Arbeitsbereich Diagnostik, Prävention und Früherkennung

  • Einleitung
  • Einleitung

    Diagnostik, Prävention und Früherkennung sind in der allgemeinmedizinischen Versorgung besonders relevant. Hausärztinnen und Hausärzte sind meist erste Ansprechpersonen in der Versorgung und übernehmen die Koordinierende Funktion einer strukturierten Abklärung gesundheitlicher Beschwerden. Dadurch wird eine zeitnahe und leitliniengerechte Diagnosestellung ermöglicht. Gleichzeitig tragen präventive Maßnahmen – einschließlich evidenzbasierter Impf- und Screeningleistungen sowie verhaltensbezogener Beratung – wesentlich dazu bei, vermeidbare Erkrankungen zu verhindern oder deren Verlauf günstig zu beeinflussen. Besonders die Früherkennung nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein, da sie die Identifikation asymptomatischer oder frühsymptomatischer Stadien ermöglicht und damit die Wahrscheinlichkeit von rechtzeitigen therapeutischen Interventionen erhöht.

    Kontak: Gabriella Marx-Rosenberg, Heike Hansen, Marion Eisele

  • IMPRO-Logo

    IMPRO - Innovatives Management für Patientinnen und Patienten mit erstmals aufgetretenen stabilen Thoraxschmerzen

    Die Diagnostik einer koronaren Herzkrankheit (KHK) bei vorliegendem Brustschmerz ist herausfordernd und von großer Bedeutung für die weitere Behandlung. Die IMPRO-Studie hat zum Ziel, einen neuen Weg zur KHK-Diagnostik und -Weiterversorgung zu untersuchen. Die Studie bietet hausärztlichen Praxen eine einmalige Gelegenheit, aktiv zur Verbesserung der KHK-Versorgung in Deutschland beizutragen

    Wir laden Sie herzlich ein, an der Studie teilzunehmen

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    Climate-Logo

    Primary care-based interventions addressing Chronic illness-related LIMitations of the Ability to cope with heat and rising Temperatures: a scoping review (“CLIMATE Evidence Study”)

    Besonders bei Menschen mit chronischen Erkrankungen ist die Verringerung und Prävention von möglichen gesundheitlichen Problemen durch Hitze von großer Bedeutung. Ein wichtiges Setting für Interventionen zum Schutz vulnerabler Patientengruppen stellt die Primärversorgung da. Die CLIMATE-Evidence-Studie untersucht deshalb, welche Interventionen mit Beteiligung der Primärversorgung in der Literatur beschrieben und evaluiert wurden, um mögliche negative Folgen von Hitze bei Menschen mit chronischen Erkrankungen zu verhindern oder zu verringern. Die Ergebnisse sollen Aufschluss darüber geben, welche Arten von Interventionen einen Anschluss in der Primärversorgung finden könnten oder wo eventueller Bedarf in diesem Bereich besteht.

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    Gespräch mit einer Patientin

    Diagnostische und therapeutische Entscheidungsfindung in der hausärztlichen Praxis (Prime-Care)

    Das Institut und die Poliklinik für Allgemeinmedizin führt gemeinsam mit dem Institut für Medizinische Soziologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf ein Forschungsprojekt zum Thema „Diagnostische und therapeutische Entscheidungsfindung in der hausärztlichen Praxis“ durch. Diese Studie ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

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    CARE-Logo

    Verbesserung der Primärversorgung bei chronischer Nierenkrankheit - eine Studie zur Umsetzung der CKD-Leitlinie

    Chronische Nierenkrankheit betrifft 8-10 Millionen Menschen in Deutschland und wird überwiegend hausärztlich behandelt. Die Studie untersucht, wie eine individuelle Risikoeinschätzung auf Basis von Blut- und Urinwerten dazu beitragen kann, die leitliniengerechte Versorgung zu verbessern und das Fortschreiten der Erkrankung frühzeitig zu erkennen. Ziel ist eine bessere Primärversorgung von Menschen mit chronischer Nierenkrankheit.

