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BASS-Teams

  • Das Forschungsprojekt „BASS-Teams“ möchte in drei Modellregionen in Deutschland (Hamburg, Köln, München) eine neue Versorgungsform für Erwachsene im Autismus-Spektrum (ohne kognitive Beeinträchtigungen) im Sinne einer integrierten Versorgung, einschließlich der Bereiche Psychotherapie und Psychiatrie, Allgemeinmedizin, Teilhabe, Peer-Support und Selbsthilfe umsetzen. Dabei sollen bestehende Versorgungsbarrieren abgebaut werden, vor allem durch Anpassungen hinsichtlich Kommunikation und Sensorik beziehungsweise verbessertem Schnittstellenmanagement. Durch regionale Kompetenznetzwerke soll auch die Vermittlung in bestehende Angebote in der Regelversorgung gefördert werden.

    Eine Anfrage zur Studienteilnahme ist über die E-Mail-Adresse info-barrierefreiass@uke.de möglich.

    Damit wir Ihre Anfrage bearbeiten können benötigen wir von Ihnen eine schriftliche Zustimmung, dass wir ihre Kontaktdaten nutzen dürfen. Daher schrieben Sie uns bitte folgende Information mit in Ihre Anfrage: Hiermit erlaube ich Ihnen die Nutzung meiner mitgeteilten Kontaktdaten um mich über die BASS-Teams Studie zu informieren.

    Bitte beachten Sie außerdem die nachfolgenden Einschlusskriterien:

    Wer kann an der Studie teilnehmen?

    • Von Fachperson ausgestellte, schriftlich begründete Verdachtsdiagnose oder gesicherte Diagnose Autismus-Spektrum-Störung (beispielsweise ein Arztbrief einer Fachperson im Bereich Psychiatrie/Psychotherapie)
    • Keine Diagnose oder Verdachtsdiagnose einer Intelligenzminderung
    • Mindestalter 18 Jahre
    • Wohnort maximal 90 Minuten mit Bus/Bahn von einem der BASS-Behandlungsteams entfernt (Hamburg, Köln oder München)
    • Versicherung bei einer deutschen gesetzlichen Krankenkasse
    • Ausreichende deutsche Sprachkenntnisse
    • Aktuell keine Teilnahme an anderer Interventionsstudie; frühere Teilnahme mindestens 3 Monaten zurück
    • Andere Haushaltsmitglieder nehmen nicht an der BASS-Teams Studie teil

    Fachleute, die sich über das Projekt informieren und gegebenenfalls Kooperationen eingehen wollen, können entsprechende Anfragen über folgenden Kontakt einsenden.

    Die Studie ist beim DRKS registriert worden.

    BASS-Teams wird durch den

    Innovationsfond des

    Gemeinsamen Bundesausschusses gefördert.

    Förderkennzeichen: 01NVF24312

  • Erwachsene im Autismus-Spektrum erleben häufig Barrieren bei der Nutzung von Angeboten der Ge-sundheitsversorgung (zum Beispiel bei Behandlungs- oder Beratungsterminen). Diese Barrieren sind nicht unbedingt von außen sichtbar, können aber zum Beispiel Schwierigkeiten bei der Kommunikation mit Fachpersonen, bei der Verarbeitung von Umgebungsreizen oder bei der Umsetzung von notwendigen Schritten (zum Beispiel Rezepte einlösen) umfassen. Im schlimmsten Fall führen solche Barrieren dazu, dass autistische Menschen nicht das Versorgungsangebot erhalten, welches sie dringend benötigen. Um Barrieren abzubauen, braucht es Maßnahmen, die Menschen mit Autismus helfen, auf ihre Barrieren hinzuweisen, aber auch Maßnahmen, die Fachpersonen für diese Barrieren sensibilisieren und diese veranlassen, ihre Versorgungsangebote autistischen Menschen möglichst barrierefrei zugänglich zu machen.

  • Das Forschungsprojekt „BASS-Teams“ möchte in den Regionen Hamburg, Köln und München das BASS-Teams Behandlungsmodell einführen.

    Innerhalb des Modells soll durch angepasste Rahmenbedingungen (beispielsweise weniger Reize in der Umgebung, feste Ansprechpersonen, mehr Informationen zu Abläufen) eine erhöhte Barrierefreiheit in der Gesundheitsversorgung (vor allem in den Bereichen Diagnostik und Beratung/Behandlung) geschaffen werden. Die Versorgung im Rahmen des Modells kann unterschiedlich intensiv erfolgen und wird durch eine feste Ansprechperson (Fall-Management) begleitet. Die Beratung oder Behandlung wird durch Mitarbeitende des BASS-Teams (zum Beispiel Sozialarbeiter:innen, Ärzt:innen, Psychotherapeut:innen) oder durch Fachpersonen im BASS-Teams Kompetenznetzwerk (zum Beispiel Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen) umgesetzt.

