Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin Hamburg (KWHH)

Maren Ehrhardt, Jan Oltrogge, Marion Eisele, Thomas Kloppe, Hans-Otto Wagner, Martin Scherer

Hintergründe und Ziele

Mit dem Ziel, die Qualität und Effizienz der allgemeinmedizinischen Weiterbildung in Hamburg durch Seminare, Mentoring, ein Train-the-Trainer-Programm sowie einer fortlaufenden Evaluation zu steigern, werden wir als Institut und Poliklinik für Allgemeinmedizin (IPA) in Zusammenarbeit mit der Ärztekammer Hamburg (ÄKH), der Koordinierungsstelle zur Förderung der Allgemeinmedizin und mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH) ein Kompetenzzentrum Weiterbildung Hamburg (KWHH) aufbauen.

Gesetzliche Grundlage für das KWHH sind in erster Linie der im Juli 2015 in Kraft getretene §75a zur „Förderung der Weiterbildung“ des GKV-Versorgungsstärkungs-gesetz (GKV-VSG) sowie die dazugehörige der Anlage IV. Wir sehen in einem solchen Kompetenzzentrum die große Chance, etwas zu realisieren, was es in Hamburg für die Weiterbildung bislang noch nicht gibt. Der Hausärzteverband Hamburg (HÄV) und die Junge Allgemeinmedizin Hamburg (JADE) haben bereits ihren Willen zur inhaltlichen Mitgestaltung bekundet.

Design und Methodik

Kernelement des KWHH werden bis zu 8 „Tage der Weiterbildung“ im Jahr sein, die die Train-the-Trainer-Fortbildungsangebote, die Seminarangebote, sowie das Mentoring-Programm in einer festen Einheit bündeln und einen breiten Austausch für alle in der Weiterbildung Allgemeinmedizin engagierten Kräfte erlauben. Dabei orientieren wir uns an dem bewährten und erfolgreich erprobten Ansatz unseres „Tags der Allgemeinmedizin“, in dem unterschiedliche Formate bestehend aus Workshops, Plenumsveranstaltungen und Begegnungsmöglichkeiten enthalten sind.

Curriculare Grundlagen des KWHH werden das kompetenzbasierte Curriculum Allgemeinmedizin, das CanMed-Rollenmodell, die Weiterbildungsordnung, die Zukunftspositionen der DEGAM und die Fachdefinitionen der Allgemeinmedizin sein. Die Anpassung des Kompetenzbasierten Curriculums Allgemeinmedizin in Verbindung mit der Strukturentwicklung des Kompetenzzentrums ist die vorrangige Aufgabe während des Aufbaus. Ziel ist eine rollierende Kombination aus immer wieder neuen und alten Angeboten, die einen Zeitraum von 5 Jahren abdeckt. Im Fokus steht dabei die Sicherstellung der inhaltlichen Attraktivität für Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung (ÄiW) im ambulanten und im stationären Weiterbildungsabschnitt