Das Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie am UKE ist die erste universitäre Einrichtung im Bereich der Sexualwissenschaft der deutschen Nachkriegszeit. Im Jahr 1959 gründete die Universität Hamburg auf Anregung des damaligen Direktors der Psychiatrischen und Nervenklinik Hans Bürger-Prinz und des Sexualwissenschaftlers und Psychiaters Hans Giese das Institut für Sexualforschung an der Universität Hamburg. Nach dem Tod von Hans Giese im Jahr 1970 waren Eberhard Schorsch bis 1991 und von 1995 bis Anfang 2010 Wolfgang Berner Direktoren. Seit dem Frühjahr 2010 ist der Sexualwissenschafter und Sexualmediziner, Forensische Psychiater und Psychotherapeut Peer Briken Direktor des Instituts. An der Institution waren unter anderem Volkmar Sigusch, Friedemann Pfäfflin, Gunter Schmidt, Margret Hauch und Hertha Richter-Appelt tätig.

1979 wurde an der Psychiatrischen und Nervenklinik eine Abteilung für Forensische und Kriminalpsychiatrie eingerichtet, in der Werner F.J. Krause bis Mitte der 1980er Jahre und anschließend Hans Jürgen Horn als Professoren tätig waren.

Im Jahr 2002 wurden die Bereiche zum Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie fusioniert und sind seitdem Teil des Zentrums für Psychosoziale Medizin am UKE. Die Aufgaben des Instituts umfassen Forschung, Lehre, Krankenversorgung, sowie Fort- und Weiterbildung.