11.12.2019        AKTUELLES

UKE: Neues Versorgungsprojekt in der Herzchirurgie erhält 5,2 Millionen Euro aus Innovationsfonds

Das Universitäre Herz- und Gefäßzentrum des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) konnte eine Förderung im Bereich neue Versorgungsformen vom Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss einwerben. Mit 5,2 Millionen wird das Projekt „Interdisziplinäre und sektorenübergreifende Versorgung in der Herzchirurgie am Beispiel von minimal-invasiven Herzklappeneingriffen“ (INCREASE) unter der Leitung von Prof. Dr. Evaldas Girdauskas aus der Klinik und Poliklinik für Herz- und Gefäßchirurgie unterstützt. Ziel des Projekts ist die konsequente Durchsetzung von bereits hochevidenten Therapiekonzepten vor, während, und nach minimal-invasiven Herzklappen-Eingriffen.

Die Verbesserung der Lebenserwartung und der Lebensqualität von Patientinnen und Patienten nach einer Herzklappenoperation ist eine wesentliche Prämisse für die Medizinerinnen und Mediziner des Universitären Herz- und Gefäßzentrums des UKE. Das Behandlungskonzept „Enhanced Recovery After Surgery (kurz: ERAS)“ gehört für Patienten, die sich im UKE einem komplexen chirurgischen Eingriff unterziehen müssen, mittlerweile zum Standard. Gemeinsam mit zehn weiteren Kliniken und Nachsorgeeinrichtungen sowie einer Krankenkasse möchte das Universitäre Herz- und Gefäßzentrum dieses Behandlungskonzept jetzt sektorenübergreifend auch bei minimal-invasiven Herzklappen-Eingriffen evaluieren.

„Das ERAS Konzept ermöglicht eine raschere Rekonvaleszenz des Patienten, kürzere Verweildauer im Krankenhaus und eine unkomplizierte Wiedereingliederung in den Alltag. Durch die sektorenübergreifende Verzahnung der einzelnen Behandlungsstufen und dauerhafte Einbindung des Patienten in das ERAS-Behandlungskonzept, soll künftig die Versorgungsqualität bei Patientinnen und Patienten mit Herzklappeneingriffen wesentlich verbessern“, so Prof. Girdauskas. Dafür werden zunächst die ERAS-Vorteile unter anderem hinsichtlich möglicher Komplikationen, der Dauer der Arbeitsunfähigkeit nach dem Eingriff und der Lebensqualität der Patienten untersucht. Nach positiver Evaluierung und genauer gesundheitsökonomischer Betrachtung wäre dann eine flächendeckende Einführung des Behandlungskonzeptes auch auf weitere Herzzentren in Deutschland denkbar.

Versorgungsmodelle im UKE

Das UKE setzt bereits seit einigen Jahren auf eine sektorenübergreifende Versorgung und vereinbart mit den Krankenkassen spezielle Verträge, um die ambulante, stationäre und rehabilitative Behandlung im Sinne der Patienten besser zu vernetzen. Darüber hinaus ermöglicht es Innovationen in der Patientenversorgung wie z.B. datenschutzrechtlich abgesicherte telemedizinische Behandlungselemente, die ebenfalls über den Innovationsfonds finanziert werden.

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