Hintergrund
HPV – Was bedeutet das?
- HPV steht für Humane Papillomaviren, dies ist eine Virengruppe mit 200 verschiedenen Arten. Einige davon werden bei Intimkontakten durch Haut und Schleimhautkontakt übertragen.
- Sie gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Man unterscheidet bei den übertragbaren HPV-Typen zwischen Hochrisikotypen, die Krebs und dessen Vorstufenauslösen können, und Niedrigrisikotypen, die Feig-/Genitalwarzen (Condylome) verursachen.
Warum sollte man sich frühzeitig vor HPV schützen?
Infektionen mit den humanen Papillomviren sind für jeden 20. Krebs verantwortlich. Hierzu gehören Gebärmutterhals-, Anal-, Penis-, Vulva-, Vaginal- und Mund-Rachen-Krebs. In Deutschland sind dies ca. 10.000 neue Fälle pro Jahr. Neben Krebs kann HPV auch Feigwarzen auslösen. Diese meist stecknadelkopfgroße, flache Knötchen (Papeln) können einzeln oder in kleinen Gruppen meist in den Schleimhäuten der Scheide, Penis oder Anus auftreten und sehr unangenehm sein.
Die HPV-Impfung bietet einen effektiven Schutz vor diesen Erkrankungen. Sie bietet den besten Schutz, wenn sie vor dem ersten Geschlechtsverkehr im Alter von 9-14 Jahren wahrgenommen wird.
Wie ist die Situation in Deutschland und in Hamburg?
Die Impfquoten in Deutschland sind im europäischen Vergleich unterdurchschnittlich. In Hamburg waren 2024 50% der 14-jährigen Mädchen und 39% der Jungs geimpft ( siehe Arbeitsmappe: VacMap ). Über die Hälfte der Hamburger Jugendliche startet damit ungeschützt in das Erwachsenenalter.
Im klinischen Alltag und privaten Umfeld sehen wir Ärzt:innen uns häufig mit Fehlinformationen und Unwissen bzgl. HPV-assoziierter Erkrankungen und den Schutz der Impfung konfrontiert.
Ziel der HPV – Aktionswochen ist das Bewusstsein für HPV-assoziierte Erkrankungen in Hamburg zu erhöhen.