2. Hamburger Symposium Versorgungsforschung und Public Health - Bedarfsgerechte Versorgung: Über-, Unter- und Fehlversorgung
26. Juni 2026 | 9:00 - 16:45 Uhr | Erika-Haus, UKE
Call for Abstracts
Das 2. Hamburger Symposium für Versorgungsforschung und Public Health widmet sich dieses Jahr dem Thema der bedarfgerechten Versorgung. Aus der Perspektive des Universitätsklinikums sollen dabei Aspekte der Über-, Unter und Fehlversorgung adressiert werden. Die Mitgliedsinstitutionen des CHCR & PH haben sich in den vergangenen Jahren zu den unterschiedlichsten Versorgungsbereichen Forschungsprojekte durchgeführt. Mit dem diesjährigen Symposium sollen die verschiedenen Bereiche und Ergebnisse zusammengeführt und präsentiert werden.
Dazu freuen wir uns über Einreichungen zu folgenden Themenfeldern:
Session 1: Bedarfsgerechte Versorgung – eine Utopie
Versorgungsbedarf wird verstanden als ein Zustand, dessen Behandlung einen gesundheitlichen Nutzen erwarten lässt. Durch die Aufnahme des Begriffs in mehrere Leitlinien kann er als etabliert gelten. Dennoch besteht weiterhin Handlungsbedarf hinsichtlich der Methoden zur Messung einer bedarfsgerechten Versorgung. Neben einem Fokus auf die medizinische Versorgung verschiedener Krankheitsentitäten sollte der Blick verstärkt auf die unterschiedlichen Bedarfe verschiedener Bevölkerungsgruppen gerichtet werden. Dazu gehört auch der Einsatz unterschiedlicher Messinstrumente, wie etwa Patient Reported Experience Measures (PREMs) und Patient Reported Outcome Measures (PROMs), um Versorgungsqualität und tatsächliche Bedarfe umfassend abzubilden. Konkrete Fragestellungen lauten daher:
- Wie lassen sich unterschiedliche Bedarfe diverser Bevölkerungsgruppen valide erfassen?
- Welche Rolle spielen PREMs und PROMs in der Weiterentwicklung bedarfsgerechter Versorgung?
- Wie können Leitlinienempfehlungen und empirische Bedarfserhebung besser miteinander verzahnt werden?
Session 2: Vom Falschen zu viel und vom Richtigen zu wenig – wie werden wir besser?
Das deutsche Gesundheitssystem weist nach wie vor zahlreiche Hürden in der Versorgung von Patientinnen und Patienten auf, die sich trotz jahrzehntelanger politischer Bemühungen nicht nachhaltig abbauen lassen. Zwar haben Themen wie die Stärkung der intersektoralen und interprofessionellen Zusammenarbeit sowie eine effizientere Versorgung Eingang in grundlegende Strategiepapieren und Förderlinien gefunden, doch spiegeln sich diese Ansätze bislang kaum in der Versorgungspraxis wider. Ein optimaler Einsatz und eine bedarfsgerechte Verteilung der verfügbaren Ressourcen sind weiterhin nicht erreicht. Konkrete Fragestellungen lauten daher:
- Welche Faktoren verhindern die Umsetzung intersektoraler und interprofessioneller Konzepte?
- Wie können Ressourcen bedarfsgerechter verteilt werden?
- Welche erfolgreichen Modelle oder Best Practices existieren bereits?
Die Einreichung von Postern mit Ergebnissen von innovativen Projekten aus den Bereichen der Versorgungsforschung und Public Health ist auch ohne thematische Zuordnung bzw. Bezug möglich.
Teilnehmer:innen aus dem phd-Programm mit Präsentation (Poster oder Vortrag) erhalten 2 CP. Für die Teilnahme 1 CP.
vorläufiges Programm
| 08:45-09:00 | Einlass der Teilnehmer:innen, Registrierung, Get together |
| 09:00-09:30 | Begrüßung Prof. Dr. Martin Scherer, Institut und Poliklinik für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Grußwort Prof. Dr. Götz Thomalla, Prodekan für Klinische Forschung und Translation, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf |
| 09:30-10:45 | Keynotes Moderation: Prof. Dr. Martin Scherer, Institut und Poliklinik für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf |
| 1) Wie sparen wir und verbessern gleichzeitig das Outcome; Prof. Dr. Jonas Schreyögg, Professur für Management im Gesundheitswesen, Hamburg Center for Health Economics | |
| 2) Wie identifizieren wir low value care und wie verbessern wir sie? Prof. Dr. Reinhard Busse, Professur für Managment im Gesundheitswesen, Technische Universität Berlin | |
| Diskussion | |
| 10:45-11:00 | Kaffeepause |
| 11:00-12:15 | Session 1: Bedarfsgerechte Versorgung – eine Utopie? Moderation: tba |
| Keynote: Fehlende Effizienz als Schädling und Kostentreiber, Dr. Dagmar Lühmann: Institut und Poliklinik für Allgemeinmedizin, UKE | |
| Vortrag 1 | |
| Vortrag 2 | |
| Vortrag 3 | |
| 12:15-13:00 | E-Posterwalk I |
| 13:00-13:45 | Mittagspause |
| 13:45-15:00 | Session 2: Vom falschen zu viel und vom Richtigen zu wenig – wie werden wir besser? Moderation: PD Dr. med. Ghazal Aarabi, Poliklinik für Parodontologie, Präventive Zahnmedizin und Zahnerhaltung, UKE |
| Keynote: IGEL-Leistungen in der Augenheilkunde, Prof. Dr. Martin Spitzer, Klinik für Augenheilkunde, UKE | |
| Vortrag 1 | |
| Vortrag 2 | |
| Vortrag 3 | |
| 15:00-15:45 | E-Posterwalk II |
| 15:45-16:00 | Kaffeepause |
| 16:00-16:30 | Keynote: Fraktionierte Versorgung bei schweren psychischen Störungen reduzieren: Das Hamburger SAFE-Projekt“ Prof. Dr. Jürgen Gallinat, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, UKE |
| 16:30-16:45 | Verleihung Nachwuchspreis und HAM-NET-Award Dr. Christian Wiessner, IMBE |
Akkreditierung:
Die Veranstaltung wird von der Hamburger Ärztekammer und der Hamburger Psychotherapeutenkammer akkreditiert werden.
Die Anmeldung zur Veranstaltung wird ab Januar 2026 möglich sein.