Warum wird man Arzt oder Ärztin?
Jeder Arzt und jede Ärztin hat eine eigene Geschichte, warum er oder sie Medizin gewählt hat. Auf dieser Seite kannst du Menschen kennenlernen, die ihren Beruf lieben, hinterfragen und mit Leidenschaft ausüben – und erfahren, was sie dazu bewegt hat.
Jule Runge, Ärztin in Weiterbildung (Orthopädie und Unfallchirurgie)
Mein kultureller, familiärer und sozioökonomischer Hintergrund hat meine Studienwahl stark geprägt. Ich bin aus einer sehr unsteten Lebenssituation gekommen und wusste früh, wie wichtig Sicherheit ist. Das Medizinstudium stand für mich für einen sicheren Beruf mit vielen Möglichkeiten – etwas Gefestigtes, das mir zuvor oft gefehlt hat.
Patrick Krämer, Arzt in Weiterbildung (Kinderheilkunde)
Ich komme nicht aus einer Familie, in der Studieren selbstverständlich war. Meine Eltern hatten keinen akademischen Hintergrund, trotzdem haben sie mich immer unterstützt. Ich habe oft beobachtet, dass Kinder aus ähnlichen sozioökonomischen Verhältnissen – auch viele mit Migrationsgeschichte – ähnliche Berufswünsche haben: Ärztin, Anwalt, Lehrerin. Berufe, die Anerkennung und Sicherheit versprechen. Ich glaube, dieser Wunsch entsteht manchmal ganz unbewusst – und hat auch meine Entscheidung für die Medizin geprägt.
Vorbilder – aber anders als erwartet
Viele denken, man braucht ein großes Vorbild, um Ärztin oder Arzt zu werden. In diesem Video erzählen Mediziner:innen etwas anderes: Manche hatten kein klares Vorbild – sondern eine innere Motivation. Sie wollten etwas verändern, helfen oder verstehen. Sie sind ihren eigenen Weg gegangen.
Philipp Harms, Arzt in Weiterbildung (Radiologie)
Professor Marilyn Adler hat mich immer inspiriert. Sie ist von den Vereinigten Staaten hier nach Hamburg gekommen. Und sie war für mich immer ein großes Vorbild.
Reflektionsfragen zum Video "Gab es prägende Erlebnisse oder Vorbilder, die dich inspiriert haben?"
Ärzt:innen berichten im Video, welche prägenden Ereignisse oder Menschen ihre Entscheidung für die Medizin beeinflusst haben – und warum manche ihren Weg auch ohne klassische Vorbilder gefunden haben. Die Reflexionsfragen laden dich ein, darüber nachzudenken, was dich selbst antreibt: Gab es Erfahrungen, Werte oder Ideen, die dich geprägt haben – oder bist du vielleicht dein eigenes Vorbild?
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Was macht eine gute Ärztin/einen guten Arzt aus?
Gute Ärzt:innen haben nicht nur Fachwissen, sondern auch besondere Fähigkeiten im Umgang mit Menschen. Finde heraus, welche Eigenschaften für sie besonders wichtig sind.