    Um zu überprüfen, ob das BASS-Teams Behandlungsmodell einen Unterschied zur Regelversorgung bieten kann, wird begleitend eine wissenschaftliche Studie mit autistischen Personen durchgeführt. Insgesamt sollen 326 Erwachsene mit Autismus an der Studie teilnehmen. Sie füllen verschiedene Fragebögen in Onlineumfragen aus und nehmen an kurzen Interviews teil. Insgesamt werden diese Daten zu drei Zeitpunkten erhoben: zu Studienbeginn, nach sechs Monaten und nach 12 Monaten. Nach der ersten Datenerhebung werden die Studienteilnehmenden zufällig einer von zwei Gruppen zugeordnet: Die Interventionsgruppe erhält für 12 Monate das BASS-Teams Versorgungsmodell, die Kontrollgruppe nutzt zeitgleich weiterhin die Regelversorgung. Für die Kontrollgruppe verändert sich die Versorgung also nicht. Am Ende wird geprüft, ob sich die beiden Gruppen (Interventionsgruppe und Kontrollgruppe) nach 12 Monaten hinsichtlich verschiedener Kriterien unterscheiden (zum Beispiel erlebte Barrieren, Lebensqualität, Alltagseinschränkungen, Anzahl genutzter Angebote und Kosten für das Versorgungssystem).

    Um zu untersuchen, wie gut sich das BASS-Teams Behandlungsmodell umsetzen lässt, werden neben den Teilnehmenden der Interventionsgruppe auch 55 Bezugspersonen und 54 Fachpersonen zu drei Zeitpunkten befragt, wie sie das BASS-Teams Behandlungsmodell bewerten. Dadurch sollen möglichst viele Perspektiven berücksichtigt werden.

  • Im Rahmen der Studie, werden die Teilnehmer:innen zufällig einer von zwei Gruppen zugeordnet:

    Interventionsgruppe:
    Hat für 12 Monate die Möglichkeit, zusätzlich zur Regelversorgung, das BASS-Teams Behandlungsmodell zu nutzen. Die Umsetzung der BASS-Teams Angebote erfolgt durch regionale BASS-Behandlungsteams und Kooperationspartner:innen im sogenannten BASS-Teams Kompetenznetzwerk.

    Kontrollgruppe: Nutzt für 12 Monate ausschließlich die Regelversorgung.

    Die Studienteilnahme setzt sich für beide Gruppen aus insgesamt drei Kurzinterviews zusammen; zum Studienbeginn, nach sechs und zwölf Monaten, welche per Videocall mit der Studienleitung des UKE durchgeführt werden. Zu jedem der drei Zeitpunkte erhalten die Teilnehmer:innen außerdem Links zu Onlinebefragungen.

    Ablauf der Studie:

    1. Telefonische Prüfung der Teilnahmevoraussetzungen durch die Studienleitung telefonisch und Versand der detaillierten Studieninformationen und Einwilligungserklärungen per Post.

    2. Nach Beendigung der ASS Diagnostik durch das BASS-Behandlungsteam am wohnortnahen BASS-Teams Standort (Hamburg, Köln oder München), erfolgt das erste Kurzinterview und die erste Onlinebefragung mit der Studienleitung.

    3. Nach sechs und zwölf Monaten erfolgen erneut Kurzinterviews durch die Studienleitung inklusive den dazugehörigen Onlinebefragungen

     

    Aufbau des BASS-Teams Behandlungsmodells

     

    BASS-Behandlungsteams

    BASS-Behandlungsteam: Besteht aus verschiedenen Fachpersonen (zum Beispiel der Allgemeinmedizin, Psychotherapie, Psychiatrie, Sozialarbeit, Pflege) und Peers (das heißt für Beratung und Begleitung geschulte Personen mit ASS) und vermittelt bei Bedarf in das BASS-Teams Kompetenznetzwerk.

    BASS-Teams Kompetenznetzwerk

    BASS-Teams Kompetenznetzwerk: Besteht aus Leistungserbringenden der Regelversorgung, die v.a. Angebote in den Bereichen Teilhabe und Assistenz sowie Peer-Support anbieten. Durch Partnerschaften mit Leistungserbringenden werden regionale Kompetenznetzwerke gebildet, wodurch die Vermittlung zwischen verschiedenen Angeboten verbessert werden soll.

