"Ich erhielt große Unterstützung durch das UKE."

Prof. Dr. Manuel Friese, Direktor des Instituts für Neuroimmunologie und Multiple Sklerose (INIMS), Zentrum für Molekulare Neurobiologie Hamburg (ZMNH), seit 2008 im UKE

"Seit Mai 2014 bin ich Direktor des Instituts für Neuroimmunologie und Multiple Sklerose am ZMNH des UKE und leite ein Team von circa 30 Mitarbeitern. Unsere Forschungen konzentrieren sich auf entzündliche und infektiöse Erkrankungen des zentralen Nervensystems mit Schwerpunkt auf die Multiple Sklerose (MS), aber auch auf andere seltenere Erkrankungen.

Über das Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft für junge Nachwuchswissenschaftler kam ich 2008 aus Oxford ans UKE. Ich baute am ZMNH eine eigene Arbeitsgruppe auf und beendete nebenbei meinen Facharzt. Um der Doppelbelastung standzuhalten, erhielt ich große Unterstützung durch das UKE, sodass ich im Jahr 2013 meine Facharztausbildung als Neurologe abschließen konnte. Als ich einen Ruf an eine andere Universität bekam, wurde mir eine Professur im UKE angeboten. Kurz darauf bewarb ich mich um die Nachfolge des Institutsleiters für Neuroimmunologie und Multiple Sklerose und erhielt den Zuschlag.

Das Besondere an meiner Tätigkeit im UKE? Dass ich hier Forschung und klinische Versorgung miteinander verbinden kann. Drei Tage in der Woche arbeite ich wissenschaftlich im Institut des ZMNH und zwei Tage in der Klinik und Poliklinik für Neurologie direkt am Patienten. Ein sehr effizientes und relativ einzigartiges Modell, das die Forschung schneller voranbringt und Patienten ermöglicht, in ihrer Therapie von neuesten Erkenntnissen zu profitieren. Mit den klinischen Neurologen tausche ich mich wöchentlich in Spezialvisiten über bestimmte Fälle aus und erörtere, inwieweit aktuelle Forschungsergebnisse konkret in die Therapie einfließen können. Den Weg der translationalen und praxisorientierten Wissenschaft halte ich für absolut zukunftsweisend und bin sehr froh im UKE beste Voraussetzungen vorzufinden, diesen Pfad weiter zu gehen."