Niemals baden gehen

Im Pflege-Pool kommt man nicht ins Schwimmen. Zwei Pflegekräfte erzählen aus ihrem Arbeitsleben.

Ines Fritsche
Ines Fritsche
Gesundheits- und Krankenpflegerin im Pflege-Pool des UKE

„Mit Kindern zu arbeiten, gefällt mir sehr. Kinder gehen positiver als Erwachsene mit ihren Erkrankungen um: Sie fallen normalerweise nicht in ein tiefes Loch, auch dann nicht, wenn sie schon früh eine schwere Erkrankung haben. Die strahlenden Kinderaugen, die ich sehe, wenn ein Kind gesund nach Hause gehen kann oder heute etwas schafft, das vor ein paar Tagen noch undenkbar war – das gibt mir Kraft für meine Tätigkeit. Ich bin auf ganz unterschiedlichen Kinderstationen eingesetzt: bei den Neugeborenen, in der Chirurgie, der Neurologie, der Onkologie oder der Kardiologie. Mir gefällt die Abwechslung. Dabei muss ich mich in vielen medizinischen Gebieten auskennen, aber schließlich sind die auch alle Teil der Ausbildung gewesen. Als alleinerziehende Mutter von zwei Schulkindern bin ich auf feste Arbeitszeiten angewiesen. Im Pflege-Pool des UKE habe ich einen verbindlichen Dienstplan. Ich weiß jetzt schon zuverlässig alle meine Dienstzeiten der nächsten zwei Monate. Keine Anrufe, weil Ersatz für eine erkrankte Kollegin gesucht wird! Unter der Woche arbeite ich nur im Frühdienst, so kann ich nachmittags Zeit mit meinen Kindern verbringen.“

Antje scholz
Gesundheits und Krankenpflegerin
Antje Scholz gefällt es auf allen Stationen

„Für mich ist das Wichtigste, dass meine Arbeit abwechslungsreich ist. Vom Pflege- Pool aus bin ich auf unterschiedlichen Stationen im ganzen UKE eingesetzt. Als ausgebildete Kinderkrankenschwester habe ich früher viel mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet. Doch ich habe gemerkt, dass es mir am besten gefällt, wenn Patientengruppen und Fachgebiete wechseln. Heute arbeite ich zwar überwiegend auf Erwachsenenstationen. Besonders interessant finde ich aber die Jugendpsychiatrie, dort haben die Patienten meist keine größeren körperlichen Einschränkungen und die pflegerische Arbeit enthält pädagogische Anteile. Meist bin ich nur für zwei oder drei Tage auf einer Station eingesetzt, das finde ich super: Ich verschaffe mir schnell einen Einblick und weiß sofort, was Priorität hat. Schichtdienst ist generell kein Problem für mich, ich verrichte Früh-, Spät- und Wochenenddienste. Dafür habe ich dann auch einmal unter der Woche frei. Bei gutem Wetter mache ich gern eine ausgedehnte Fahrradtour. Nachtdienste waren nach 25 Jahren im Job aber eine Belastung für mich. Ich bin sehr froh, nicht mehr im Nachtdienst arbeiten zu müssen.“

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Fotos: Axel Kirchhof, Station Pflege-Pool , Illustrationen: Sina Hofmann