    1. BASS-Teams Eingangsangebote: Diese stehen Personen zur Verfügung, bei denen eine ASS bereits diagnostiziert wurde oder ein begründeter Verdacht für eine ASS vorliegt.

    Sprechstunde

    Sprechstunde und Eingangsdiagnostik ASS: Prüft Vorliegen der Diagnose ASS und bestimmt Ausmaß an Unterstützungsbedarf aufgrund ASS.

    2. BASS-Teams Angebote für Erwachsene mit ASS: Diese stehen Personen zur Verfügung, bei denen die Eingangsdiagnostik ASS die Diagnose ASS bestätigt hat.

    Fall-Management

    Fall-Management (FM): Koordiniert die Diagnostik- und Behandlungsprozesse unter Einbezug der Erwachsenen mit ASS, Versorgungsplanung (gegebenenfalls Fallkonferenzen), koordiniert in Kompetenznetzwerk.

    Diagnostik & Bedarfe

    Diagnostik & Bedarfe: Weitere Diagnostik zu den Bereichen psychische/körperliche Begleiterkrankungen, Teilhabe am Leben in verschiedenen Bereichen.

    BASS-Teams Behandlungsmodule: Je nach ermittelten Bedarfen erfolgt Zugang zu einzelnen BASS-Teams Modulen. Diese werden entweder durch das BASS-Behandlungsteam oder Kooperations-partner:innen im BASS-Teams Kompetenznetzwerk umgesetzt.

    Umsetzung durch BASS-Behandlungsteam:

    Modul Psychiatrie und Psychotherapie

    Modul Psychotherapie und Psychiatrie: (je nach Bedarf stehen unterschiedliche Angebote in den Stufen 1-3 zur Verfügung, ggf. Onlinetherapie, Psychoedukation, Gruppenangebote, Gruppen- oder Einzelpsychotherapie, Psychopharmakotherapie, Fachtherapien, teil-/stationäre Maßnahmen)

    Modul Selbsthilfe

    Modul Selbsthilfe: (Vermittlung in Angebote zum Informations-/Wissenserwerb, z. B. Selbsthilfegruppen, Beratung für Bezugspersonen)

    Modul Allgemeinmedizin

    Modul Allgemeinmedizin (Begleitung bzw. Koordination der Behandlung körperlicher Begleiterkrankungen)

    Umsetzung durch regionales BASS-Teams Kompetenznetzwerk:

    Modul Teilhabe & Assistenz

    Modul Teilhabe und Assistenz (je nach Bedarf stehen unterschiedliche Angebote in den Stufen 1-3 zur Verfügung, ggf. bedarfsorientierte Beratung zu Unterstützungsangeboten, Begleitung, Assistenz, Pflegeplanung, Beratung Bezugspersonen)

    Modul Peer-Support

    Modul Peer-Support (Vermittlung in Peer-Unterstützung, gegebenenfalls Einzelgespräche, Assistenz, Gruppenangebote)

    (Zusätzliche Informationen befinden sich im letzten Reiter "Peers".)

  • Wir möchten untersuchen, ob das BASS-Teams Behandlungsmodell dazu beitragen kann, aktuell bestehende Barrieren in der Gesundheitsversorgung von autistischen Personen abzubauen. Durch das Projekt soll der Zugang zu Beratungs-/Diagnostik-/Behandlungs- und Teilhabeangeboten für Personen mit einer diagnostizierten Autismus-Spektrum-Störung verbessert werden.

    Voraussetzungen für die Teilnahme:

    • Von Fachperson ausgestellte, schriftlich begründete Verdachtsdiagnose oder gesicherte Diagnose Autismus-Spektrum-Störung (z. B. Arztbrief einer Fachperson im Bereich Psychiatrie/Psychotherapie)
    • Keine Diagnose oder Verdachtsdiagnose einer Intelligenzminderung
    • Mindestalter 18 Jahre
    • Wohnort maximal 90 Minuten mit Bus/Bahn von einem der BASS-Behandlungsteams entfernt (Hamburg, Köln oder München)
    • Versicherung bei einer deutschen gesetzlichen Krankenkasse
    • Ausreichende deutsche Sprachkenntnisse
    • Aktuell keine Teilnahme an anderer Interventionsstudie; frühere Teilnahme mindestens 3 Monaten zurück
    • Andere Haushaltsmitglieder nehmen nicht an der BASS-Teams Studie teil

    Studienablauf:

    Screening am Telefon: Dabei wird geprüft, ob eine Teilnahme für Sie in Frage kommt.

