Vergangene Symposien

2. Hamburger Symposium Versorgungsforschung und Public Health - Bedarfsgerechte Versorgung: Über-, Unter- und Fehlversorgung

  • Das 2. Hamburger Symposium für Versorgungsforschung und Public Health widmete sich im Jahr 2026 dem Thema der bedarfsgerechten Versorgung. Aus der Perspektive des Universitätsklinikums wurden dabei Aspekte der Über-, Unter- und Fehlversorgung adressiert. Die Mitgliedsinstitutionen des CHCR & PH hatten in den vergangenen Jahren zu den unterschiedlichsten Versorgungsbereichen Forschungsprojekte durchgeführt. Mit dem Symposium 2026 wurden die verschiedenen Bereiche und Ergebnisse zusammengeführt und präsentiert. Eingereicht wurden Beiträge zu folgenden Themenfeldern:

    Session 1: Bedarfsgerechte Versorgung – eine Utopie

    Versorgungsbedarf wird verstanden als ein Zustand, dessen Behandlung einen gesundheitlichen Nutzen erwarten lässt. Durch die Aufnahme des Begriffs in mehrere Leitlinien kann er als etabliert gelten. Dennoch besteht weiterhin Handlungsbedarf hinsichtlich der Methoden zur Messung einer bedarfsgerechten Versorgung. Neben einem Fokus auf die medizinische Versorgung verschiedener Krankheitsentitäten richtete sich der Blick verstärkt auf die unterschiedlichen Bedarfe verschiedener Bevölkerungsgruppen. Dazu gehörte auch der Einsatz unterschiedlicher Messinstrumente, wie etwa Patient Reported Experience Measures (PREMs) und Patient Reported Outcome Measures (PROMs), um Versorgungsqualität und tatsächliche Bedarfe umfassend abzubilden. Im Mittelpunkt standen folgende Fragestellungen:

    • Wie lassen sich unterschiedliche Bedarfe diverser Bevölkerungsgruppen valide erfassen?
    • Welche Rolle spielen PREMs und PROMs in der Weiterentwicklung bedarfsgerechter Versorgung?
    • Wie können Leitlinienempfehlungen und empirische Bedarfserhebung besser miteinander verzahnt werden?

    Session 2: Vom Falschen zu viel und vom Richtigen zu wenig – wie werden wir besser?

    Das deutsche Gesundheitssystem weist nach wie vor zahlreiche Hürden in der Versorgung von Patientinnen und Patienten auf, die sich trotz jahrzehntelanger politischer Bemühungen nicht nachhaltig abbauen lassen. Zwar hatten Themen wie die Stärkung der intersektoralen und interprofessionellen Zusammenarbeit sowie eine effizientere Versorgung Eingang in grundlegende Strategiepapiere und Förderlinien gefunden, doch spiegelten sich diese Ansätze bislang kaum in der Versorgungspraxis wider. Ein optimaler Einsatz und eine bedarfsgerechte Verteilung der verfügbaren Ressourcen waren weiterhin nicht erreicht. Im Mittelpunkt standen folgende Fragestellungen:

    • Welche Faktoren verhindern die Umsetzung intersektoraler und interprofessioneller Konzepte?
    • Wie können Ressourcen bedarfsgerechter verteilt werden?
    • Welche erfolgreichen Modelle oder Best Practices existieren bereits?