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    Gespräch mit einer Patientin

    Leitliniengerechte Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Depression in hausärztlichen Praxen: Multizentrische, cluster-randomisierte Intervention unter Nutzung eines Online-Selbsthilfetools (SCOPE-D)

    Depressionen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und werden häufig in hausärztlichen Praxen behandelt. Die Studie untersucht, wie eine leitliniengerechte Versorgung durch gezielte Unterstützung der Hausärzt:innen und die Integration eines digitalen Selbsthilfetools verbessert werden kann. Ziel ist eine nachhaltige Stärkung der psychosomatischen Grundversorgung in der Primärversorgung.

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  • Impact of Collaborative Care on Depression in Patients Aged 60+: A Secondary Analysis of the GermanIMPACT Study on Behavioural Activation
    Boczor S, Ashrafi S, Bjerregaard F, Bleich C, Grochtdreis T, Lühmann D, Härter M, Hölzel L, Hüll M, Tinsel I, Scherer M, Kloppe T
    BEHAV SCI-BASEL. 2025;15(4):.

    Erhebung der Arbeitsbelastung in der hausärztlichen Versorgung während der SARS-CoV-2-Pandemie – eine „Proof-of-Concept“-Studie
    Kloppe T, Oltrogge-Abiry J, Ehrhardt M, Lühmann D, Zimmermann T, Scherer M
    Z EVIDENZ FORTBILD Q. 2025;197:38-46.

    Die Sicht von SAPV-Pflegefachpersonen auf eine Intervention zur zeitgerechten Zusammenarbeit mit Hausärzt*innen bei chronisch, nicht-onkologischen Erkrankungen: Qualitative Evaluation der KOPAL-Studie.
    Schade F, Hüttenrauch D, Schwabe S, Müller CA, Pohontsch NJ, Stiel S, Scherer M, Marx-Rosenberg G, Nauck F 2025. Z Palliativmed. DOI 10.1055/a-2560-5324.

    General practitioners’ perspective on timely interprofessional case conferences on non-cancer patients with palliative care needs: a qualitative study (KOPAL).
    Marx G, Schwabe S, Kuba S, Weber JP, Pohontsch NJ, Schade F, Scherer M, Schneider N 2025. BMJ Open. 15:e097181.

    Development of a patient assessment to meet the needs of patients suffering from advanced non-oncological diseases - the KOPAL trial.
    Marx G, Mallon T, Stanze H, Zimansky M, Schneider N, Nauck F, Scherer M, Pohontsch N 2025. BMC Prim Care. 26(1):52.

    Modelle, Konzepte, neue Wege der Primärversorgung in Deutschland
    Zimmermann T, Pruskil S
    Public Health Forum. 2025;33(4):282-287.

    Best practice approaches to social prescribing in European Primary Care: A Delphi protocol focused on link workers
    Petrazzuoli F, Vidal-Alaball J, Kenkre J, Kloppe T, Evers S, Napierala H, Jacquet J, Herrmann W, Mrduljaš-Đujić N, Neculau A, Javorska K, Halata D, Dolan M, Robins J, Ouvrard P, Mendive J, Fando C, Randall-Smith J, Rebhandl E, Paternoster S, Thulesius H, Brand S, Dumitra G, Kurpas D
    ADV CLIN EXP MED. 2025;34(9):1589-1595.

    Das Gesundheitssystem in Deutschland, Strukturmerkmale der hausärztlichen und der sozialen Versorgung
    Zimmermann T, Kloppe T, Mews C, Tetzlaff B, Scherer M
    2025. Allgemeinmedizin. Chenot J, Scherer M (Hrsg.). 2. Aufl. München: Elsevier GmbH, 67-78.

    Survey of general practitioners' awareness, practice and perception of social prescribing across Europe
    Evers S, Kenkre J, Kloppe T, Kurpas D, Mendive J, Petrazzuoli F, Vidal-Alaball J
    EUR J GEN PRACT. 2024;30(1):2351806.

    Evaluating palliative care case conferences in primary care for patients with advanced non-malignant chronic conditions: a cluster-randomised controlled trial (KOPAL).
    Mallon T, Schulze J, Dams J, Weber JP, Asendorf T, Böttcher S, Sekanina U, Schade F, Schneider N, Freitag M, Müller C, König H, Nauck F, Friede T, Scherer M, Marx G 2024. Age Ageing. 53(5):.