    Studieneinschluss: Teilnahme ist möglich und gewünscht. Dann benötigen wir Ihre schriftliche Einwilligung in die Studienteilnahme sowie die Verarbeitung Ihrer Daten.

    BASS-Teams Eingangsangebote: Nach Studieneinschluss finden eine Sprechstunde und Eingangsdiagnostik statt (vor Ort bei den BASS-Behandlungsteams in Hamburg, Köln oder München). Wird die Diagnose Autismus nicht bestätigt wird die Studienteilnahme beendet.

    Erste Datenerhebung: Personen mit bestätigter Diagnose Autismus nehmen an einer Onlineumfrage und einem Kurzinterview (per Telefon oder Videosprechstunde) teil.

    Zuordnung in Studiengruppe (Randomisierung): Zufällige Einteilung in Interventions- oder Kontrollgruppe.

    Interventionsgruppe: Hat für 12 Monate die Möglichkeit, zusätzlich zur Regelversorgung das BASS-Teams Behandlungsmodell zu nutzen. Die Umsetzung der BASS-Teams Angebote vor Ort erfolgt durch geschulte BASS-Behandlungsteams und Kooperationspartner:innen im BASS-Teams Kompetenznetzwerk.

    Kontrollgruppe: Nutzt für 12 Monate ausschließlich die Regelversorgung.

    Zweite und dritte Datenerhebung: Unabhängig von der Studiengruppe erfolgt die Teilnahme an Onlineumfragen und Kurzinterviews (per Telefon oder Videosprechstunde) nach 6 und 12 Monaten.

    Bei Interesse an einer Studienteilnahme nehmen Sie bitte über unser Mailadresse: info-barrierefreiASS@uke.de Kontakt zu uns auf.

    Wichtiger Hinweis:

    Damit wir Ihre Anfrage bearbeiten können benötigen wir von Ihnen eine schriftliche Zustimmung, dass wir ihre Kontaktdaten nutzen dürfen. Daher schreiben Sie uns bitte folgende Information mit in Ihre Anfrage: Hiermit erlaube ich Ihnen die Nutzung meiner mitgeteilten Kontaktdaten um mich über die BASS-Teams Studie zu informieren.

  • Die Perspektive der Angehörigen/Bezugspersonen ist neben den Betroffenen und den Fachpersonen ein weiterer wichtiger Baustein des Forschungsprojektes. Während bereits im Vorgängerprojekt „BarrierefreiASS“ umfangreiche Befragungen der Angehörigen stattfanden, wird dies im Rahmen der geplanten Implementierungsevaluation von „BASS-Teams“ auch wieder der Fall sein.

    Außerdem wird, sofern es von den jeweiligen Betroffenen und ihren Bezugspersonen gewünscht ist, ihre Begleitung zu Gesprächen mit den Behandler:innen/Dienstleistenden der Betroffenen und zu Fallkonferenzen ermöglicht. Dies dient der verbesserten Unterstützung/Behandlung der Betroffenen durch das Beisein einer vertrauten Bezugsperson.

    Durch die verbesserte Versorgung der Betroffenen kann mittelbar auch die Belastung der Angehörigen durch die informelle Pflege reduziert werden.

    Studienablauf:

    Rekrutierung und Studieneinschluss: Personen mit ASS, die eine Behandlung im BASS-Teams Behandlungsmodell erhalten, bekommen über das regionale BASS-Behandlungsteam die Studieninformation für Bezugspersonen ausgehändigt. Sollte eine Bezugsperson beziehungsweise ein:e Angehörige:r an der Studie teilnehmen wollen, benötigen wir Ihre schriftliche Einwilligung in die Studienteilnahme sowie die Verarbeitung Ihrer Daten.

    Studienablauf Bezugspersonen

    Datenerhebungen: Die Studienleitung sendet Ihnen zu drei Zeitpunkten einen persönlichen Link zur Teilnahme an den Onlineumfragen zu. Nach der ersten Datenerhebung erfolgen im Abstand von sechs beziehungsweise 12 Monaten die weiteren Datenerhebungen.

    Die Onlineumfragen dauern circa 5 Minuten und erfragen Ihre Sicht auf das BASS-Behandlungsmodell

  • Die einzelnen Angebote im BASS-Teams Behandlungsmodell werden durch das BASS-Behandlungsteam oder das BASS-Teams Kompetenznetzwerk umgesetzt.

