15.09.2022        PROJEKT

Stärkung der Hautkrebsforschung am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) wurde heute, 15. September 2022, das Fleur Hiege-Centrum für Hautkrebsforschung im Beisein der Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank und der Stifter Astrid und Dr. Wolfgang Hiege eingeweiht. Dessen Ziel ist die Stärkung der dermatoonkologischen Forschung. Das neue Centrum wird von Prof. Dr. Stefan W. Schneider, Direktor der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, dem stellvertretenden Klinikdirektor Prof. Dr. Christoffer Gebhardt sowie Prof. Dr. Klaus Pantel, Direktor des Instituts für Tumorbiologie des Universitären Cancer Centers Hamburg (UCCH), geleitet und in den nächsten Jahren durch die Hiege-Stiftung unterstützt.

„Ich freue mich sehr, dass wir heute das Fleur-Hiege-Centrum für Hautkrebsforschung einweihen konnten. Hier wird die erstklassige Arbeit eines jungen Forschungsteams zukünftig neue Standards in der Hautkrebsdiagnostik und -behandlung setzen. Das neue Centrum ist ein vielversprechender Meilenstein für dieses Fachgebiet. Mein großer Dank gilt allen Beteiligten und natürlich dem Stifterpaar, Astrid und Dr. Wolfgang Hiege“, sagt Katharina Fegebank, Senatorin der Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke.

„Wir bedanken uns herzlich für das Engagement der Familie Hiege. Die Unterstützung dient der translationalen Forschung und wird damit unmittelbar unseren Patient:innen zugutekommen. Ich bedanke mich im Namen der Wissenschaftler:innen, Pflege, Ärzt:innen und Patient:innen“, so Prof. Schneider.

Namensgeberin des Centrums ist die Tochter des Stifterpaars Fleur-Mareen Habig, geborene Hiege, die im Alter von 32 Jahren am malignen Melanom verstorben ist. „Zur Erinnerung an Fleur, die heute 50 Jahre alt geworden wäre, haben wir 2006 die Hiege-Stiftung gegründet. Sie soll dazu beitragen, den Hautkrebs zu besiegen. Wir freuen uns, heute in Hamburg – an Fleurs Geburtsort –ein bleibendes Vermächtnis zu schaffen und gemeinsam mit dem UKE die Diagnostik, Behandlung und Prävention auf diesem Gebiet weiter vorantreiben zu können“, sagen Astrid und Dr. Wolfgang Hiege.

Forschungen zur frühzeitigen Diagnostik von Hautkrebs

Jährlich erkranken in Deutschland weit mehr als 300.000 Menschen an Hautkrebs, mehr als 40.000 davon an dem äußerst aggressiven schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom). Wird der Tumor frühzeitig erkannt, kann er chirurgisch entfernt werden, und es bestehen sehr gute Heilungschancen. Wandern die aggressiven Krebszellen allerdings durch den Körper, können sie in anderen Organen Metastasen bilden, und die Prognosen für diese Patient:innen verschlechtern sich dramatisch. Ein frühes, personalisiertes Therapiemonitoring bei schwarzem Hautkrebs mittels der blutbasierten Flüssigbiopsie-Diagnostik, der sogenannten Liquid Biopsy, ermöglicht das Auffinden gestreuter Tumorzellen und eine zielgerichtete Behandlung.

Entwickelt von einem Wissenschaftler:innenteam um Prof. Pantel kann die Flüssigbiopsie aus Blutproben der Patient:innen kleinste Mengen von Tumorzellen oder deren Bestandteile mit Hilfe hochempfindlicher Spezialverfahren auf klinisch relevante Veränderungen untersuchen. Im neuen Fleur Hiege-Centrum für Hautkrebsforschung soll diese Diagnostik weiterentwickelt und ein besseres Verständnis zu Mechanismen der Metastasierung gewonnen werden. Im Rahmen von fünf Forschungsschwerpunkten wollen die Wissenschaftler:innen die Mechanismen der Therapieresistenz identifizieren, die Entwicklung und Validierung molekularer Diagnostika untersuchen, die Identifikation von Mechanismen der Tumorzell-Dissemination, -Zirkulation und Metastasierung erforschen sowie die Tumorzell-Immunzellinteraktionen analysieren und Studienprotokolle zur Validierung der Liquid Biopsy anfertigen.

Die Förderung beinhaltet u.a. die Einrichtung von zwei zusätzlichen wissenschaftlichen Stellen in der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie und im Institut für Tumorbiologie.

Fotos (Eva Hecht)

Zur Einweihung des Fleur Hiege-Centrum kamen v.l. Prof. Dr. W. Schneider, Prof. Dr. Klaus Pantel, Stifterpaar Astrid und Dr. Wolfgang Hiege, Prof. Dr. Christoffer Gebhardt.

Die Einweihung fand im Beisein der Wissenschaftssenatorin statt: v.l. Leiter des UCCH Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Prof. Dr. W. Schneider, Prof. Dr. Klaus Pantel, Stifterpaar Astrid und Dr. Wolfgang Hiege, Senatorin Katharina Fegebank, Prof. Dr. Christoffer Gebhardt.

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