    Effects of timely case conferencing between general practitioners and specialist palliative care services on symptom burden in patients with advanced chronic disease: results of the cluster-randomised controlled KOPAL trial.
    Mallon T, Schulze J, Pohontsch N, Asendorf T, Weber JP, Böttcher S, Sekanina U, Schade F, Schneider N, Dams J, Freitag M, Müller C, Nauck F, Friede T, Scherer M, Marx G 2024. BMC Palliat Care. 23(1):.

    Experiences of patients with advanced chronic diseases and their associates with a structured palliative care nurse visit followed by an interprofessional case conference in primary care - a deductive-inductive content analysis based on qualitative interviews (KOPAL-Study).
    Pohontsch N, Weber JP, Stiel S, Schade F, Nauck F, Timm J, Scherer M, Marx G 2024. BMC Prim Care. 25(1):323.

    Timely integration of specialist palliative home care (SPHC) for patients with congestive heart failure, chronic obstructive pulmonary disease and dementia: qualitative evaluation of the experiences of SPHC physicians in the KOPAL trial.
    Schade F, Hüttenrauch D, Schwabe S, Mueller C, Pohontsch N, Stiel S, Scherer M, Marx G, Nauck F 2024. BMJ Open. 14(7):e085564.

    Social Prescribing: Soziale und kommunale Netzwerke für die hausärztliche Praxis
    Kloppe T, Mews C, Tetzlaff B, Zimmermann T, Evers S
    Stadtpunkte. 2024;2024(02):20-21.

    Patient-centredness in primary care walk-in clinics for refugees in Hamburg
    Hill J, Krüger K, Boczor S, Kloppe T, von dem Knesebeck O, Scherer M
    BMC PRIM CARE. 2023;24(1):112.

    European Perspective on How Social Prescribing Can Facilitate Health and Social Integrated Care in the Community
    Kurpas D, Mendive J, Vidal-Alaball J, Petrazzuoli F, Morad M, Kloppe T, Herrman W, Mrduljaš-Đujić N, Kenkre J
    INT J INTEGR CARE. 2023;23(2):13.

    Medical centres for the homeless in Hamburg - consultation reasons and diagnoses compared to primary care patients in the regular health care system
    van der Leeden C, Kaduszkiewicz H, Boczor S, Kloppe T, Lohmann B, Mallon T, Rakebrandt A, Scherer M
    ARCH PUBLIC HEALTH. 2023;81(1):.

    Social isolation and loneliness in the elderly: What measures can prevent or counteract social isolation?: Extract of HTA report 20-03
    Butz S, Hügel M, Kahrass H, Kloppe T, Lühmann D, Mertz M, Muche-Borowski C, Neumann A, Neusser S, Otto I, Ruppel T, Scherer M
    2023.

    Interaction of Systemic Morbidity and Oral Health in Ambulatory Patients in Need of Home Care (InSEMaP): an observational study at the sector boundary between dental and general practice care in Germany
    Zimmermann T, Koenig A, Porzelt S, Schmage P, Konnopka C, Schellhammer S, Behrens-Potratz A, Ijeoma Okoro E, Henken E, Stratmeyer P, Beikler T, König H, Scherer M, Konnopka A
    BMJ OPEN. 2023;13(3):.

    Cost-effectiveness of a specialist palliative care nurse-patient consultation followed by an interprofessional case conference for patients with non-oncological palliative care needs: results of the KOPAL trial.
    Gottschalk S, König H, Mallon T, Schulze J, Weber JP, Böttcher S, Sekanina U, Asendorf T, Hummers E, Freitag M, Schneider N, Friede T, Nauck F, Scherer M, Marx G, Dams J 2023. Ann Palliat Med. 12(6):1175–1186.

    HTA Bericht - Soziale Isolation und Einsamkeit im Alter: Welche Maßnahmen können einer sozialen Isolation vorbeugen oder entgegenwirken?
    Butz S, Hügel M, Kahrass H, Kloppe T, Lühmann D, Mertz M, Muche-Borowski C, Neumann A, Neusser S, Otto I, Ruppel T, Scherer M
    2022.