    Das BASS-Behandlungsteam umfasst Fachpersonen aus der Allgemeinmedizin, Psychotherapie, Psychiatrie, Sozialarbeit und Pflege als auch sogenannte "Peers", das sind für Beratung und Begleitung geschulte Personen mit Autismus.

    Das BASS-Teams Kompetenznetzwerk

    Im Rahmen der Implementierungs- und Prozessevaluation spielt die Perspektive dieser Fachpersonen eine wichtige Rolle. Dabei verfolgen wir das Ziel, nach Abschluss der BASS-Teams Studie bewerten zu können, wie hoch das Potential für das BASS-Teams Behandlungsmodell ist, in der Regelversorgung umgesetzt zu werden.

    Eine Teilnahme ist möglich für:

    Behandlende im BASS-Teams Behandlungsmodell (zum Beispiel Mitarbeitende eines BASS-Behandlungsteams oder Kooperartionspartner:innen im BASS-Teams Kompetenznetzwerk).

    Studienablauf:

    Studienablauf Fachpersonen

    Rekrutierung und Studieneinschluss: Fachpersonen, die Behandlungen im BASS-Teams Behandlungsmodell umsetzen werden, bekommen über das regionale BASS-Behandlungsteam die Studieninformation für Fachpersonen ausgehändigt. Sollte eine Fachperson an der Studie teilnehmen wollen, benötigen wir Ihre schriftliche Einwilligung in die Studienteilnahme sowie die Verarbeitung Ihrer Daten.

    Datenerhebungen: Die Studienleitung sendet Ihnen zu drei Zeitpunkten einen persönlichen Link zur Teilnahme an den Onlineumfragen zu. Nach der ersten Datenerhebung erfolgen im Abstand von 12 beziehungsweise 24 Monaten die weiteren Datenerhebungen.

    Die Onlineumfragen dauern circa 5 Minuten und erfragen Ihre Sicht auf das BASS-Behandlungsmodell.



  • Die BASS-Teams Studie ist Teil eines gemeinschaftlichen Forschungsprojekts mit den folgenden Beteiligten:

    · Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Projektleitung)

    · Autismuskompetenzzentrum Oberbayern gGmbH

    · Ludwig-Maximilians-Universität Klinikum München

    · Universität Leipzig

    · Universitätsklinikum Köln

    · Techniker Krankenkasse

  • Autismus Deutschland e.V.
    Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (DEGAM)
    Deutscher Verband Ergotherapie e.V. (DVE)

    Hamburg

    AutSocial e.V.
    Petia Gewohn, Psycholog. Psychotherapeutin
    Alphina gGmbH (ViaAltona, ViaBeratung, ViaOsdorf)
    Autismus Hamburg e.V.
    Auxiliar Stiftung Freundeskreis
    Hamburger Autismus Institut
    Autismus auf Augenhöhe
    Hamburger Arbeit GmbH
    Rauhes Haus
    Aida Knabe, Psychol. Psychotherapeutin
    vitaCurare GmbH
    Hanse Betreuung
    Asklepios Klinik Nord Ochsenzoll
    Dr. Claas Happach, Facharzt für psychotherap. Medizin
    Arinet
    Leben mit Behinderung Hamburg Elternverein e.V. (Träger der EUTB)
    Nicole David, Psycholog. Psychotherapeutin

    Köln

    Leben mit Autismus e.V.
    LVR Klinik Köln
    Meike Etzel, Psycholog. Psychotherapeutin
    Stiftung Die Gute Hand
    AutismusTherapieZentrum Köln
    "Selbstbestimmt Leben" Behinderter Köln e.V. (Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB))
    Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung in Köln (KoKoBe Köln)
    AHOI Leuchtfeuer gGmbH

    München

    Autismus Kompetenznetzwerk Oberbayern (akn)
    Lechenfelder Autismus Iniative (LAI), Dr. Janina Kitzerow-Cleven & Maria Saller
    Systemsprenger Selbsthilfegruppe Hausham
    SHG Kosmonautinnen (www.kosmonautinnen.de)
    Selbsthilfe Autismus Aspies Freizeitgruppe (www.selbsthilfe-autismus.de/details/shg-aspies-freizeitgruppe-münchen.html)
    EUTB Bayerischer Cochlea-Implantat-Verband - Stadt München
    Wohnen für Menschen mit Autismus (WoMAut)
    Therapienetz Essstörung
    Stiftung Pfennigparade, Ulrike Suffel-Rinkl
    Isar-Würm-Lech - IWL - Werkstätten für behinderte Menschen gGmbH