  • 08:45-09:00Einlass der Teilnehmer:innen, Registrierung
    09:00-09:20
    Begrüßung
    Prof. Dr. Martin Scherer, Institut und Poliklinik für Allgemeinmedizin (IPA), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
    Grußwort
    Prof. Dr. Götz Thomalla, Prodekan für Klinische Forschung und Translation, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
    09:20-10:35Keynotes
    Moderation: Prof. Dr. Martin Scherer, IPA, UKE
    Auf dem Weg zu einem wirtschaftlichen und qualitativ hochwertigen Primärversorgungssystem
    Prof. Dr. Jonas Schreyögg, Professur für Management im Gesundheitswesen, Hamburg Center for Health Economics
    Wie identifizieren wir low value care und wie verbessern wir sie?
    PD Dr. Dimitra Panteli, Department of Health Care Management, Technische Universität Berlin
    Diskussion
    10:35-10:50Kaffeepause
    10:50-12:10Session 1: Bedarfsgerechte Versorgung – eine Utopie?
    Moderation: Prof. Dr. Antonia Zapf, Institut für Medizinische Biometrie und Epidemiologie, UKE
    Keynote: Fehlende Effizienz als Schädling und Kostentreiber
    Dr. Dagmar Lühmann, IPA, UKE
    Vortrag: Entwicklung eines Patient-Reported-Outcomes-Instruments zu Patientenzielen und Behandlungsnutzen bei Post-COVID (“PBI-PoCO”)
    Dr. Katharina Hense. IVDP, UKE
    Vortrag: Always waiting for what comes next: Gaps in psychosocial care for families of children with cancer predisposition syndrom
    Verena Paul, Institut für Medizinische Psychologie, UKE
    Vortrag: Satzungsleistungen der GKV im Kontext von Gesundheitsförderung und Prävention im Spiegel unterschiedlicher Datenquellen
    Linda Völtzer, Competence Center Gesundheit, Hochschule für Angewandte Hamburg, Hamburg
    12:10-12:30Trinkpause
    12:30-13:45Session 2: Vom falschen zu viel und vom Richtigen zu wenig – wie werden wir besser?
    Moderation: Prof Dr. Ghazal Aarabi, M. Sc. Poliklinik für Parodontologie, Präventive Zahnmedizin und Zahnerhaltung, UKE
    Keynote: Das Glaukomscreening-Dilemma: IGEL-Leistungen zwischen Versorgungsrealität und Evidenz
    Prof. Dr. Martin Spitzer, Klinik für Augenheilkunde, UKE
    Vortrag: Versorgungswege und Prädiktoren der systemischen Kortikosteroidanwendung bei atopischer Dermatitis: eine longitudinale Kohortenanalyse mittels Sekundärdaten
    Theresa Klinger, IVDP. UKE
    Vortrag: Vom Bedarf zur Versorgung - wann nehmen Menschen mit Depressionen Hilfe in Anspruch?
    PD Dr. Anna-Levke Brütt, Institut für Medizinische Psychologie, UKE
    Vortrag: Geographic variation in radiotherapy after breast-conserving surgery for early invasive breast cancer in Germany: a population-based, multilevel analysis of clinical cancer registry data
    Dr. Annemarie Schultz, Free and Hanseatic City of Hamburg, Ministry of Science, Research and Equality, Hamburg Cancer Registry, Hamburg
    13:45-14:00Verleihung Nachwuchspreis
    Dr. Christian Wiessner, IMBE und Dr. Christina Lindemann, CHCR & PH
    14:00-14:45Mittagspause
    14:45-15:30E-Posterwalk I
    15:45-16:30E-Posterwalk II
     Ende der Veranstaltung

    Stand: 25. Juni 2026

1. Hamburger Symposium Versorgungsforschung und Public Health - Altersspezifische Versorgungsforschung - 8. HAM-NET Symposium

  • Das Center for Health Care Research & Public Health (CHCR & PH) und das Hamburger Netzwerk für Versorgungsforschung (HAM-NET) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) verfolgen das Ziel, die Akteure und Institutionen der Hamburger Metropolregion im Bereich der Versorgungsforschung und Public Health zu vernetzen.

    Das 8. HAM-NET-Symposium bot dazu eine hervorragende Gelegenheit, gemeinsame Synergien für innovative Versorgungs- und Public-Health-Forschung in der Metropolregion Hamburg zu schaffen.

    Preise: Im Rahmen des Symposiums wurden der CHCR & PH Nachwuchspreis sowie der HAM-NET-Award für die drei besten Posterpräsentationen verliehen.

    Im Anschluss an das Symposium fand eine Mitgliederversammlung der HAM-NET-Mitgliedsinstitutionen statt.

