Duales Studium im UKE: Ein Erfolgsmodell mit Zukunft

Ein Vierteljahrhundert, rund 50 Talente

2001 fiel der Startschuss: Zwei Studiengänge, BWL und Wirtschaftsingenieurwesen, machten den Anfang. 2016 kam die Wirtschaftsinformatik dazu, 2021 die Technische Informatik. Seitdem starten wir jedes Jahr mit einer dual studierenden Person pro Bachelor-Studiengang. Das Ergebnis nach 25 Jahren: rund 50 Nordakademie-Studierende, die im UKE ihren Weg gegangen sind.

Vom ersten Tag an gut begleitet

Die UKE-Akademie (ABK) begleitet den gesamten Studienverlauf: vom Bewerbungsverfahren über die Einstellung und die Auswahl der Mentor:innen bis zum Übernahmeprozess nach dem Abschluss.

Ein Herzstück ist die zentral gesteuerte Einsatzplanung. Die Ausbildungsleitung kennt die Bedarfe der Bereiche, die noch offenen Stationen und die Stärken und Interessen der Studierenden.

Sie gewährleistet eine kontinuierliche Begleitung und ist Ansprechpartnerin auch bei schwierigen Situationen während des Studiums. Und nicht zuletzt ist die Ausbildungsleitung der ABK die Schnittstelle zwischen Hochschule und UKE.

Die Ansprechpersonen in den Einsatzbereichen leisten die Betreuung und Begleitung vor Ort und unterstützen beim praktischen Lernen.

Flankierend steht jedem Studierenden ein:e Mentor:in zur Seite. Mentor:innen dienen dabei als Berater:innen, Karrierebegleiter:innen und Türöffner ins UKE.

Los geht's mit den Hospitationswochen

Der Einstieg ist etwas Besonderes: In den Hospitationswochen lernen die Studierenden das Kerngeschäft des UKE kennen, von den klinischen Stationen über den OP und die Ärztliche Zentralbibliothek bis zu IT und Logistik. So entsteht früh ein Gefühl dafür, wie vielfältig der Klinikbetrieb und seine Prozesse sind.

Theorie trifft Praxis

Danach wechseln sich Theoriephasen an der Nordakademie (10 Wochen) und Praxisphasen am UKE (3 bis 6 Monate) ab. Was im Hörsaal gelernt wird, kommt direkt in die Anwendung: Die Studierenden übernehmen kleinere Projekte, werten Daten aus, recherchieren und erstellen Präsentationen. In ihren Transferleistungen, den Hausarbeiten des Studiums, wenden sie theoretisches Wissen auf echte Fragestellungen aus ihren Einsatzbereichen an.

Der Erfolg der Kooperation hängt somit auch maßgeblich von den engagierten und leistungsstarken Praxiseinsatzbereichen im UKE ab. Sie bilden das Fundament für eine hochwertige praktische Ausbildung, indem sie den Studierenden vielfältige Lernmöglichkeiten, fachliche Begleitung und wertvolle Praxiserfahrungen bieten.

Durch ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, ihr Engagement in der Anleitung sowie die enge Zusammenarbeit mit der ABK leisten sie einen entscheidenden Beitrag zur Qualität und Nachhaltigkeit der Kooperation. Durch die Bearbeitung verschiedenster Themen und Übernahme von Aufgaben durch die Studierenden in den Einsatzbereichen entsteht gleichermaßen ein Mehrwert für die Bereiche und insgesamt eine Win-Win-Situation.

Mehr als Studium: Engagement fürs ganze UKE

Nordakademie-Studierende denken über ihren Einsatzbereich hinaus. Sie gestalten einen Workshop beim Talent Campus, helfen beim Zukunftstag und beim Open House und stehen regelmäßig am Messestand des UKE.

Auch untereinander sind sie bestens vernetzt: Studierende und Alumni treffen sich regelmäßig, mal offiziell, mal beim inoffiziellen Mittagessen. Jedes Jahr organisieren die Aktiven ihren eigenen Studierendentag mit selbst gewählten Themen, Keynote-Speaker:innen und der Wahl ihrer Studierendenvertretung.

Manche engagieren sich zusätzlich an der Nordakademie, etwa im Vorsitz des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA), und tragen so den Namen des UKE als attraktiver Arbeitgeber in die Hochschule hinein.

Und viele verbringen ein Semester an einer Partnerhochschule im Ausland und kehren mit neuen Erfahrungen und einem erweiterten Blick zurück.

Vom Studium in den Beruf

Ein Jahr vor dem Abschluss beginnt der fließende Übergang in eine Festanstellung. ABK, Recruiting und Studierende überlegen gemeinsam: Was sind deine Ziele? Welche Stellen sind frei? Diese Begleitung reicht von der Phase der Bachelorarbeit bis zum Antritt der Position nach dem Studium.

Warum sich das Modell lohnt

  • Fachkräfte von morgen: Wir bilden Nachwuchs frühzeitig aus und begegnen so dem Fachkräftemangel.
  • Praxis von Anfang an: Die Studierenden lernen Arbeitsabläufe und Unternehmenskultur von innen kennen.
  • Vernetzung: Sie kennen die Prozesse und Arbeitsweisen vieler Bereiche und bringen Menschen und Themen zusammen.
  • Schneller startklar: Nach dem Abschluss brauchen sie meist weniger Einarbeitungszeit.
  • Bindung: Viele bleiben, und das spart Aufwand und Kosten bei der Personalsuche.
  • Neue Impulse: Aktuelles Hochschulwissen, digitale Technologien und moderne Methoden fließen direkt ins UKE.
  • Attraktiver Arbeitgeber: Duale Studienplätze helfen uns, talentierte Bewerber:innen früh zu gewinnen.
  • Vernetzung der Bereiche: Durch ihre Einsätze in verschiedenen Bereichen transferieren Studierende Know-How bzgl. Arbeitsweise, Ansprechpersonen und Abläufen von einem Bereich in andere. Dies fördert das Verständnis der Bereiche füreinander und trägt zu einer Vernetzung der Bereiche untereinander bei.

Unser Fazit

Das Duale Studium in Kooperation mit der Nordakademie sichert unseren Fachkräftebedarf, qualifiziert praxisnah, fördert Innovation und stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig. 25 Jahre zeigen: Das funktioniert, und wir freuen uns auf die nächsten.