  • Der Begriff „Peers“ ist die englische Bezeichnung für Personen, die derselben Bezugsgruppe angehören.
    In diesem Fall Menschen, die selbst auch im Autismus-Spektrum sind. In BASS-Teams arbeiten Peers
    gemeinsam mit neurotypischen Mitarbeitenden daran, ein möglichst barrierefreies Behandlungsmodell
    für Autist:innen umzusetzen. So stellen wir sicher, dass unsere Studie nicht allein aus einer
    neurotypischen Perspektive entsteht, sondern von Beginn an partizipativ gestaltet wird, also unter
    aktiver Mitgestaltung derer, um die es geht.

    Die Umsetzung betrifft 5 Aspekte

    • Forschung
    • Peer-Support
    • Selbsthilfe
    • Fortbildung
    • Netzwerk

    Die Forschung:

    Fester Bestandteil des Forschungsteams sind Mitarbeiter:innen mit ASS. Sie übernehmen verschiedenste Aufgaben, entscheiden mit und sind die erste Instanz für Feedback bereits bei der Entstehung von Inhalten.

    Der Peer-Support:

    Das BASS-Teams Behandlungsmodell beinhaltet ein Peer-Modul. Dieses gliedert sich in Beratungs- und Assistenzangebote auf, die von dafür geschulten Peers umgesetzt werden.

    Die Selbsthilfe:

    Das BASS-Teams Behandlungsmodell beinhaltet auch die Vermittlung in bestehende Selbsthilfegruppen.

    Die Fortbildung:

    BASS-Teams hat über die konkrete Behandlung von Personen mit ASS hinausgehend auch die Fortbildung für Fachpersonen im Repoirtoire. Hierdurch soll Expertise auch außerhalb der BASS-Behandlungsteams und der Kooperationsnetzwerke verbreitet werden. Hierbei entstehen Inhalte auch in Verantwortung und durch Peers.

    Das Netzwerk:

    BASS-Teams beinhaltet ein Kooperationsnetzwerk, welches Aufgaben aus dem Behandlungsmodell wahrnimmt, die über die Möglichkeiten der BASS-Behandlungsteams hinausgehen und zusätzlich Feedback geben. Teil des Netzwerkes sind auch Organisationen der Selbsthilfe oder andere mit starkem Peer-Anteil.

  • Fragen zum Screening

    Was bedeutet schriftlich begründete Verdachtsdiagnose einer Autismus-Spektrum-Störung?

    Damit ist ein Dokument gemeint, welches die Verdachtsdiagnose einer Autismus-Spektrum-Störung genauer begründet.

    Woher bekomme ich eine schriftlich begründete Verdachtsdiagnose?

    Üblicherweise werden diese Dokumente durch Fachpersonen aus den Bereichen Psychotherapie oder Psychiatrie ausgestellt.

    Ich habe neben einer Verdachts-/Diagnose Autismus auch Verdachts-/Diagnosen für andere psychische Erkrankungen (z. B. ADHS/Depressionen/PTBS) – schließt das eine Teilnahme an der BASS-Teams Studie aus?

    Nein, eine Teilnahme an der BASS-Teams Studie ist trotzdem möglich. Eine Teilnahme ist nur ausgeschlossen, wenn bei Ihnen Diagnosen einer Intelligenzminderung (z. B. ICD.10: F71, F72, F73; ICD.11: 6A00) oder einer hirnorganisch-bedingten Störung (z. B. ICD-10: F00-F09) vorliegen.

    Was ist eine hirnorganisch-bedingte Störung?

    Dies umfasst die ICD-10 Diagnosen F00-F09, dazu zählen zum Beispiel die Krankheiten Demenz, organisches amnestisches Syndrom oder Delir. Sollte bei Ihnen eine dieser Diagnosen vorliegen, ist eine Studienteilnahme für Sie ausgeschlossen.

    Ich nehme bereits an einer anderen Studie teil – darf ich an der BASS-Teams Studie teilnehmen?

    Wenn Sie aktuell an einer Interventionsstudie (z. B. zu Medikamenten oder Psychotherapie) teilnehmen, ist die Teilnahme an der BASS-Teams Studie ausgeschlossen. Eine Teilnahme an anderen Interventionsstudien sollte mindestens seit drei Monaten beendet sein.

