2. Hamburger Symposium Versorgungsforschung und Public Health - Bedarfsgerechte Versorgung: Über-, Unter- und Fehlversorgung

  • Das 2. Hamburger Symposium für Versorgungsforschung und Public Health widmet sich dieses Jahr dem Thema der bedarfgerechten Versorgung. Aus der Perspektive des Universitätsklinikums sollen dabei Aspekte der Über-, Unter und Fehlversorgung adressiert werden. Die Mitgliedsinstitutionen des CHCR & PH haben sich in den vergangenen Jahren zu den unterschiedlichsten Versorgungsbereichen Forschungsprojekte durchgeführt. Mit dem diesjährigen Symposium sollen die verschiedenen Bereiche und Ergebnisse zusammengeführt und präsentiert werden.

    Dazu freuen wir uns über Einreichungen zu folgenden Themenfeldern:

    Session 1: Bedarfsgerechte Versorgung – eine Utopie

    Versorgungsbedarf wird verstanden als ein Zustand, dessen Behandlung einen gesundheitlichen Nutzen erwarten lässt. Durch die Aufnahme des Begriffs in mehrere Leitlinien kann er als etabliert gelten. Dennoch besteht weiterhin Handlungsbedarf hinsichtlich der Methoden zur Messung einer bedarfsgerechten Versorgung. Neben einem Fokus auf die medizinische Versorgung verschiedener Krankheitsentitäten sollte der Blick verstärkt auf die unterschiedlichen Bedarfe verschiedener Bevölkerungsgruppen gerichtet werden. Dazu gehört auch der Einsatz unterschiedlicher Messinstrumente, wie etwa Patient Reported Experience Measures (PREMs) und Patient Reported Outcome Measures (PROMs), um Versorgungsqualität und tatsächliche Bedarfe umfassend abzubilden. Konkrete Fragestellungen lauten daher:

    • Wie lassen sich unterschiedliche Bedarfe diverser Bevölkerungsgruppen valide erfassen?
    • Welche Rolle spielen PREMs und PROMs in der Weiterentwicklung bedarfsgerechter Versorgung?
    • Wie können Leitlinienempfehlungen und empirische Bedarfserhebung besser miteinander verzahnt werden?

    Session 2: Vom Falschen zu viel und vom Richtigen zu wenig – wie werden wir besser?

    Das deutsche Gesundheitssystem weist nach wie vor zahlreiche Hürden in der Versorgung von Patientinnen und Patienten auf, die sich trotz jahrzehntelanger politischer Bemühungen nicht nachhaltig abbauen lassen. Zwar haben Themen wie die Stärkung der intersektoralen und interprofessionellen Zusammenarbeit sowie eine effizientere Versorgung Eingang in grundlegende Strategiepapieren und Förderlinien gefunden, doch spiegeln sich diese Ansätze bislang kaum in der Versorgungspraxis wider. Ein optimaler Einsatz und eine bedarfsgerechte Verteilung der verfügbaren Ressourcen sind weiterhin nicht erreicht. Konkrete Fragestellungen lauten daher:

    • Welche Faktoren verhindern die Umsetzung intersektoraler und interprofessioneller Konzepte?
    • Wie können Ressourcen bedarfsgerechter verteilt werden?
    • Welche erfolgreichen Modelle oder Best Practices existieren bereits?

    Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

    Teilnehmer:innen aus dem phd-Programm mit Präsentation (Poster oder Vortrag) erhalten 2 CP. Für die Teilnahme 1 CP.
    Akkreditierung: Die Veranstaltung ist von der Hamburger Ärztekammer und der Hamburger Psychotherapeutenkammer akkreditiert worden.