  • 08:30-09:00Einlass der Teilnehmer:innen, Registrierung, Get together
    09:00-09:30
    Begrüßung
    Prof. Dr. Martin Scherer, Institut und Poliklinik für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    Dr. Christina Lindemann, Center for Health Care Research & Public Health
    Grußwort
    Prof. Dr. Blanche Schwappach-Pignataro, Dekanin,
    Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    09:30-10:30Keynote
    Zeitenhandel - Über die Ambivalenz der individuellen Verhaltensprävention
    Prof. Dr. Dr. Urban Wiesing
    Institut für Ethik und Geschichte der Medizin,
    Universität Tübingen
    10:30-11:00Kaffeepause
    11:00-12:00Session 1: Versorgungsforschung und Public Health bei Kindern und jungen Erwachsenen
    Moderation: Prof. Dr. Antonia Zapf
    Institut für Medizinische Biometrie und Epidemiologie, UKE
    Keynote: Gesundheitsbezogene Versorgungsforschung im Kindes- und Jugendalter - Chancen und Herausforderungen
    Prof. Dr. Laura Inhestern
    Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie,
    Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    Vortrag 1: Wohlbefinden und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen im zeitlichen Verlauf - eine Public Health Perspektive
    Dr. Franziska Reiß
    Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik, Forschungssektion "Child Public Health", UKE
    Vortrag 2: Healthy MidStudents – eine Pilotstudie zur Gesundheits- und Arbeitssituation von Studierenden der Hebammenwissenschaft in Norddeutschland
    Caroline Agricola, Institut für Versorgungsforschung in der Dermatologie und bei Pflegeberufen, UKE & Ilona Efimov, Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin, UKE
    Vortrag 3: SmartMoms - Hilfe bei Wochenbettdepression
    Viola Loew
    Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, UKE
    12:00-13:00E-Posterwalk I
    13:00-14:00Mittagspause
    14:00-15:00Session 2: Versorgungsforschung und Public Health bei Erwachsenen.
    Moderation: Prof. Dr. Martin Scherer, Institut und Poliklinik für Allgemeinmedizin
    Keynote: Versorgungsforschung im Bereich der Schlaganfallbehandlung.
    Prof. Dr. Götz Thomalla
    Klinik und Poliklinik für Neurologie,
    Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    Vortrag 4: Immediate and lagged effects of (extreme) ambient temperature on German emergency care
    Jona Frasch
    Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung, UKE
    Vortrag 5: Barriers to healthcare predict reduced health-related quality of life in autistic adults
    Dr. Judith Peth
    Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, UKE
    Vortrag 6: Kleinräumige Analysen der Inanspruchnahme präventiver Leistungen – Welche Rolle spielt der Sozialstatus des Quartiers?
    Denise Kubat
    Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, Medizinische Fakultät, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
    15:00-16:00E-Posterwalk II
    16:00-17:00Session 3: Versorgungsforschung und Public Health bei Senior:innen
    Moderation: Prof. Dr. Susanne Busch, Hochschule für angewandte Wissenschaften, Hamburg
    Keynote: Einsamkeit und Isolation im Alter
    Prof. Dr. André Hajek, Institut für Gesund-heitsökonomie und Versorgungsforschung,
    Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    Vortrag 7: Interprofessionelle Zusammenarbeit in der mundgesundheitlichen Versorgung älterer ambulant pflegebedürftiger Menschen
    Dr. Thomas Zimmermann
    Institut und Poliklinik für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    Vortrag 8: Entwicklung eines interprofessionellen personenzentrierten Versorgungskonzepts für Personen mit Pflegebedarf, die in ihrer eigenen Häuslichkeit leben (interprof HOME)
    Dr. Britta Tetzlaff
    Institut und Poliklinik für Allgemeinmedizin, UKE
    Vortrag 9: Ein Universitäts-basierter Demenz-Konsiliardienst für regionale Allgemeinkrankenhäuser
    PD Dr. Dr. Björn Schott
    Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universität Göttingen
    17:00-17:30Verleihung Nachwuchspreis und HAM-NET-Award
    Dr. Moritz Köhnen, Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie & Dr. Christina Lindemann, CHCR & PH

    Stand: 25. Juni 2026

HAM-NET Symposien

  • Hamburg Speicherstadt

    Zukunft der Versorgungsforschung und des Öffentlichen Gesundheitsdiensts:Synergien und Herausforderungen

