Psoriasis vulgaris ist mit ca. 2,0 Mio. Betroffenen eine der häufigsten und bedeutendsten Haut-erkrankungen in Deutschland. Für viele Patienten geht sie mit erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität einher. Die nun allgemein anerkannte Einordnung als entzündliche Erkran-kung des Immunsystems hat zur Entwicklung von Medikamenten geführt, die zielgerichtet wichtige Schaltstellen der Pathogenese beeinflussen können. Sie erklärt auch die hohe Rate an Komorbidität wie Arthritis und metabolisches Syndrom.
Auf der Basis dieser pathogenetischen Erkenntnisse wurden innovative Arzneimittel wie die Biologika oder die modernen Systemtherapeutika entwickelt. Insbesondere für Menschen mit mittelschweren und schweren Formen der Schuppenflechte, mit ausgedehntem Befall sichtbarer Körperareale und der Nägel sowie mit Psoriasis-Arthritis stellen diese Innovationen einen bedeutenden Fortschritt dar, weil sie mit großen therapeutischen Nutzen, Effektivität und hoher Verträglichkeit einhergehen. Die Versorgungsforschung zur Psoriasis in Deutschland ist weltweit führend. Sie hat in den letzten Jahren den Versorgungsbedarf bei Psoriasis, die laufend verbesserte Qualität der dermatologischen Therapie wie auch die gesundheitsökonomischen Vorteile der innovativen Versorgung hervorgehoben. Die Einführung der wissenschaftlichen S3-Leitlinie zur Therapie der Psoriasis war ein weiterer Fortschritt für die Versorgung. Ihre Verbreitung trägt zur Umsetzung dieser neuen Erkenntnisse in eine individuell angepasste Behandlungsstrategie für den einzelnen Patienten bei. Durch die bundesweit entstehenden Psoriasis-Netze (PsoNet) wird die leitliniengerechte Versorgung der Patienten weiter unterstützt.

Im Januar 2010 wurde am neugegründeten Institut IVDP die Studienambulanz für Psoriasis eingerichtet. Spezialisierte Fachärzte für Dermatologie bieten gemeinsam mit einem Team aus Ärzten und Pflegekräften eine Versorgung von Psoriasispatienten an, in der sowohl innovative als auch bewährte Therapien in einem individuell zugeschnittenen Therapiekonzept zum Einsatz kommen. Die Versorgung erfolgt über den Status einer Hochschulambulanz. Die Patienten haben in der Sprechstunde Zugang zu bewährten und innovativen Behandlungsverfahren. Über die klinische Forschung oder die Versorgungsforschung werden dabei wichtige Fragestellungen zur Verbesserung der Therapie geklärt. Wichtiges Merkmal der Studienambulanz ist die interdisziplinäre Betreuung der Patienten mit den niedergelassenen Hautärzten, Hausärzten, Rheumatologen und weiteren Disziplinen. Durch die Beteiligung am regionalen Psoriasisnetz (PsoNet Hamburg) wird die Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen weiter gefördert.

Unsere Leistungen

  • Klinische und apparative Diagnostik der Psoriasis
  • Interdisziplinäre Abklärung der Psoriasis-Arthritis
  • Screening und Einstellung von Komorbidität (Begleiterkrankungen)
  • Einstellung auf Biologika und Systemtherapeutika
  • Patientenschulungen
  • Registerforschung
  • Versorgungsforschung

  • Information
    Sprechzeiten

    Montags 09.00 bis 12.00 Uhr
    Dienstags 14.00 bis 16.00 Uhr
    Mittwochs 08.00 bis 12.00 Uhr
    Freitags 08.00 bis 12.00 Uhr

  • Patientenservices
    Ansprechpartner

    Direktor Prof. Dr. Matthias Augustin