    Medizinische und pflegerische Versorgung: Öffentlicher Gesundheitsdienst und hausärztliche Versorgung – eine sektorenübergreifende Herausforderung
    Zimmermann T, Lühmann D, Pruskil S, Husemann J, Rieger-Ndakorerwa G, Scherer M
    2022. Nachhaltige StadtGesundheit Hamburg II. Fehr R, Augustin J (Hrsg.). 1. Aufl. München: Oekom Verlag, 271-280.

    Interprofessional collaboration to support patients with social problems in general practice-a qualitative focus group study
    Kloppe T, Tetzlaff B, Mews C, Zimmermann T, Scherer M
    BMC PRIM CARE. 2022;23(1):.

    Soziale Probleme in der hausärztlichen Versorgung – Häufigkeit, Reaktionen, Handlungsoptionen und erwünschter Unterstützungsbedarf aus der Sicht von Hausärztinnen und Hausärzten.
    Zimmermann T, Mews C, Kloppe T, Tetzlaff B, Hadwiger M, von dem Knesebeck O, Scherer M 2018. ZEFQ Z Evidenz Fortbild Qual G. 131:81–89.

    Koordinierte Behandlung der Altersdepression in der Primärversorgung: Eine cluster-randomisiert kontrollierte Studie (GermanIMPACT)
    Hölzel L, Bjerregaard F, Bleich C, Boczor S, Härter M, König H, Kloppe T, Niebling W, Scherer M, Tinsel I, Hüll M
    DTSCH ARZTEBL INT. 2018;115(44):741-747.

    Collaborative nurse-led self-management support for primary care patients with anxiety, depressive or somatic symptoms: Cluster-randomised controlled trial (findings of the SMADS study)
    Zimmermann T, Puschmann E, Bussche van den H, Wiese B, Ernst A, Porzelt S, Daubmann A, Scherer M
    INT J NURS STUD. 2016;63(11):101-111.

  • Kürzlich abgeschlossene Projekte

    DECADE-Logo, Zeichnung eines Herzens in Blau auf weißem Grund

    Förderung des Selbstmanagements zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (DECADE)

    Die DECADE-Studie untersucht eine Intervention zur Förderung des Selbstmanagements bei der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, um die Gesundheitskompetenz von Patient*innen zu steigern und eine patientenorientierte Kommunikation zu fördern. Ziel ist es, langfristige Lebensstilanpassungen zu unterstützen und die Risikoberatung in der hausärztlichen Praxis zu optimieren. Die Studie wird an mehreren Standorten durchgeführt und soll die Wirksamkeit der Intervention messen, um deren Integration in die Praxis zu ermöglichen.

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    Screen-AF

    Home-Based Screening for Early Detection of Atrial Fibrillation in Primary Care
    Patients Aged 75 Years and Older: the SCREEN-AF Randomized Trial

    Vorhofflimmern bleibt bei vielen älteren Patient*innen lange unentdeckt – mit potenziell schwerwiegenden Folgen wie Schlaganfällen. Die SCREEN-AF-Studie prüft, ob ein häusliches Screening mittels aufklebbaren Herzrhythmusmonitors Vorhofflimmern bei über 75-Jährigen mit Hypertonie früher erkennen kann als die übliche hausärztliche Versorgung. In einer randomisierten Phase-III-Studie wird untersucht, ob diese Strategie eine effektivere Prävention ermöglicht.

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    Graphik

    Ungleichheiten in der Diagnose von Versorgung von Frauen und Männern mit Herzinsuffizienz (DISPAR-HF)

    Herzinsuffizienz zählt zu den häufigsten Ursachen für Krankenhausaufenthalte und Todesfälle in Deutschland – dennoch bestehen deutliche Unterschiede in Diagnostik und Behandlung zwischen verschiedenen Patientinnengruppen. Die DISPAR-HF-Studie untersucht, wie Geschlecht, Alter und Migrationshintergrund von Patientinnen sowie Merkmale von Hausärzt*innen diagnostische und therapeutische Entscheidungen beeinflussen. Ziel ist es, zugrunde liegende – auch unbewusste – Entscheidungsprozesse besser zu verstehen und Ansatzpunkte für eine gerechtere Versorgung zu identifizieren.

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    Frühere Projekte