    Muss ich die Studieninformationen und Einwilligungserklärungen selbst ausdrucken, wenn ich teilnehmen möchte?

    Nein, wir senden Ihnen gerne Ausdrucke der Studieninformationen und Einwilligungserklärungen per Post zu. Geben Sie uns im Screening-Telefonat oder per E-Mail-Bescheid, wenn Sie das möchten.

     

    Fragen zum Ablauf nach Einwilligung in die Studie

    Wann meldet sich das zuständige BASS-Teams Behandlungsteam bei mir um die BASS-Teams Eingangsangebote zu planen?

    Das für Sie zuständige BASS-Behandlungsteam versucht Sie möglichst zeitnah nach Einwilligung in die Studie zu kontaktieren. Üblicherweise sollte dies innerhalb von einer Woche erfolgen. Das BASS-Behandlungsteam bespricht mit Ihnen, wann die Termine der Eingangsangebote stattfinden können.

    Welches BASS-Behandlungsteam ist für mich zuständig?

    Welches BASS-Behandlungsteam Sie kontaktiert richtet sich nach Ihrem Wohnort (Metropolregionen Hamburg, Köln oder München). Sie werden immer einem BASS-Behandlungsteam fest zugeordnet und nicht von den anderen Standorten aus kontaktiert.

    Was sind die BASS-Teams Eingangsangebote?

    Die Eingangsangebote werden von den regionalen BASS-Behandlungsteams (in Hamburg, Köln oder München) umgesetzt. Sie bestehen aus:

    • Sprechstunde: Prüft, ob die formalen Voraussetzungen für eine Teilnahme am BASS-Teams Behandlungsmodell erfüllt sind. Außerdem wird besprochen, wie die Eingangsdiagnostik ASS möglichst barrierefrei organisiert werden kann.
    • Eingangsdiagnostik ASS: Überprüfung, ob die Diagnose Autismus-Spektrum-Störung erfüllt ist und welche Belastungen oder Unterstützungsbedarfe bestehen.

    Warum soll ich trotz bestehender Autismus Diagnose an der Eingangsdiagnostik ASS teilnehmen?

    Das BASS-Teams Behandlungsmodell wurde als Angebot für Erwachsene mit der Diagnose Autismus-Spektrum-Störung entwickelt. Daher müssen wir im Rahmen der Studie sicherstellen, dass die Studienteilnehmenden zu dieser Zielgruppe gehören.

    Was bedeutet es, wenn ich im Rahmen der BASS-Teams Studie keine Autismus Diagnose erhalte?

    Sollte das BASS-Behandlungsteam bei Ihnen nach Abschluss der Eingangsdiagnostik die Diagnose Autismus-Spektrum-Störung nicht bestätigen, müssen wir die Studienteilnahme für Sie beenden.

    Bekomme ich einen Befundbericht nach Abschluss der Eingangsdiagnostik Autismus?

    Ja, Sie erhalten einen Befundbericht.

    Muss ich die Onlineumfrage vollständig ausfüllen?

    Ja, Sie sollten die Umfrage bitte vollständig ausfüllen. Wir gehen davon aus, dass dies üblicherweise 30-40 Minuten dauert. Sie können das Tempo selbst bestimmen und bei Bedarf Pausen machen.

    Ich habe Probleme mit dem Link für die Onlineumfrage, was soll ich tun?

    Melden Sie sich in diesem Fall gerne bei unser Studienteam (am besten per E-Mail an info-barrierefreiASS@uke.de ). Dann versuchen wir das Problem mit Ihnen gemeinsam zu lösen.

    Wie erhalte ich einen Termin für das Kurzinterview?

    Den Termin für das Kurzinterview können Sie selbst über das Patienten-Portal buchen. Den Link dafür erhalten Sie per E-Mail vom BASS-Behandlungsteam nach Abschluss der Eingangsdiagnostik.

    Wie teile ich mit, ob ich das Kurzinterview per Video oder Telefon machen möchte?

    Wenn Sie den Termin für das Kurzinterview über das Patienten-Portal buchen geben Sie an, ob Sie das Kurzinterview per Telefon oder über eine Videosprechstunde (Clickdoc) machen möchten.

    Wie funtioniert die Videosprechstunde?

    Sie erhalten vor dem Termin eine E-Mail mit dem Link zur Videosprechstunde (Clickdoc) und Informationen wie Sie sich einwählen. Sie benötigen lediglich einen Internet Browser (z. B. Google Chrome oder Microsoft Edge), eine Webcam und ggf. Kopfhörer.