    Programm
    08:30-09:00Einlass der Teilnehmer:innen, Registrierung, Get together
    09:00-09:30
    Begrüßung
    Prof. Dr. Dr. Martin Härter, Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, UniversitätsklinikumHamburg-Eppendorf
    Grußwort
    Jens Juncker, Leiter der Landesvertretung Hamburg, DAK-Gesundheit
    09:30-11:00Keynotes
    Moderation: Prof. Dr. Volker Harth, Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (ZfAM)
    Öffentlicher Gesundheitsdienst und Versorgungsforschung
    Prof. Dr. Eva Grill, Institut für Medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie (IBE), Ludwig-Maximilians-Universität München
    Das digitale Gesundheitsamt, Der ÖGD muss digital werden
    Daniel Dröschel, OptiMedis AG
    Versorgungsforschung und Schnittstellen mit dem ÖGD– Chancen und Perspektiven für Hamburg
    Volker Harth, Zentrum für Psychosoziale Medizin, Universitätsprofessur für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    11:00-11:15Kaffeepause
    11:15-12:15Moderierter Poster-Rundgang - Hamburger Projekte der Versorgungsforschung stellen sich vor
    12:15-13:00Mittagspause
    13:00-14:15Wie kann die Implementierung von Projekten der Versorgungsforschung gelingen? Ein Beitrag zu aktuellen Herausforderungen der Translation.
    Prof. Dr. Dr. Martin Härter, Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

    Moderation: Prof. Dr. Susanne Busch, Department Pflege und Management, Leitung Competence Center Gesundheit (CCG), HAW Hamburg und Thomas Bott, AOK Rheinland/Hamburg - Die Gesundheitskasse

    Anschließend
    Diskussionsrunde mit Vertreter:innen der Hamburger Forschungs- und Versorgungslandschaft:
    Prof. Dr. Martin Lambert, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, UKE
    Dr. h. c. Helmut Hildebrandt, Optimedis
    Nicolas Haustedt, SeeYou Familienorientierte Nachsorge Hamburg
    14:15-14:45Preisverleihung des HAM-NET-Awards für die beste Posterpräsentation (Dr. Christina Lindemann)
    14:45-15:00Kaffeepause
    im AnschlussMitgliederversammlung HAM-NET
  • 6. HAM-NET Symposium

    Public Health in Hamburg – Eine Standortbestimmung

    Programm
    9:00 - 9:30Begrüßung/Einführung
    Prof. Dr. Dr. Martin Härter, Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    Grußwort
    Dr. Silke Heinemann, Leiterin des Amts für Gesundheit der Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration der Freien und Hansestadt Hamburg
    09:30 - 11:00Keynotes "Public Health und Versorgungsforschung“
    Moderation: Prof. Dr. Olaf von dem Knesebeck, Institut für Medizinische Soziologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf & Univ.-Prof. Dr. med. Martin Scherer, Institut und Poliklinik für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    Public Health und Versorgungsforschung
    Prof. Dr. Ansgar Gerhardus, Universität Bremen
    Forschung zu Public Health am UKE und in der Metropolregion
    Prof. Dr. Ulrike Ravens-Sieberer, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie, - psychosomatik, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    Akademische Ausbildung zu Public Health in Hamburg
    Prof. Dr. Joachim Westenhöfer, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg
    11:00 – 11:15Kaffeepause
    11:15 – 12:15Moderierter Poster-Rundgang - Hamburger Projekte der Versorgungsforschung stellen sich vor
    12:15 - 13:00Mittagspause
    13:00 - 14:45Projekte der HAM-NET-Förderphasen 1 und 2
    Moderation: Thomas Bott, AOK & Prof. Dr. Hans-Helmut König, Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung (IGV), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    Notfallversorgung in Hamburg – Wissen, Einstellungen und Inanspruchnahme in der Bevölkerung (Ham-EmCare)
    Dr. Sarah Koens & Dr. Jens Klein (Institut für Medizinische Soziologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf)
    Integrierte und gestufte Versorgung psychischer Erkrankungen durch Überwindung sektoraler Behandlungsbarrieren (COMET)
    Dr. Daniela Heddaeus & Prof. Martin Härter (Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf)
    Messung von Patientenorientierung durch patientenberichtete Erfahrungsmaße (ASPIRED)
    Prof. Dr. Isabelle Scholl (Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf)
    Entwicklung gesundheitskompetenter Organisationen zur Förderung der Gesundheitskompetenz in Hamburg (OHL-HAM)
    Dr. Daniel Lüdecke (Institut für Medizinische Soziologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) & Johanna Heeg (Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf)
    14:45 – 15:00Preisverleihung HAM-NET Award
    15:00 - 15:30Kaffeepause
    15:30 – 16:30Mitgliederversammlung HAM-NET
  • 5. HAM-NET Symposium

