"Lebensqualität im Einklang mit erfolgreicher Arbeit."

Sina V. (27), Medizinisch-technische Laboratoriumsassistentin

Zahnärztin wollte sie ursprünglich werden. Die erste große Prüfungshürde im Studium der Zahnmedizin hatte sie bereits gemeistert – und schwenkte dann um zur Medizinisch-Technischen Laborassistentin (MTLA). Ein Schritt, den Sina keine Sekunde bereut hat. „Ich bin glücklich mit meiner Arbeit und hier im UKE.“

Seit Februar 2021 arbeitet sie als MTLA im Institut für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene. Sie pendelt zwischen verschiedenen Laborbereichen, ist vertraut mit diversen labordiagnostischen Untersuchungen und zufrieden mit der Vielfalt ihrer Aufgaben. „Ich lerne immer noch dazu“, betont sie. In den drei Teams, zu denen sie aktuell gehört, fühlt sie sich wohl. Sie lobt das harmonische Miteinander, die Hilfsbereitschaft, die „gute Mischung“ aus jungen und älteren Kolleg:innen und das Zusammenspiel der verschiedenen Berufsgruppen aus Forschung, Ärzt:innen und MTAs. „Hier wird nicht in Hierarchie gedacht. Wir arbeiten alle auf Augenhöhe.“

Die junge Frau, in Neumünster geboren und aufgewachsen, hatte nach dem Abitur erst einmal ein bisschen die Welt kennenlernen wollen: Sie verbrachte einige Monate in Costa Rica, arbeitete danach in einem Hostel in Barcelona. Als sie anschließend mit ihrem Wunschstudium Zahnmedizin an der Universität in Kiel startet, ist sie voller Elan, besteht die Klausuren und das Vorphysikum mit Bravour. Doch der Anspruch an sich selbst ist hoch, er sorgt für Dauerstress. „Ich wollte nicht nur lernen, sondern auch leben.“

Sina wagt den Wechsel, startet die MTLA-Ausbildung an einer Berufsschule, die einem Hamburger Krankenhaus angeschlossen ist. Als sie bei einem Praktikum das Institut für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene kennenlernt, ist sie so angetan, dass sie sich nach der Ausbildung umgehend um eine Stelle dort bewirbt. An ihrer Arbeit schätzt sie unter anderem, dass die Schichtzeiten zuverlässig sind, die Dienste in Absprache mit der Abteilungsleitung aber auch an private Erfordernisse angepasst werden können.

Sie genießt es, dass Arbeit und Lebensqualität in Einklang sind. „Wenn die Schicht zu Ende ist, kann ich mit freiem Kopf meine Freizeit genießen.“ Dann malt sie farbenfrohe Acrylbilder, kocht leidenschaftlich gern mit ihrem Freund, macht regelmäßig Sport im Fitnessstudio – und findet es schön, dass das UKE dafür sogar einen Zuschuss gewährt. „Für mich ist es aber auch wichtig zu wissen, dass ich hier viele Möglichkeiten habe, mich beruflich weiterzuentwickeln, wenn ich dies möchte. Das gibt mir ein gutes Gefühl.“

Text: Ingrid Kupczik

Gemeinsam besser. Fürs Leben.