13.12.2016        AKTUELLES

Landesforschungsförderung: Behörde unterstützt zwei UKE-Projekte mit mehr als 3,4 Millionen Euro

Zwei neue Forschungsvorhaben des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) sind heute mit einer Landesforschungsförderung ausgezeichnet worden. Mit der „Anschubförderung kooperativer Forschungsverbünde“ unterstützt die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung zwei Projekte aus den Bereichen Infektiologie und Immunologie. Die Förderung beläuft sich in den kommenden drei Jahren auf rund 3,4 Millionen Euro. Darüber hinaus ging der Zuschlag an sechs weitere Projekte Hamburger Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

„Wir freuen uns über das entgegengebrachte Vertrauen in den Forschungsstandort UKE und die Unterstützung der Landesbehörde, die mit ihrer Anschubförderung die erfolgreiche Forschung im UKE mit ermöglicht“, sagt Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus, Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstandsmitglied des UKE. „Besonders freuen wir uns selbstverständlich mit unseren beiden Preisträgern und gratulieren allen beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem UKE zu dieser herausragenden Auszeichnung.“

Projekt 1: EPILOG (Epigenetische Langzeitfolgen viraler und bakterieller Infektionen)

Das Forschungsvorhaben „EPILOG“ unter Leitung von Prof. Dr. Nicole Fischer, Institut für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene des UKE, wird von der Wissenschaftsbehörde mit 1,74 Millionen Euro gefördert. Der Forschungsverbund, zu dem mehrere Arbeitsgruppen des UKE sowie das Heinrich-Pette-Institut (HPI) und das Biozentrum Klein Flottbek der Universität Hamburg gehören, wird durch Infektionserreger ausgelöste strukturelle Veränderungen der zellulären Erbmasse untersuchen. Ziel ist es, Infektions-abhängige Veränderungen des Erbguts zu erfassen und zu klären, inwiefern sie auch nach Ablauf der Infektion bestehen bleiben und langfristig die Funktion menschlicher oder pflanzlicher Zellen beeinflussen können.

Projekt 2: Identifizierung von Immunmechanismen bei Erkrankungen mit geschlechtsspezifischen Ursachen

Das Forschungsvorhaben „Identifizierung von Immunmechanismen bei Erkrankungen mit geschlechtsspezifischen Ursachen“ mit einer Fördersumme von rund 1,71 Millionen Euro wird durch den Projektsprecher Prof. Dr. Manuel Friese, Institut für Neuroimmunologie und Multiple Sklerose, geleitet. Die Wissenschaftler wollen verstehen, warum sich Immunantworten von Männern und Frauen unterscheiden und so die Erkrankungswahrscheinlichkeit und den Verlauf von Autoimmunerkrankungen, Infektionen und Tumoren beeinflussen. Das Konsortium aus Wissenschaftlern des UKE, des HPI und des Bernhard Nocht Instituts für Tropenmedizin (BNITM) will Ursachen und Konsequenzen geschlechtsspezifischer Einflüsse untersuchen, um die Regelkreise zu identifizieren, die für Unterschiede zwischen Mann und Frau bei immunbedingten Erkrankungen relevant sind.

Beginn der auf insgesamt dreieinhalb Jahre angelegten Förderung ist das erste Quartal 2017. Ziel ist es, die neuen Forschungsvorhaben inhaltlich und strukturell voranzutreiben und somit die Voraussetzungen dafür zu schaffen, anschließend große Forschungsverbundvorhaben auf überregionaler und internationaler Ebene beantragen zu können.

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