    Auswirkungen der Pandemie auf die Gesundheitsversorgung –Wie ein Virus Bedarfe, Angebote und Inanspruchnahme verändert hat

    Programm
    09:00 – 09:15Begrüßung
    Prof. Dr. Dr. Martin Härter, HAM-NET Sprecher, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    09:15 – 09:30Grußwort
    Melanie Schlotzhauer, Staatsrätin, Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration der Freien und Hansestadt Hamburg
    09:30 – 10:00Vortrag: Regional vernetzte medizinische Versorgung in der Pandemie – Ein Praxisbeispiel aus Sachsen
    Prof. Dr. Jochen Schmitt, Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden
    10:00 - 10:45Podiumsdiskussion: Auswirkungen der Pandemie auf die Gesundheitsversorgung - Wie haben sich Bedarfe, Angebote und Inanspruchnahme verändert?
    Dr. Pedram Emami, Ärztekammer Hamburg;
    Dr. Silke Heinemann, Amt für Gesundheit, Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration der Freien und Hansestadt Hamburg;
    Petra Hofrichter, Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V.;
    Prof. Dr. Albert Nienhaus, Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege & Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf;
    Jens Juncker, DAK Gesundheit
    10:45 – 11:00Pause (Übergang in den Video-Posterwalk)
    11:00 - 11:45ePosterwalk: Hamburger Projekte der Versorgungsforschung stellen sich vor
    11:45 - 12:15Pause (Übergang ins Video-Plenum)
    12:15 - 12:30Verleihung „HAM-NET Award 2021“
     Neue Versorgungsformen für Hamburg – Evaluation und Transfer
    12:30 - 13:00NWGA – NetzWerk GesundAktiv
    Maren Puttfarcken, Techniker Krankenkasse;
    Ralf Zastrau, Albertinen-Haus
    13:00 - 13:30RECOVER – Modell der sektorenübergreifend-koordinierten, schweregradgestuften, evidenzbasierten Versorgung psychischer Erkrankungen
    Prof. Dr. Martin Lambert, Prof. Dr. Anne Karow, Prof. Dr. Jürgen Gallinat, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
  • 4. HAM-NET Symposium

    Kommunikation in der Gesundheitsversorgung – Alte und neue Herausforderung in Zeiten der Digitalisierung

    Programm
    09:00 – 09:05Begrüßung
    Prof. Dr. Dr. Martin Härter, HAM-NET Sprecher, UKE
     Gesundheitskompetenz und Digitalisierung – Teil 1
    Moderation: Prof. Dr. Dr. Martin Härter, UKE
    09:05 – 09:35Gesundheitskompetenz fördern – eine gemeinsame Aufgabe
    Corinna Schaefer, Vorsitzende Deutsches Netzwerk Gesundheitskompetenz, stellv. Geschäftsstellenleitung, Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin, Berlin
    09:35 – 10:05Aktivierung der Gesundheitskompetenz von Versicherten mit erhöhtem Risiko für Diabetes mellitus Typ 2
    Dr. Monika Schliffke, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Vorstandsvorsitzende KVSH
    10:05 – 10:15Pause (Übergang in den ePosterwalk)
    10:15 - 11:00ePosterwalk - Hamburger Projekte der Versorgungsforschung stellen sich vor
     Session 1: Psychosoziale und regionale Versorgung
    Session 2: Gesundheitsinformationen und Gesundheitskompetenz
    Session 3: Digitale Ansätze für Forschung und Versorgung
    Session 4: Patienten- und Angehörigenorientierung
    11:00 – 11:15Pause (Übergang ins ePlenum)
    11:15 - 11:30Verleihung ePosterpreis „HAM-NET Award 2020“
    Moderation: Prof. Dr. Dr. Martin Härter, UKE; Dr. Andreas Meusch, TK
     Gesundheitskompetenz und Digitalisierung – Teil 2
    Moderation: Frank Liedtke, Barmer
    11:30 – 12:00Förderung der Digitalen Gesundheitskompetenz durch die Krankenkassen - Bedarf, Stand und Ausblick
    Hardy Müller, Beauftragter für Patientensicherheit, Techniker Krankenkasse
    12:00 – 12:30Ein Einblick in das Digitale Versorgungsgesetz - oder warum die ePA als Basis intersektoraler Versorgung unabdingbar ist
    Ecky Oesterhoff, Director Hospital Care, Health Innovation Hub (HIH), Berlin
  • 3. HAM-NET Symposium

    Nachdem zahlreiche Projekte in der Versorgungsforschung angelaufen sind, gewinnt die Frage der bisher erzielten Ergebnisse und ihre Übertragbarkeit in die Versorgung mehr und mehr Bedeutung.

