10.02.2026        AKTUELLES

Hamburg packt an – Gemeinsam gegen Sepsis

UKE veranstaltet Mitmach-Packaktion #HamburgErkenntSepsis

Deutschlandweit erkranken pro Jahr mindestens 230.000 Menschen an einer Sepsis. Unbehandelt verläuft die Erkrankung oft tödlich. Dabei können eine frühzeitige Erkennung und standardisierte Versorgung Leben retten. Doch in der Öffentlichkeit ist die Sepsis kaum bekannt. Mit der Aktion #HamburgErkenntSepsis möchten das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und das Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. über die Ursachen und Symptome einer Sepsis aufklären und damit die Sicherheit von Patient:innen weiter erhöhen. Bei einer Mitmachaktion wurden heute rund 1.000 Pakete mit Flyern, Broschüren und Plakaten mit hilfreichen Informationen für Betroffene und Angehörige gepackt. Diese Materialien werden nun kostenfrei an alle Hausarztpraxen und Apotheken in Hamburg verschickt.

„Mit der Aktion #HamburgErkenntSepsis wollen wir über die Gefahr einer Sepsis aufklären. Jedes Jahr erkranken zahlreiche Menschen an dieser lebensbedrohlichen Erkrankung – doch noch immer wird sie häufig zu spät erkannt. Indem wir Wissen dorthin bringen, wo Menschen medizinischen Rat suchen, schaffen wir Aufmerksamkeit für Sepsis, retten Leben und stärken die Patientensicherheit in unserer Stadt“, sagt Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Schlotzhauer.

„Eine Sepsis kann in jeder Lebenssituation und in jedem Alter auftreten. Sie ist die schwerste Verlaufsform einer Infektion und kann sich zum Beispiel auch aus einer zunächst eher harmlosen Blasenentzündung oder einem grippalen Infekt entwickeln. Jedes Jahr sterben mindestens 85.000 Menschen an einer Sepsis. Dabei könnte dies in vielen Fällen verhindert werden. Wichtig ist das schnelle Erkennen und Behandeln. Wer also denkt, dass er oder eine Person im Umfeld an einer Sepsis erkrankt ist, sollte sofort den Notruf oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen“, sagt Dr. Lina Ko, die in der Klinik für Intensivmedizin verankerte Sepsisbeauftragte des UKE.

„Mit der Aktion #HamburgErkenntSepsis erreichen lebenswichtige Sepsis-Informationen Patient:innen direkt im Wartezimmer und am Apothekenschalter. Ich bedanke mich bei allen Sepsis-Betroffenen, Angehörigen, engagierten Freiwilligen sowie Ärzt:innen, Pflegekräften und Mitarbeitenden des UKE für ihre tatkräftige Unterstützung bei der gemeinsamen Packaktion. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass mehr Menschen die Anzeichen einer Sepsis kennen und damit Leben retten“, sagt Dr. Ruth Hecker, Initiatorin der Kampagne #DeutschlanderkenntSepsis des Aktionsbündnisses Patientensicherheit e. V. (APS).

Symptome einer Sepsis

Eine Sepsis wird umgangssprachlich auch Blutvergiftung genannt, ist aber keine Vergiftung im herkömmlichen Sinn. Sie entsteht, wenn die körpereigenen Abwehrkräfte nicht mehr in der Lage sind, die Ausbreitung einer lokalen Infektion zu verhindern und die Erreger in den Blutkreislauf eindringen. Eine Sepsis ist inzwischen die dritthäufigste Todesursache in Deutschland und kann jeden Menschen treffen. Allerdings haben Kinder unter einem Jahr, Patient:innen über 60 Jahre, aber auch Schwangere, chronisch Kranke und immunsupprimierte Patient:innen ein erhöhtes Risiko, eine Sepsis zu entwickeln. Bei einer Sepsis treten unspezifische Symptome wie starke Schmerzen, ein nie dagewesenes Krankheitsgefühl, Bewusstseinsveränderungen, schnelle Atmung, Abfall der Sauerstoffsättigung, Herzrasen, niedriger Blutdruck oder Fieber auf. Je früher eine Sepsis erkannt wird, desto besser ist sie behandelbar.

#DeutschlandErkenntSepsis

#DeutschlandErkenntSepsis wurde 2021 ins Leben gerufen und ist eine Kampagne des Aktionsbündnisses Patientensicherheit e. V. gemeinsam mit den Partnern SepsisDialog der Universitätsmedizin Greifswald, Deutsche Sepsis-Hilfe e. V. und Deutsches Qualitätsbündnis Sepsis (DQS) am Universitätsklinikum Jena. Die Kampagne erhält eine Förderung des Bundesministeriums für Gesundheit und wird von zahlreichen Förderpartner:innen unterstützt. Das Ziel der Kampagne ist es, bundesweit auf Sepsis aufmerksam zu machen und über die Prävention, Symptome, Diagnose und Behandlung von Sepsis aufzuklären.

Weitere Informationen: https://www.deutschland-erkennt-sepsis.de/hamburg/


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