    Wie geht es weiter, wenn ich in die Interventionsgruppe komme?

    Studienteilnehmende der Interventionsgruppe haben für zwölf Monate Zugang zu allen BASS-Teams Behandlungsangeboten. Ihren Bedarf für die Angebote stimmen Sie mit dem BASS-Behandlungsteam ab.

    Muss ich in der Interventionsgruppe alle Behandlungsangebote von BASS-Teams in Anspruch nehmen?

    Nein, Ziel ist es, Ihnen die Angebote zur Verfügung zu stellen, die Sie benötigen.

    Kann ich die Regelversorgung weiterhin in Anspruch nehmen?

    Ja, das dürfen Sie. Unabhängig davon, welche Studiengruppe Sie zugelost werden, können Sie Angebote der Regelversorgung nutzen.

    Wie geht es weiter, wenn ich in die Kontrollgruppe komme?

    Studienteilnehmende der Kontrollgruppe nutzen weiterhin ausschließlich die Regelversorgung. Für Sie ergibt sich keine Änderung in der Versorgung durch Teilnahme an der BASS-Teams Studie.

    Für eine Erklärung des Begriffs Regelversorgung siehe: Fragen zur Studie Allgemein -> Was bedeutet Regelversorgung?

    Was sind Verlaufsdatenerhebungen?

    Nach sechs und zwölf Monaten finden erneut Datenerhebungen statt (Onlineumfrage und Kurzinterview). Studienmitarbeitende erinnern Sie ca. eine Woche vor der geplanten Datenerhebung und klären den Ablauf.

    Gibt es eine Aufwandsentschädigung für die Studienteilnahme?

    Ja, für jede Datenerhebung (Onlineumfrage und Kurzinterview) überweisen wir Ihnen 20 Euro. Wenn Sie an allen Datenerhebungen teilnehmen, erhalten Sie zudem einen Bonus von 20 Euro.

    Wie bekomme ich die Aufwandsentschädigung?

    Wir benötigen dafür Ihre IBAN. Diese wird während dem Kurzinterview erfragt. Die Aufwandsentschädigung soll dann innerhalb von drei Wochen an Sie überwiesen werden.

     

    Fragen zur Studie allgemein

    Warum gibt es eine Interventions- und eine Kontrollgruppe?

    Um zu überprüfen, ob das BASS-Teams Behandlungsmodell einen Unterschied zur bestehenden Regelversorgung darstellt, müssen wir Studienteilnehmende zufällig den zwei Studiengruppen zuordnen.

    Was bedeutet Randomisierung?

    Das ist der wissenschaftliche Fachbegriff dafür, dass Sie zufällig einer der beiden Studiengruppen zugeordnet werden.

    Was bedeutet Regelversorgung?

    Damit ist die Standardbehandlung gemeint. Dies sind alle Leistungen, die Sie im Rahmen Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung in Anspruch nehmen können.

    Warum sollen Angehörige oder Bezugspersonen von Studienteilnehmenden in der Interventionsgruppe befragt werden?

    Wir möchten viele Perspektiven bei der Bewertung des BASS-Teams Behandlungsmodells berücksichtigen. Daher werden auch Angehörige oder Bezugspersonen von Studienteilnehmenden in der Interventionsgruppe befragt.

    Wie läuft die Teilnahme für Angehörige oder Bezugspersonen ab?

    Die Teilnahme umfasst das Ausfüllen von kurzen Onlineumfragen zum BASS-Teams Behandlungsmodell (Dauer jeweils ca. fünf Minuten) zu drei Zeitpunkten. Für die Teilnahme wird Angehörigen oder Bezugspersonen keine Aufwandsentschädigung gezahlt.

    Welche Angehörigen oder Bezugspersonen von Studienteilnehmenden in der Interventionsgruppe dürfen teilnehmen?

    Teilnehmen dürfen Angehörige (wie Familienmitglieder oder Partner:innen) oder Bezugspersonen (wie Freund:innen). Hilfreich wäre, wenn es Personen sind, die einschätzen können, welche Barrieren Sie bei der Inanspruchnahme von Angeboten der Gesundheitsversorgung bisher erlebt habe.

    Welche Angehörigen oder Bezugspersonen von Studienteilnehmenden in der Interventionsgruppe dürfen nicht teilnehmen?

    Falls ein Angehöriger oder eine Bezugsperson bereits selbst an der BASS-Teams Studie teilnimmt, ist die Teilnahme dieser Person bei der Befragung der Bezugspersonen nicht möglich.