Machbarkeit und Pilotierung eines ambulanten musiktherapeutischen Behandlungsangebots für Patient:innen mit depressiver Symptomatik (AMEND-Pilot)

Anmeldung für Interessierte

Wenn Sie Interesse an der Teilnahme der Gruppenmusiktherapie haben, melden Sie sich bitte hier an.

Ihre Teilnahme ist freiwillig. Nach der Registrierung werden Sie zeitnah von einer Studienmitarbeiterin angerufen und ausführlich ausgeklärt. Wenn die Teilnahme in Frage kommt, erhalten Sie eine Einwilligungserklärung.

Hintergründe und Ziele

Die Behandlung von Depressionen und der damit assoziierten individuellen Krankheitslast sowie den Beeinträchtigungen auf die Lebensqualität, Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen als auch die damit verbundenen indirekten Krankheitskosten aufgrund von Arbeitsunfähigkeit stellen das Gesundheitssystem vor weitreichende Herausforderungen. Die Versorgung der von Depression betroffenen Personen ist im ambulanten Sektor mit Barrieren verbunden, insbesondere aufgrund von langen Wartezeiten auf eine psychotherapeutische Behandlung, fehlenden Behandler:innen, Termine oder es bestehen lange Fahrtwege. (Nübel et al., 2019)

Als eine Form der künstlerischen Therapien bietet die Musiktherapie eine alternative Behandlungsmethode von Patient:innen mit Depressionen. Die Musiktherapie definiert sich als praxisorientierte Wissenschaftsdisziplin mit psychotherapeutischer Ausrichtung (vgl. Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft e.V., 1998). Im stationären Sektor ist Musiktherapie für die Behandlung von psychischen Erkrankungen mittlerweile ein fester Bestandteil im Behandlungsplan. Für das ambulante Setting mangelt es jedoch noch an evidenzbasierten Konzepten.

Design und Methodik

In dieser mixed-methods Machbarkeits- und Pilotstudie unter partizipativer Einbindung von sowohl Betroffenen als auch therapeutischen Expert:innen erfolgt im ersten Studienabschnitt die Entwicklung der musiktherapeutischen Kurzzeitintervention (Studienteil A). Im zweiten Studienabschnitt wird die Machbarkeit und Pilotierung des Konzepts geprüft (Studienabschnitt B). Dafür werden in Hamburger und Heidelberger Hausarztpraxen Aushänge zur Studie aufgehängt, über die sich Patient:innen

Patient:innen registrieren sich selbstständig bei Interesse an einer Teilnahme über eine Plattform und werden dann von einer Studienmitarbeiterin telefonisch und schriftlich aufgeklärt. Bei Teilnahme findet eine telefonische Vorbefragung für alle Teilnehmenden statt. Alle Teilnehmenden erhalten vorab ein musiktherapeutisches Erstgespräch. Daran schließt sich die Gruppenmusiktherapie in der Musiktherapeutischen Institutsambulanz des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf sowie in der Musiktherapeutischen Ambulanz der SRH Hochschule Heidelberg statt.

Pro Standort sind je drei Durchläufe mit jeweils sechs wöchentlichen Terminen à 100 Minuten pro Einheit vorgesehen. Es wird angestrebt N=36 Personen zu einzuschließen. Nach Abschluss der gesamten Gruppenmusiktherapie erfolgt erneut eine standardisierte telefonische Abschlussbefragung.

Ergebnisse & Diskussion

Die erwarteten Ergebnisse sollen dazu beitragen, den Rekrutierungsweg über die Hausarztpraxen sowie eine Schnittstelle in die ambulante Versorgung zu etablieren und entstehende Interventionskosten abzuschätzen. Zudem wird das Konzept für die gruppenmusiktherapeutische Kurzzeitintervention für den ambulanten Kontext auf seine Passung für Patient:innen mit depressiver Symptomatik geprüft und weiterentwickelt, um eine randomisiert-kontrollierte Studie anschließen zu können.

Studienregistrierung: Deutsches Register Klinischer Studien - https://www.drks.de/DRKS00039219

Förderer: Für diese Pilotstudie werden Eigenmittel der Institute bereitgestellt.

Laufzeit: Mai bis November 2026

Partner: Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Universitätsklinikum Heidelberg & University of Applied Sciences, Heidelberg

Ansprechpartnerin: Dr. Tina Mallon