SOMA.SSD.2

Hintergrund

Die Somatische Belastungsstörung ist gekennzeichnet durch mindestens ein anhaltendes körperliches Symptom, das mit starker psychischer Belastung einhergeht. Aktuelle Erklärungsmodelle gehen von einem Zusammenspiel verschiedener biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren aus. Dabei sind zuletzt u.a. symptombezogene Erwartungen als möglicher relevanter Faktor in der Entstehung und Aufrechterhaltung der Störung untersucht worden. Bisherige Behandlungen zeigen nur eine moderate Wirksamkeit – daher besteht ein großer Bedarf an neuen, gezielteren Therapieansätzen.

Ergebnisse 1. Förderphase

In der ersten Förderphase von SOMACROSS wurden im Rahmen der SOMA.SSD Studie insgesamt n=241 Patient:innen mit Somatischer Belastungsstörung über einen Zeitraum von zwölf Monaten untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass mehrere Faktoren die Stärke der körperlichen Symptome vorhersagen können. Dazu gehören insbesondere:

  • Erwartungen in Bezug auf Symptome
  • eine erhöhte Wahrnehmung körperlicher Signale
  • depressive Beschwerden

Auch Daten aus einer begleitenden Smartphone-Studie (sogenanntes „Ecological momentary assessment“, also wiederholte Befragungen im Alltag) zeigten einen engen Zusammenhang zwischen Symptomerwartungen und Symptomstärke. Zudem konnte gezeigt werden, dass die Diagnose der Somatischen Belastungsstörung gleichermaßen für Patient:innen mit als auch ohne zusätzliche körperliche Erkrankung sinnvoll anwendbar ist.

Ziele

Aufbauend auf diesen Erkenntnissen wird in der SOMA.SSD.2-Studie eine neue, gezielte Intervention entwickelt und überprüft. Ziel ist es, eine Behandlung zu testen, die direkt an den identifizierten Einflussfaktoren ansetzt. Die Intervention ist modular aufgebaut und wird individuell auf die Bedürfnisse der Patient:innen zugeschnitten. Darüber hinaus sollen zusätzliche Einblicke in individuelle Krankheitsverläufe sowie in die Perspektive der Patient:innen gewonnen werden.

Arbeitsprogramm

Die Studie wird als randomisiert-kontrollierte Studie mit insgesamt 172 Patient:innen über insgesamt zwölf Monate durchgeführt. Teilnehmende in der Interventionsgruppe erhalten, abhängig von ihrer individuellen Belastung und ihren Risikofaktoren, ein bis drei Therapiemodule. Diese werden durch Psycholog:innen in einem Online-Setting durchgeführt. Im integrierten Single-Case-Design werden 12 Patient:innen mittels Ecological momentary Assessment und Wearables täglich befragt, um ein besseres Verständnis individueller Symptomverläufe zu erhalten. Qualitative Interviews sollen zudem die Patient:innenperspektive im Hinblick auf Erfahrungen mit den eigenen Symptomen, im Gesundheitssystem und mit der Studienintervention erfassen.

Erwartete Auswirkungen

Die SOMA.SSD.2-Studie untersucht, ob eine personalisierte, mechanismusbasierte Intervention dazu beitragen kann, körperliche Symptome bei Patient:innen mit Somatischer Belastungsstörung zu verringern. Zudem soll ein vertieftes Verständnis darüber entstehen, wie sich Symptome im Alltag entwickeln und verändern. In Zusammenarbeit mit weiteren Projekten von SOMACROSS.2 werden verschiedene Behandlungsmodule und Symptomverläufe vergleichend untersucht. Langfristig soll dies dazu beitragen,

  • die Somatische Belastungsstörung als Erkrankung mit anhaltenden Körperbeschwerden und einhergehender psychischer Belastung besser zu verstehen,
  • individuelle Krankheitsverläufe genauer zu erfassen und
  • wirksamere, personalisierte Behandlungen zu entwickeln.

SOMA.SSD.2 Studiendesign

Erwartete Auswirkungen

Die SOMA.SSD.2-Studie untersucht, ob eine personalisierte, mechanismusbasierte Intervention dazu beitragen kann, körperliche Symptome bei Patient:innen mit Somatischer Belastungsstörung zu verringern. Zudem soll ein vertieftes Verständnis darüber entstehen, wie sich Symptome im Alltag entwickeln und verändern. In Zusammenarbeit mit weiteren Projekten von SOMACROSS.2 werden verschiedene Behandlungsmodule und Symptomverläufe vergleichend untersucht. Langfristig soll dies dazu beitragen,

  • die Somatische Belastungsstörung als Erkrankung mit anhaltenden Körperbeschwerden und einhergehender psychischer Belastung besser zu verstehen,
  • individuelle Krankheitsverläufe genauer zu erfassen und
  • wirksamere, personalisierte Behandlungen zu entwickeln.