Philip – 7. Semester – Humanmedizin

Philip – mit Entschlossenheit und Herz ins Medizinstudium

Philip in OP-Kleidung

Philip ist in Hamburg geboren und aufgewachsen. Ich bin ein Arbeiterkind, sagt er offen. Seine Mutter kommt aus Frankreich, sein Vater aus Russland. Beide kamen Mitte der 1990er Jahre nach Deutschland.

Meine Eltern haben immer hart gearbeitet. Mein Vater war in Russland Goldschmied, hier arbeitet er bei Aldi. Meine Mutter ist Schneiderin. Sie haben nicht viel gehabt, aber sie haben alles gegeben, damit mein Bruder und ich eine gute Zukunft haben.

Schon in der Schulzeit spürte Philip, dass seine Lebensrealität sich von der vieler Mitschüler:innen unterschied:

Nach dem Abitur entschied er sich zunächst für ein Medizintechnikstudium an der HAW Hamburg. „Ich wollte etwas in Richtung Medizin machen, aber mit Technik verbinden. Im Praxissemester habe ich dann gemerkt: Das ist nicht das, was ich die nächsten 50 Jahre machen möchte.“ Diese Erkenntnis war schmerzhaft. „In der Zeit sind viele Tränen geflossen. Aber irgendwann wusste ich: Ich will Arzt werden – auch wenn der Weg schwer wird.“

Nach dem Abitur entschied er sich zunächst für ein Medizintechnikstudium an der HAW Hamburg.

Ich wollte etwas in Richtung Medizin machen, aber mit Technik verbinden. Im Praxissemester habe ich dann gemerkt: Das ist nicht das, was ich die nächsten 50 Jahre machen möchte.

Diese Erkenntnis war schmerzhaft: In der Zeit sind viele Tränen geflossen. Aber irgendwann wusste ich: Ich will Arzt werden – auch wenn der Weg schwer wird.

Er arbeitete in einer Klinik, beteiligte sich an wissenschaftlichen Studien und nutzte jede Gelegenheit, um dem Ziel näher zu kommen. Ich habe nebenbei im wissenschaftlichen Team gearbeitet, hatte Kontakt zu Ärzt:innen und habe mir überlegt: Genau das will ich auch machen.

Als er von der Zweitstudienquote erfuhr, sah Philip seine Chance. Ich habe ein über zwölf Seiten langes Motivationsschreiben geschrieben – mehr als ein Jahr lang daran gefeilt. Schließlich erhielt er die Zusage für Medizin in Hamburg.

Philip in OP-Kleidung als Selfie

Seine Eltern waren überrascht, als er ihnen sagte, dass er das lukrative Jobangebot nach dem Bachelor ablehnen würde.

Sie haben mich gefragt: ‚Wie stellst du dir das vor – nochmal sechs Jahre Studium?‘ Und ich habe gesagt: ‚Keine Ahnung, aber ich weiß, dass ich das machen will.‘ Ich war schon immer so: Wenn ich mir etwas in den Kopf setze, ziehe ich es durch – no matter what.

Heute studiert Philip Medizin – und blickt mit Stolz, aber auch mit Bodenhaftung auf seinen Weg zurück.

Natürlich merke ich manchmal, dass andere mehr finanzielle Sicherheit haben. Aber für mich zählt etwas anderes: was in deinem Herzen ist, dein Mindset, dein Umfeld. Es ist nicht entscheidend, wo du herkommst, sondern wer du bist und was du bereit bist zu geben.

Philip ist überzeugt, dass genau diese Haltung ihn trägt.

„Ich will beweisen – auch mir selbst –, dass Herkunft nicht bestimmt, was du erreichen kannst. Es geht nicht um Geld, sondern darum, dass du ein empathischer, ehrlicher Mensch bist, der für seine Ziele kämpft.“

Philips Geschichte zeigt, dass Erfolg nicht vom Startpunkt abhängt, sondern vom Willen, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen. Mit Mut, Disziplin und einem klaren Herzen kann man auch ohne perfekte Voraussetzungen Großes erreichen – so wie er.

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