BASS-Teams

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    Das Forschungsprojekt „BASS-Teams“ möchte in drei Modellregionen in Deutschland (Hamburg, Köln, München) eine neue Versorgungsform für Erwachsene im Autismus-Spektrum (ohne kognitive Beeinträchtigungen) im Sinne einer integrierten Versorgung, einschließlich der Bereiche Psychotherapie und Psychiatrie, Allgemeinmedizin, Teilhabe, Peer-Support und Selbsthilfe umsetzen. Dabei sollen bestehende Versorgungsbarrieren abgebaut werden, vor allem durch Anpassungen hinsichtlich Kommunikation und Sensorik bzw. verbessertem Schnittstellenmanagement. Durch regionale Kompetenznetzwerke soll auch die Vermittlung in bestehende Angebote in der Regelversorgung gefördert werden. Hierfür konnten bereits wertvolle Kooperationen geschlossen werden.

  • Übergeordnetes Ziel von „BASS-Teams“ ist es ein Angebot zu schaffen, welches Erwachsenen im Autismus-Spektrum einen barrierefreien Zugang zu notwendigen Beratungs-/Diagnostik- und Behandlungs-/Teilhabeangeboten ermöglicht. Das Projekt wird partizipativ umgesetzt und möchte möglichst viele Perspektiven sowohl bei der Vorbereitung als auch Ausgestaltung der BASS-Teams Angebote beteiligen.

    Im Rahmen der wissenschaftlichen Evaluation wird eine trizentrische randomisiert kontrollierte Studie erfolgen. Innerhalb von zwei Jahren sollen 326 Erwachsene mit einer diagnostizierten Autismus-Spektrum- Störung in die Studie eingeschlossen und zu drei Zeitpunkten untersucht werden (Baseline, nach 6 bzw. 12 Monaten). Primäre Hypothesen sind: 12 Monate Behandlung durch BASS-Teams führt im Vergleich zur Regelversorgung zu verbesserter Barrierefreiheit (primäre Hypothese 1), verbesserter gesundheitsbezogener mentaler Lebensqualität (primäre Hypothese 2) und verbessertem globalen Funktionsniveau (primäre Hypothese 3). Zudem werden verschiedene sekundäre Endpunkte untersucht sowie eine gesundheitsökonomische Evaluation, Implementierungsevaluation und Prozessevaluation durchgeführt.

    Erste Ergebnisse zur Wirksamkeit sind ab Herbst 2028 zu erwarten.

  • Die BASS-Teams Studie ist Teil eines gemeinschaftlichen Forschungsprojekts mit den folgenden Beteiligten:

    · Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (nachfolgend: UKE, Projektleitung)

    · Autismuskompetenzzentrum Oberbayern gGmbH

    · Ludwig-Maximilians-Universität Klinikum München

    · Universität Leipzig

    · Universitätsklinikum Köln

    · Techniker Krankenkasse

  • Die Perspektive der Angehörigen/Bezugspersonen ist neben den Betroffenen und den Fachpersonen ein weiterer wichtiger Baustein des Forschungsprojektes. Während bereits im Vorgängerprojekt „BarrierefreiASS“ umfangreiche Befragungen der Angehörigen stattfanden, wird dies im Rahmen der geplanten Implementierungsevaluation von „BASS-Teams“ auch wieder der Fall sein.

    Außerdem wird, sofern es von den jeweiligen Betroffenen und ihren Bezugspersonen gewünscht ist, ihre Begleitung zu Gesprächen mit den Behandler:innen/Dienstleistenden der Betroffenen und zu Fallkonferenzen ermöglicht. Dies dient der verbesserten Unterstützung/Behandlung der Betroffenen durch das Beisein einer vertrauten Bezugsperson.

    Durch die verbesserte Versorgung der Betroffenen kann mittelbar auch die Belastung der Angehörigen durch die informelle Pflege reduziert werden.