Marthe – 3. Semester – Zahnmedizin
Marthe – mit abgeschlossener Ausbildung ins Zahnmedizinstudium
Marthe ist in Ostfriesland, in einem kleinen Dorf auf einem Bauernhof aufgewachsen.
Mein Papa ist Landwirt und hat seinen eigenen Betrieb zusammen mit meiner Mama gegründet. Ich habe fünf Geschwister, ich bin die Jüngste, und bei uns ist immer sehr viel los.
Obwohl Marthe die Jüngste in einer akademisch vielfältigen Familie ist – ihre Schwestern sind Kunstpädagogin, Lehrerin und Hebamme, ihre Brüder Landwirte, einer davon studiert – waren ihre Eltern keine Akademiker:innen. Gerade in ihrer Schulzeit merkte Marthe, wie sehr ihr familiärer Hintergrund und die Erwartungen anderer sie beeinflussen konnten:
Die Erfahrungen auf dem Hof und die enge Unterstützung ihrer Familie prägen Marthe bis heute.
Ich bin super dankbar, dass ich auf einem Hof aufgewachsen bin und immer draußen spielen konnte. Meine Mama war immer für mich da, und dadurch, dass sie zu Hause gearbeitet hat, konnte ich früh lernen, selbstständig zu arbeiten. Das hilft mir jetzt total – sowohl in der Ausbildung als auch im Studium.
Marthe nahm zunächst eine Ausbildung zur operationstechnischen Assistentin am UKE in Hamburg auf und arbeitete drei Jahre in Vollzeit, während sie nebenbei für die Auswahltests TMS und HAM-Nat lernte.
Beim TMS hat es ein bisschen besser geklappt. Ich habe letztlich einen Platz in Kiel bekommen und konnte dann nach Hamburg tauschen.
Auch persönliche Hürden mussten überwunden werden:
Jetzt steht sie mitten im Zahnmedizinstudium:
Ich habe es geschafft, und das zeigt mir, dass man bei sich bleiben muss, auch wenn andere etwas anderes sagen.
Marthes Geschichte zeigt, wie wichtig familiäre Rückendeckung, persönliche Stärke und Selbstvertrauen sind, um den eigenen Weg zu finden – selbst wenn die Umstände und Erwartungen zunächst gegen einen sprechen.