key visual_wahnnsinn aus heimweh

Eine theatrale Projektinstallation im Medizinhistorischen Museum

Wahnsinn aus Heimweh 1910: Amerika-Rückwanderer in der Anstalt Friedrichsberg. Eine Dokufiktion

Vorstellungen im Medizinhistorischen Museum am

30.11., 20 Uhr (Premiere)
01.12., 20 Uhr
02.12., 20 Uhr
07.12., 20 Uhr
08.12., 20 Uhr
09.12., 20 Uhr

„Gebt mir Eure Müden, Eure Armen, Eure geknechteten Massen“ lautet seit 1886 der Ruf der amerikanische Freiheitsstatue. Als ihm auch zwischen 1900 und 1914 Tausende Auswanderer folgen, kommen aber nicht alle an ihr vorbei – die Immigrationsbehörde verhindert an der US-amerikanischen Grenze die Einreise Hunderter Glückssuchender; einige von ihnen mit der Begründung, „geisteskrank“ zu sein. Die Schifffahrtsgesellschaften bringen diese Abgewiesenen zurück – ihr Weg führt sie zunächst nach Hamburg, in die ehemalige „Irrenanstalt“ Friedrichsberg. Aus verschiedensten Gründen landen sie hier: Ignatz, der die Armut Galiziens hinter sich lassen wollte. Katharina, die mit ihrem unehelichen Kind in der moralischen Enge des Kaiserreichs keinen Platz fand. Sure, die vor antisemitischen Pogromen aus Russland geflohen war. Karl, der aus hoffnungsloser Liebe zu einem amerikanischen Fräulein beinahe Selbstmord beging. Die Schicksale dieser unfreiwilligen „Rückwanderer“ wurden in Krankenakten festgehalten, die im Archiv des Universitätsklinikums Hamburg lagern. Darauf basierend macht sich ein Team Theaterschaffender an eine dokufiktionale Inszenierung im Medizinhistorischen Museum: Kunst, Geschichte und Wissenschaft gehen Hand in Hand, um dieses Konvolut unerzählter Migrations-, Psychiatrie- und Stadtgeschichte auf die Bühne zu bringen und um von denen zu erzählen, für die Hamburg kein Tor ZUR Welt war, sondern ein Warteraum auf dem Weg zurück in eine Heimat, die sie nicht mehr wollte.

Mit:
Pablo Konrad y Ruopp
Paul-Louis Lelièvre
Benjamin-Lew Klon
Alina Manoukian
Milena Straube
Lisa Tschanz

Regie: Anton Krause & Cora Sachs
Text, Recherche & Projektleitung: Anne Rietschel
Kostüm: Louise Tresvaux du Fraval
Raum: Ute Radler
Puppen- und Maskenbau: Cora Sachs
Sound: Nourdin Ghanem
Licht: Sabrina Münzberg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Ulrike Steffel
Grafik: Kevin Visdeloup
Wissenschaftliche Beratung: Dr. Stefan Wulf

Gefördert durch den Elbkulturfonds der Behörde für Kultur und Medien Hamburg & die Claussen-Simon-Stiftung. In Kooperation mit dem Medizinhistorischen Museum Hamburg und dem monsun.theater. Supported by Probebühne im Gängeviertel.

Tickets
erhalten Sie im Vorverkauf über das monsun.theater.

Weitere Informationen / Tickets hier:
www.wahnsinnausheimweh.de
www.monsuntheater.de

Kontakt und Anfragen zum Stück: info@wahnsinnausheimweh.de

EXTRA: Am 25.11. um 19 Uhr findet im monsun.theater (Friedensallee 20, 22765 Hamburg) eine Preview mit ersten Auszügen aus dem Stück statt. Infos dazu: www.monsuntheater.de