  • 08:45-09:00Einlass der Teilnehmer:innen, Registrierung
    09:00-09:20
    Begrüßung
    Prof. Dr. Martin Scherer, Institut und Poliklinik für Allgemeinmedizin (IPA), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
    Grußwort
    Prof. Dr. Götz Thomalla, Prodekan für Klinische Forschung und Translation, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
    09:20-10:35Keynotes
    Moderation: Prof. Dr. Martin Scherer, IPA, UKE
    Auf dem Weg zu einem wirtschaftlichen und qualitativ hochwertigen Primärversorgungssystem
    Prof. Dr. Jonas Schreyögg, Professur für Management im Gesundheitswesen, Hamburg Center for Health Economics
    Wie identifizieren wir low value care und wie verbessern wir sie?
    PD Dr. Dimitra Panteli, Department of Health Care Management, Technische Universität Berlin
    Diskussion
    10:35-10:50Kaffeepause
    10:50-12:05Session 1: Bedarfsgerechte Versorgung – eine Utopie?
    Moderation: Prof. Dr. Dr. Martin Härter, Institut für Medizinische Psychologie, UKE
    Keynote: Fehlende Effizienz als Schädling und Kostentreiber
    Dr. Dagmar Lühmann, IPA, UKE
    Vortrag: Entwicklung eines Patient-Reported-Outcomes-Instruments zu Patientenzielen und Behandlungsnutzen bei Post-COVID (“PBI-PoCO”)
    Dr. Katharina Hense. IVDP, UKE
    Vortrag: Always waiting for what comes next: Gaps in psychosocial care for families of children with cancer predisposition syndrom
    Verena Paul, Institut für Medizinische Psychologie, UKE
    Vortrag: Satzungsleistungen der GKV im Kontext von Gesundheitsförderung und Prävention im Spiegel unterschiedlicher Datenquellen
    Linda Völtzer, Competence Center Gesundheit, Hochschule für Angewandte Hamburg, Hamburg
    12:10-13:00E-Posterwalk I
    13:00-13:45Mittagspause
    13:45-15:00Session 2: Vom falschen zu viel und vom Richtigen zu wenig – wie werden wir besser?
    Moderation: PD Dr. med. Ghazal Aarabi, Poliklinik für Parodontologie, Präventive Zahnmedizin und Zahnerhaltung, UKE
    Keynote: Das Glaukomscreening-Dilemma: IGEL-Leistungen zwischen Versorgungsrealität und Evidenz
    Prof. Dr. Martin Spitzer, Klinik für Augenheilkunde, UKE
    Vortrag: Versorgungswege und Prädiktoren der systemischen Kortikosteroidanwendung bei atopischer Dermatitis: eine longitudinale Kohortenanalyse mittels Sekundärdaten
    Theresa Klinger, IVDP. UKE
    Vortrag: Vom Bedarf zur Versorgung - wann nehmen Menschen mit Depressionen Hilfe in Anspruch?
    PD Dr. Anna-Levke Brütt, Institut für Medizinische Psychologie, UKE
    Vortrag: Geographic variation in radiotherapy after breast-conserving surgery for early invasive breast cancer in Germany: a population-based, multilevel analysis of clinical cancer registry data
    Dr. Annemarie Schultz, Free and Hanseatic City of Hamburg, Ministry of Science, Research and Equality, Hamburg Cancer Registry, Hamburg
    15:00-15:45E-Posterwalk II
    15:45-16:00Kaffeepause
    16:00-16:30Keynote: Fraktionierte Versorgung bei schweren psychischen Störungen reduzieren: Das Hamburger SAFE-Projekt“
    Prof. Dr. Jürgen Gallinat, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, UKE
    16:30-16:45Verleihung Nachwuchspreis und Posterpreisverleihung
    Dr. Christian Wiessner, IMBE und Dr. Christina Lindemann, CHCR & PH
     Ende der Veranstaltung

    Stand: 16. Juni 2026

  • Die Anmeldefrist für das Symposium ist leider abgelaufen.

    Sollten Sie sich bereits mit einem E-Poster angemeldet haben können Sie dieses bis zum 15. Juni 2026 an versorgungsforschung@uke.de senden( Hinweise zur E-Postergestaltung )