30.03.2026        AKTUELLES

Ambulante medizinische Rehabilitation für junge Menschen mit Suchterkrankungen

Neues Modellprojekt im UKE gestartet

Jugendliche und junge Erwachsene mit Suchtproblemen können im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) ab sofort an einer ambulanten Rehabilitation teilnehmen. Sie lernen während der Behandlung, mit ihren Suchtproblemen umzugehen und abstinent zu bleiben. Außerdem wird eine Wiedereingliederung in Schule oder Arbeit und Familie angestrebt. Das Angebot richtet sich an 14- bis 27-Jährige und wird vom Deutschen Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) des UKE sowie der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik des UKE in Kooperation mit der Deutschen Rentenversicherung Nord angeboten.

„Trotz intensiver und oft erfolgreicher Therapien ist die Rückfallquote bei Suchterkrankungen hoch. Wir möchten mit unserem neuen Behandlungsangebot Jugendliche und junge Erwachsene darin unterstützen, ihre Sucht über die Akutbehandlung hinaus dauerhaft zu überwinden. Wir ergründen in der Therapie daher die tieferliegenden Ursachen der Suchterkrankungen und vermitteln Kompetenzen, um Rückfällen nachhaltig vorzubeugen“, sagt Prof. Dr. Rainer Thomasius, Leiter des Modellprojekts im DZSKJ.

Das Angebot richtet sich an junge Menschen, die einen problematischen Substanz- oder Mediengebrauch aufweisen oder im Fall einer Abhängigkeit bereits eine ambulante, teilstationäre oder stationäre Akutbehandlung abgeschlossen haben. Es werden sowohl Jugendliche und junge Erwachsene mit einer Drogen-, Alkohol- oder Medikamentensucht als auch mit einem pathologischen Mediengebrauch behandelt. Die Rehabilitand:innen erhalten individualisierte Therapiepläne für einzel-, gruppen- und sozialtherapeutische Angebote und werden über einen Zeitraum von zwölf bis 18 Monaten von Psychiater:innen, Psychotherapeuti:innen, Sozialpädagog:innen, Lehrer:innen und Sporttherapeut:innen begleitet. Die Therapie findet an zwei oder drei Werktagen pro Woche statt.

Die Zuweisung erfolgt durch niedergelassene Ärzt:innen, Psycholog:innen, Sucht- und Familienberatungsstellen, Jugendhilfeeinrichtungen sowie durch kinder- und jugendmedizinische Kliniken in Hamburg und Umgebung. Insgesamt stehen zwölf Plätze zur Verfügung, von denen noch wenige frei sind.


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