01.06.2026        FORSCHUNG

Deutsch-französisches Graduiertenkolleg unter Leitung des UKE von der DFG bewilligt

Millionenförderung für das UKE

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hat von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ein weiteres Graduiertenkolleg bewilligt bekommen und erhält dafür in den nächsten fünf Jahren eine Förderung von insgesamt rund 5,9 Millionen Euro. Mit dem deutsch-französischen Graduiertenkolleg „Mikrodomänen bei Herzerkrankungen“ soll gemeinsam mit der Université Paris-Saclay die kardiovaskuläre Forschung und Ausbildung vorangetrieben werden.

„Die Förderung des neuen deutsch-französischen Graduiertenkollegs stärkt das UKE als international vernetzten Forschungsstandort und schafft hervorragende Bedingungen für die Ausbildung von Wissenschaftler:innen in frühen Karrierephasen. Junge Forschende erhalten die Möglichkeit, in einem hochaktuellen Themenfeld zu arbeiten, sich standortübergreifend zu vernetzen und von einer engen Verbindung zwischen Forschung und klinischer Anwendung zu profitieren“, sagt Prof. Dr. Blanche Schwappach-Pignataro, Dekanin der Medizinischen Fakultät und UKE-Vorstandsmitglied.

Graduiertenkolleg Microdomains in Cardiac Disease

Mit dem internationalen Graduiertenkolleg (IGK) „Mikrodomänen bei Herzerkrankungen“ soll die internationale Ausbildung von Doktorand:innen auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen gefördert werden. Dabei kooperiert das Hamburg Center for Cardiovascular Research (HCCR) des UKE mit dem Laboratory of Signaling and Cardiovascular Pathophysiology der Université Paris-Saclay (Frankreich). Der zentrale Schwerpunkt der wissenschaftlichen Projekte und des Ausbildungsprogramms des neuen IGK 3215 liegt auf der Erforschung mikrodomänenspezifischer Krankheitsmechanismen und deren Einfluss auf das Fortschreiten kardiovaskulärer Erkrankungen.

Mikrodomänen sind winzige, spezialisierte Bereiche innerhalb von Zellen, die wichtige Signalprozesse steuern. Störungen oder strukturelle Veränderungen in diesen Mikrodomänen werden als Ursache für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Herzinsuffizienz diskutiert. Mit modernen Verfahren sollen krankhafte Veränderungen in diesen Bereichen besser verstanden und neue Therapieansätze entwickelt werden.

„Die deutsch-französische Zusammenarbeit erweitert bestehende Ausbildungsangebote durch Forschungsaufenthalte an den Partneruniversitäten sowie gemeinsame Betreuungskonzepte“, sagt der Sprecher des internationalen Graduiertenkollegs Prof. Dr. Viacheslav Nikolaev, Direktor des Instituts für Experimentelle Herz-Kreislaufforschung des UKE.

DFG fördert Graduiertenkollegs maximal neun Jahre

Graduiertenkollegs sind Einrichtungen der Hochschulen zur Förderung von Forschenden in frühen Karrierephasen, die von der DFG für maximal neun Jahre unterstützt werden. Im Mittelpunkt steht die Qualifizierung von Doktorand:innen im Rahmen eines thematisch fokussierten Forschungsprogramms sowie eines strukturierten Qualifizierungskonzepts. Eine interdisziplinäre Ausrichtung der Graduiertenkollegs ist von der DFG ausdrücklich erwünscht. Ziel ist es, Promovierende auf den komplexen Arbeitsmarkt Wissenschaft vorzubereiten und gleichzeitig ihre frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit zu fördern.


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