Herzlich Willkommen in der Spastik-Ambulanz!

Im Rahmen dieser Sprechstunde bieten wir eine spezialisierte Betreuung von Patientinnen und Patienten mit spastischen Syndromen an.

Ambulante Vorstellungen können nur nach Terminvereinbarung erfolgen und erfordern zudem einen gültigen ärztlichen Überweisungsschein. Bei der Erstvorstellung in unserer Sprechstunde ist die Mitnahme von Vorbefunden (v.a. Arztberichte) erbeten. Insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit einem spastischen Syndrom, das nicht durch einen Schlaganfall verursacht wurde, ist die zusätzliche Mitnahme von bereits veranlassten Untersuchungen (Kopf-MRT, laborchemische und ggf. genetische Testungen) wünschenswert.

Die Terminvergabe für Erst- und Wiedervorsteller erfolgt telefonisch unter der +49 (0) 040 7410 - 22300 .

HINWEIS: Aufgrund ausgeschöpfter Kapazitäten unserer Sprechstunde können wir temporär keine neuen Patient:innen aufnehmen. Für weitere Anbindungsmöglichkeiten verweisen wir auf die Webseite des Arbeitskreises Botulinumtoxin .

Adresse:
Spastik - Ambulanz
Neurologische Poliklinik, Haus O 10 (Hauptgebäude), Erdgeschoß
Martinistraße 52
20246 Hamburg

  • Spastizität
  • Spastizität

    Spastizität entwickelt sich als Folge einer Läsion des oberen Motoneurons.

    Die Ursachen von Spastizität sind vielfältig und schließen vaskuläre, traumatische, entzündliche, hypoxische und degenerative Ursachen ein – wobei für die Ausbildung der Spastik weniger die Ursache selbst, sondern vielmehr die Lokalisation der Schädigung innerhalb des zentralen Nervensystems entscheidend ist.

    Im Erwachsenenalter ist die häufigste Ursache von Spastik der ischämische Schlaganfall. Wenngleich es sich bei Spastizität oft um eine chronische Erkrankung handelt, deren Ursache nicht kausal behandelt werden kann, hat die symptomatische Therapie einen hohen Stellenwert für die Lebensqualität.

    Zu den Zielen einer Behandlung zählen die Verbesserung der passiven Beweglichkeit, die Reduktion von Schmerzen, eine Prophylaxe von Sekundärkomplikationen (Druckulcera / Gelenkversteifungen / Orthesenintoleranz), Effekte auf aktive Beweglichkeit und die Verbesserung des Selbstbildes.

  • Diagnostische Verfahren

    In der Ambulanz wird im Rahmen einer Erstvorstellung mit der Frage nach Behandlung von Spastizität nach Schlaganfall eine ausführliche Anamnese und klinisch-neurologische Untersuchung durchgeführt, ­ um dann das weitere Therapiekonzept zu planen.

    Therapeutische Verfahren

    Der Schwerpunkt liegt hierbei vor allem auf der Behandlung von fokaler Spastizität mittels lokalen Botulinumtoxin-Injektionen. Zur Optimierung des Therapieerfolges der Botulinumtoxin-Injektionen werden routinemäßig Sonographie-gestützte Injektionstechniken angewandt.

    Bei Patientinnen und Patienten mit einem spastischen Syndrom unklarer Ursache steht zunächst die diagnostische Einschätzung im Vordergrund. In einem zweiten Schritt werden dann die therapeutischen Möglichkeiten evaluiert, die von einer systemischen Pharmakotherapie über lokale Botulinumtoxin-Injektionen bis hin zur intrathekalen Baclofen-Therapie im Fall schwerster Spastizität reichen.

    Ein wichtiger Bestandteil des multimodalen Behandlungskonzeptes ist zudem die individuell angepasste Physiotherapie. Je nach klinischem Befund und funktionellen Einschränkungen können darüber hinaus geeignete orthopädische Schienen und Hilfsmittel zur Unterstützung der Beweglichkeit, zur Verbesserung der Funktion und zur Vermeidung von Fehlstellungen eingesetzt werden. Die verschiedenen therapeutischen Maßnahmen werden dabei individuell auf die Bedürfnisse und Therapieziele der Patientinnen und Patienten abgestimmt.