    Programm
    10:00 - 10:30Begrüßung Grußwort
    Dr. Silke Heinemann, Amtsleitung Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, Freie Hansestadt Hamburg
    Einführung
    Prof. Dr. Dr. Martin Härter, HAM-NET-Sprecher, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    10:30 - 12:00Keynotes "Transfer von Forschung in die Praxis"
    Moderation: Prof. Dr. Martin Scherer, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    Wie gelingt Implementierung? Ein Überblick und Herausforderungen aus internationaler Sicht - Prof. Dr. Michel Wensing, Universitätsklinikum Heidelberg
    Der Innovationsfonds: Bindeglied zwischen Forschung und Praxis oder vertane Chance? - Prof. Dr. Volker Amelung, Medizinische Hochschule Hannover und Bundesverband Managed Care e.V.
    12:00 - 12:45Mittagspause
    12:45 - 13:45Moderierter Posterrundgang - Hamburger Projekte der Versorgungsforschung stellen sich vor
    Moderation: Prof. Dr. Susanne Busch, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg; Prof. Dr. Bernd Löwe, UKE; Dr. Andreas Meusch, TK
    13:45 - 14:45Neue Versorgungsformen
    Moderation: Frank Liedtke, Barmer
    PREMA – eHealth gestütztes Case-Management für psychisch Erkrankte in der hausärztlichen Primärversorgung - Kathrein Munski, Fachreferat Versorgungsmanagement Entwicklung, Techniker Krankenkasse

    Das CARE for CAYA-Programm – Ganzheitliches Präventionsprogramm für junge Patienten nach überstandener Krebserkrankung im Kindes-, Jugend- und jungen Erwachsenenalter (CAYAs) - Prof. Dr. Corinna Bergelt, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    14:45 - 15:15Kaffeepause
    15:15 - 16:15
    Versorgungsforschung
    Moderation: Prof. Dr. Olaf von dem Knesebeck, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    ACD – Accountable Care in Deutschland - Verbesserung der Patientenversorgung durch Vernetzung von Leistungserbringern und informierten Dialog - Wiebke Schüttig & Ronja Flemming, LMU München; Dr. Annemarie Schultz & Docteur en médecine Emmanuelle Brua, Kassenärztliche Vereinigung Hamburg

    ASPIRED - Messung von Patientenorientierung durch patientenberichtete Erfahrungsmaße - Dr. Jördis Zill, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    16:15 - 16:30Abschluss
  • 2. HAM-NET Symposium

    Das Schwerpunktthema des Symposiums war dieses Jahr die Notfallversorgung und die damit verbundene Versorgungsforschung.

    Programm
    13:00-13:30Ankunft / Begrüßungskaffee
    13:30-13:45Begrüßung & Einführung
    Prof. Dr. Dr. Martin Härter, Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, UKE
    & Sprecher des Hamburger Netzwerks für Versorgungsforschung
     Notfallversorgung und Versorgungsforschung
    Moderation: Dr. Andreas Meusch, TK und Frank Liedtke, Barmer
    13:45-14:15Die Zukunft der Notfallversorgung in Deutschland –
    die Perspektive des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen
    Prof. Dr. Jonas Schreyögg, Lehrstuhl für Management im Gesundheitswesen,
    Hamburg Center Health Economics, Universität Hamburg
    und Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen
    14:15-14:45Die Zukunft der Notfallversorgung in Hamburg –
    die Sicht der Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz
    Dr. Matthias Gruhl, Amt für Gesundheit, BGV
    14:45-15:15Diskussion
    Maren Puttfarcken, Techniker Krankenkasse
    Walter Plassmann, Kassenärztliche Vereinigung Hamburg
    Prof. Dr. Martin Scherer, Institut und Poliklinik für Allgemeinmedizin, UKE
    15:15-16:15Posterausstellung – Versorgungsforschungsprojekte in Hamburg
    (mit anschließender Kaffeepause und Musik)
    16:15-17:15Neue Versorgungsformen in Hamburg
    Moderation: Prof. Dr. Susanne Busch, Department Pflege und Management,
    Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

















