses Lehrstuhls soll sowohl eine forschungsmethodische als auch klinische Brücke zwischen dem Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) und dem UKE Center for Health Care Research (chcr) sowie weiteren Institutionen in der Medizinischen Fakultät geschaffen und hochwertige versorgungswissenschaftliche Forschung in den Bereichen Onkologie und psychische Erkrankungen stimuliert werden.

    Der Bereich der onkologischen Erkrankungen wird von Dr. Christiane Bleich, der Bereich der psychischen Erkrankungen von Dipl.-Psych. Jana Volkert vertreten.Relevante Themen in beiden Bereichen sind die Unterversorgung von wichtigen Teilgruppen der Bevölkerung, wie vor allem sozial Benachteiligte, ältere Menschen und Personen mit Migrationshintergrund, Brüche in der Behandlungskette sowie die Aufdeckung von Qualitätsproblemen in der Versorgung wichtige Themen.

    Mittelfristiges Ziel ist einerseits die Erarbeitung von Vorschlägen zur Qualitätsverbesserung sowie andererseits die Entwicklung und wissenschaftliche Überprüfung von innovativen Versorgungsformen.

    • Teilprojekt “Predictors and outcomes of adequate health care services use” im Rahmen der Hamburg City Health Study (01/2015 – 12/2017).
    • Internetbasierte ambulante psychosoziale Nachsorge nach stationärer onkologischer Rehabilitation: Prozess- und Ergebnisqualität eines E-Mental-Health-Moduls (Bundesminsterium für Bildung und Forschung, Deutsche Rentenversicherung, 01/2008 – 10/2012)
    • Internetbasierte ambulante psychosoziale Nachsorge nach stationärer onkologischer Akut-Behandlung: Umsetzbarkeit, Akzeptanz und Ergebnisqualität eines E-Mental-Health-Moduls für Patienten mit Prostatakrebserkrankung in Hamburg (Hamburger Krebsgesellschaft, 04/2012 – 04/2014)

  • Ausgewählte Publikationen

    • Andreas, S., Rabung, S., Mestel, R., Koch, U., Hausberg, M. & Schulz, H. (2011). Psychometric evaluation of an extended version of the HoNOS („Health of the Nation Outcome Scales“): Does the revised item 8 on other mental and behavioral problems work better? Psychopathology, 44, 261-271.
    • Dirmaier, J., Steinmann, M., Krattenmacher, T., Watzke, B., Barghaan, D., Koch, U. & Schulz, H. (2012). Nonpharmacological treatment of depressive disorders: a review of evidence-based treatment options. Reviews on Recent Clinical Trials, 7, 141-149.
    • Dirmaier, J., Watzke, B., Koch, U., Schulz, H., Lehnert, H., Pieper, L. & Wittchen, H. (2010). Diabetes in primary care: Prospective associations between depression, nonadherence and glycemic control. Psychotherapy and Psychosomatics, 79, 172-178.
    • Watzke, B., Rueddel, H., Juergensen, R., Koch, U., Kriston, L., Grothgar, B. & Schulz, H. (2010). Effectiveness of a systematic treatment selection for psychodynamic or cognitive-behavioral psychotherapy. British Journal of Psychiatry, 196, 96-105.

    • Illing, D. (2013). Prädiktoren der Teilnahme an einem Chatprogramm der internetbasierten Nachsorge bei Patienten mit Mamma-, Prostata- und gastrointestinalen Karzinomen. Doktorarbeit, Universität Hamburg, Fachbereich Medizin.
    • Giebel, A. (2013). Subjektiver Bedarf an psychosozialer Nachsorge bei Brustkrebspatientinnen nach stationärer onkologischer Rehabilitation, Doktorarbeit, Universität Hamburg, Fachbereich Medizin