Arbeitsbereich Diagnostik, Prävention und Früherkennung
- Einleitung
- Aktuelle Projekte
- Publikationen
- Abgeschlossene Projekte
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Einleitung
Diagnostik, Prävention und Früherkennung sind in der allgemeinmedizinischen Versorgung besonders relevant. Hausärztinnen und Hausärzte sind meist erste Ansprechpersonen in der Versorgung und übernehmen die Koordinierende Funktion einer strukturierten Abklärung gesundheitlicher Beschwerden. Dadurch wird eine zeitnahe und leitliniengerechte Diagnosestellung ermöglicht. Gleichzeitig tragen präventive Maßnahmen – einschließlich evidenzbasierter Impf- und Screeningleistungen sowie verhaltensbezogener Beratung – wesentlich dazu bei, vermeidbare Erkrankungen zu verhindern oder deren Verlauf günstig zu beeinflussen. Besonders die Früherkennung nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein, da sie die Identifikation asymptomatischer oder frühsymptomatischer Stadien ermöglicht und damit die Wahrscheinlichkeit von rechtzeitigen therapeutischen Interventionen erhöht.
Kontak: Gabriella Marx-Rosenberg, Heike Hansen, Marion Eisele
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Aktuelle Projekte
Leitliniengerechte Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Depression in hausärztlichen Praxen: Multizentrische, cluster-randomisierte Intervention unter Nutzung eines Online-Selbsthilfetools (SCOPE-D)
Depressionen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und werden häufig in hausärztlichen Praxen behandelt. Die Studie untersucht, wie eine leitliniengerechte Versorgung durch gezielte Unterstützung der Hausärzt:innen und die Integration eines digitalen Selbsthilfetools verbessert werden kann. Ziel ist eine nachhaltige Stärkung der psychosomatischen Grundversorgung in der Primärversorgung.
Verbesserung der Primärversorgung bei chronischer Nierenkrankheit - eine Studie zur Umsetzung der CKD-Leitlinie
Chronische Nierenkrankheit betrifft 8-10 Millionen Menschen in Deutschland und wird überwiegend hausärztlich behandelt. Die Studie untersucht, wie eine individuelle Risikoeinschätzung auf Basis von Blut- und Urinwerten dazu beitragen kann, die leitliniengerechte Versorgung zu verbessern und das Fortschreiten der Erkrankung frühzeitig zu erkennen. Ziel ist eine bessere Primärversorgung von Menschen mit chronischer Nierenkrankheit.
IMPRO - Innovatives Management für Patientinnen und Patienten mit erstmals aufgetretenen stabilen Thoraxschmerzen
Die Diagnostik einer koronaren Herzkrankheit (KHK) bei vorliegendem Brustschmerz ist herausfordernd und von großer Bedeutung für die weitere Behandlung. Die IMPRO-Studie hat zum Ziel, einen neuen Weg zur KHK-Diagnostik und -Weiterversorgung zu untersuchen. Die Studie bietet hausärztlichen Praxen eine einmalige Gelegenheit, aktiv zur Verbesserung der KHK-Versorgung in Deutschland beizutragen
Wir laden Sie herzlich ein, an der Studie teilzunehmen
Primary care-based interventions addressing Chronic illness-related LIMitations of the Ability to cope with heat and rising Temperatures: a scoping review (“CLIMATE Evidence Study”)
Besonders bei Menschen mit chronischen Erkrankungen ist die Verringerung und Prävention von möglichen gesundheitlichen Problemen durch Hitze von großer Bedeutung. Ein wichtiges Setting für Interventionen zum Schutz vulnerabler Patientengruppen stellt die Primärversorgung da. Die CLIMATE-Evidence-Studie untersucht deshalb, welche Interventionen mit Beteiligung der Primärversorgung in der Literatur beschrieben und evaluiert wurden, um mögliche negative Folgen von Hitze bei Menschen mit chronischen Erkrankungen zu verhindern oder zu verringern. Die Ergebnisse sollen Aufschluss darüber geben, welche Arten von Interventionen einen Anschluss in der Primärversorgung finden könnten oder wo eventueller Bedarf in diesem Bereich besteht.
Diagnostische und therapeutische Entscheidungsfindung in der hausärztlichen Praxis (Prime-Care)
Das Institut und die Poliklinik für Allgemeinmedizin führt gemeinsam mit dem Institut für Medizinische Soziologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf ein Forschungsprojekt zum Thema „Diagnostische und therapeutische Entscheidungsfindung in der hausärztlichen Praxis“ durch. Diese Studie ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.
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Publikationen
Zurzeit gibt es noch keine Pubilkationen in diesem Arbeitsbereich
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Abgeschlossene Projekte
Kürzlich abgeschlossene Projekte
Förderung des Selbstmanagements zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (DECADE)
Die DECADE-Studie untersucht eine Intervention zur Förderung des Selbstmanagements bei der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, um die Gesundheitskompetenz von Patient*innen zu steigern und eine patientenorientierte Kommunikation zu fördern. Ziel ist es, langfristige Lebensstilanpassungen zu unterstützen und die Risikoberatung in der hausärztlichen Praxis zu optimieren. Die Studie wird an mehreren Standorten durchgeführt und soll die Wirksamkeit der Intervention messen, um deren Integration in die Praxis zu ermöglichen.
Home-Based Screening for Early Detection of Atrial Fibrillation in Primary Care
Patients Aged 75 Years and Older: the SCREEN-AF Randomized TrialVorhofflimmern bleibt bei vielen älteren Patient*innen lange unentdeckt – mit potenziell schwerwiegenden Folgen wie Schlaganfällen. Die SCREEN-AF-Studie prüft, ob ein häusliches Screening mittels aufklebbaren Herzrhythmusmonitors Vorhofflimmern bei über 75-Jährigen mit Hypertonie früher erkennen kann als die übliche hausärztliche Versorgung. In einer randomisierten Phase-III-Studie wird untersucht, ob diese Strategie eine effektivere Prävention ermöglicht.
Ungleichheiten in der Diagnose von Versorgung von Frauen und Männern mit Herzinsuffizienz (DISPAR-HF)
Herzinsuffizienz zählt zu den häufigsten Ursachen für Krankenhausaufenthalte und Todesfälle in Deutschland – dennoch bestehen deutliche Unterschiede in Diagnostik und Behandlung zwischen verschiedenen Patientinnengruppen. Die DISPAR-HF-Studie untersucht, wie Geschlecht, Alter und Migrationshintergrund von Patientinnen sowie Merkmale von Hausärzt*innen diagnostische und therapeutische Entscheidungen beeinflussen. Ziel ist es, zugrunde liegende – auch unbewusste – Entscheidungsprozesse besser zu verstehen und Ansatzpunkte für eine gerechtere Versorgung zu identifizieren.
Frühere Projekte
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