    NWGA – NetzWerk GesundAktiv - ein sektorenübergreifendes Hilfs- und Betreuungsnetzwerk
    für ältere Menschen im Quartier Hamburg-Eimsbüttel
    Maren Puttfarcken, Techniker Krankenkasse und Prof. Dr. med. Wolfgang von Renteln-Kruse,
    Zentrum für Geriatrie und Gerontologie, Albertinen-Haus

    INVEST Billstedt/Horn – Hamburg Billstedt/Horn als Prototyp für eine Integrierte gesundheitliche Vollversorgung in deprivierten großstädtischen Regionen
    Alexander Fischer, Gesundheit für Billstedt/Horn UG (haftungsbeschränkt)

    RECOVER - Modell der sektorenübergreifend-koordinierten, schweregradgestuften, evidenzbasierten Versorgung psychischer Erkrankungen
    Prof. Dr. Martin Lambert, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, UKE
  • 1. HAM-Net Symposium

    Das Symposium, das mit über 100 Teilnehmern im Erikahaus stattfand, diente dazu, über das neue Netzwerk zu informieren, die Akteure ins Gespräch zu bringen und über aktuelle Themen und Projekte in der Versorgungsforschung in der Hamburger Region zu informieren.

    Martin Härter eröffnete das Symposium und warf einen kurzen Rückblick auf den Hintergrund der Netzwerkgründung. So betonte er die prominente Rolle des CHCR in der Hamburger und bundesweiten Versorgungsforschung und dessen Relevanz für die Beantragung der BMBF-Strukturförderung. Neben der starken Verbundforschung im CHCR waren vorhandene Kooperationsstrukturen der relevanten Akteure in der Hamburger Versorgungsforschung förderlich für die Gründung und Institutionalisierung einer Netzwerkstruktur. Folglich überrascht es nicht, dass HAM-NET bereits in der Anfangsphase auf über 30 interessierte und unterstützende Institutionen zurückgreifen kann.

    Olaf von dem Knesebeck erläuterte in seinem Redebeitrag die Ziele, Aufgaben und Strukturen, die sich bisher entwickelt haben und weiter entwickeln werden. Das übergeordnete Ziel des Netzwerks liegt in der Förderung und Koordination der Versorgungsforschung sowie die Verbindung von Versorgungsforschung und Versorgungspraxis in Hamburg.

    Daraus ergeben sich folgende Schwerpunktaufgaben:

    • Entwicklung und Identifikation strategisch wichtiger und innovativer Themenbereiche der Versorgungsforschung und –Gestaltung in Hamburg
    • Initiierung und Koordination von Forschungsinitiativen
    • Förderung der Zusammenarbeit zwischen Akteuren in der Versorgungs-Forschung und in der Versorgungspraxis

    Um das Netzwerk zu steuern und zu koordinieren werden bis Ende 2017 ein Sprechergremium und ein Vorstand eingesetzt, die vom internationalen Beirat beraten und im Austausch mit den Mitgliedern stehen werden. Daniel Bremer als Netzwerkkoordinator ist bereits seit dem Projektstart am 1. Februar 2017 aktiv.

    Mit Holger Pfaff konnte das Netzwerk einen hochkarätigen Versorgungsforscher als Keynote Speaker für das Symposium gewinnen. Er widmete sich in seinem Vortrag dem Thema „Versorgungsentwicklung - Wie entwickle ich das Versorgungssystem „bottom up“ weiter?“. Holger Pfaff begann seinen Vortrag mit dem Problem des Innovationsmangels im Gesundheitswesen und der Schwierigkeit das Leitbild des lernenden Gesundheitssystems umzusetzen. Unter zur Hilfenahme systemtheoretischer Perspektiven konkretisierte er in der Folge nicht nur die Herausforderungen, sondern skizzierte ebenfalls Lösungsansätze, die vor allem auf Methoden der Organisationsentwicklung beruhen. Neben dem etablierten Top-down-Verfahren sieht er unter anderem das Bottom-up- und Gegenstromverfahren als notwendige Ergänzung, um das System zu irritieren, anzuregen und Angebote zu machen.

    Die Entwicklung der Versorgung ist folglich ein mehrdimensionaler und systemischer Prozess. Zum einen müssen gleichzeitig mehrere Ebenen bearbeitet werden (z.B. Bereiche der Dienstleistungen, Patienten, Laiensysteme, Personal, Qualität, Organisation, Netzwerke und Politik). Zum anderen müssen die verschiedenen Entwicklungsaufgaben aufeinander abgestimmt und gesteuert werden. Dem/r Versorgungsforscher/in kommt hier die Rolle des/r Systemarchitekts/in zu.

    Abschließend stellte Holger Pfaff das Kölner Pendant zu HAM-NET dar: das ebenfalls BMBF-geförderte und noch zu etablierende Netzwerk „CoRe-Net“. Der Fokus des Netzwerkes liegt auf der Versorgungsentwicklung basierend auf der Idee der lernenden Organisationen und anhand dreier Forschungsprojekte, die sich zunächst auf zwei Patientengruppen konzentrieren.

    Im Anschluss an die Vorträge folgte eine große Ausstellung mit 30 Postern, die den Teilnehmern die Möglichkeit gab, sich über aktuelle Versorgungsforschungsprojekte, die z.B. im Rahmen des Innovationsfonds laufen, zu informieren und auszutauschen.

    Den abschließenden Programmpunkt bildete eine prominent besetzte Podiumsdiskussion, die sich mit den regionalen Herausforderungen im Gesundheitswesen, relevanten Themen der Versorgungsforschung und den Erwartungen an das Netzwerk befasste.

    Die Diskutanten waren: Susanne Busch (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg), Helmut Hildebrandt (OptiMedis AG), Frank Liedtke (BARMER), Heike Peper (Psychotherapeutenkammer Hamburg), Holger Pfaff (Universität zu Köln, Expertenbeirat Innovationsfonds), Martin Scherer (UKE).

    Der Moderator Bernd Löwe startete die Diskussion mit der Frage nach den prioritären Problemen im Versorgungssystem und dem Umgang mit ihnen.

    Die Einschätzungen der Problemlagen gingen von verfehlter Bedarfsplanung (Susanne Busch), einem Mangel an Öffentlichkeitsarbeit beim Fortschritt und seiner Finanzierung (Frank Liedtke), Leitlinienadhärenz (Martin Scherer) und Fragen des Zugangs zur Versorgung (Heike Peper) bis hin zum fehlenden Mut zur Veränderung der Strukturen und Prozesse (Helmut Hildebrandt) sowie der Herausforderung die Anreizstrukturen maßgeblich zu verändern (Holger Pfaff).

    Konsens bestand auf dem Podium hinsichtlich der Notwendigkeit, den Problemen interdisziplinär, interprofessionell und mit Hilfe von Netzwerken und Erfahrungsaustausch zu begegnen. Grundvoraussetzung ist dabei das Bestreben, Forschungsergebnisse nutzbar zu machen und zielgerichtet zu verstetigen.

    In der zweiten Runde ging es um die Wünsche, die Akteure an HAM-NET haben. Wunschäußerungen waren dabei der regelmäßige und persönliche Austausch (Heike Peper), die Überwindung von Eigeninteressen (Martin Scherer), mehr abgestimmtes Handeln und offene Gespräche im Vertrauen (Frank Liedtke), Entwicklung eines lernenden Systems (Holger Pfaff), Transparenz und Kommunikation (Susanne Busch) und ein beschleunigter Erfahrungsaustausch (Helmut Hildebrandt).

    Als Erfolg sähen die Podiumsteilnehmer das Netzwerk nach der dreijährigen Förderung, wenn die Anzahl der Mitglieder wächst (Helmut Hildebrandt), es Zeit zum Kennenlernen gibt (Susanne Busch), die Netzstruktur steht (Holger Pfaff), intelligente Ideen zur Überwindung der Sektorengrenzen entstehen (Liedtke), 2-3 konkrete Ziele erreicht sind (Martin Scherer) und das Netzwerk nachhaltig etabliert ist (Heike Peper).

    Eine Folgeveranstaltung für 2018 ist geplant.