Vorbereitung auf das HAM-Int

Das HAM-Int ermittelt psychosoziale Kompetenzen und besteht aus mindestens acht Kurzgesprächen mit einer Dauer von jeweils fünf Minuten zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten sowie aus zwei Gruppenaufgaben. Das HAM-Int dauert ca. 5 Stunden (Einlass, Begrüßung, Durchführung, Wartezeit zwischen den Bestandteilen des HAM-Int) und wird aus Kapazitätsgründen in mehrere Durchläufe aufgeteilt.

Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass eine fachliche Vorbereitung nicht möglich ist. In den Stationen geht es in der Regel nicht darum, eine eindeutig richtige Antwort bzw. Lösung zu präsentieren. Ein gezieltes Training kann sogar kontraproduktiv sein, da es zu unerwünscht künstlichem und aufgesetztem Verhalten führen kann. Erscheinen Sie pünktlich und ausgeruht zum HAM-Int. Um alle Bewerber auf den gleichen Informationsstand zu bringen, haben wir uns entschieden, im Internet kursierende alte Aufgabeninhalte hier zentral zusammenzufassen:

  • Führen Sie ein Gespräch mit Herrn Müller, in dem Sie ihm mitteilen, dass Sie ihm die Massagen, die er von Ihnen verschrieben bekommen hat, nicht weiter verordnen werden.
  • Ihre Mutter möchte sich im Urlaub eine Handtasche kaufen, die ein Plagiat einer Designerfirma ist. Sie möchte sich von Ihnen dafür Geld leihen. Wie reagieren Sie? Bedenken Sie ethische Aspekte.
  • Sie sind als Klassensprecher einer 13. Klasse von ihren Mitschülern beauftragt worden, ein Gespräch mit Ihrem Mathelehrer zu führen, der in der vergangenen Stunde eine Mitschülerin vor der Klasse bloßgestellt hat.
  • In einem Gespräch mit einer älteren Dame im Pflegeheim macht diese eine Andeutung, dass sie „etwas Dummes gemacht habe“. Diskutieren Sie mit dem Interviewer verschiedene vorgegebene Antwortmöglichkeiten.
  • Bitte eröffnen Sie ein Gespräch mit einem Patienten, der nach einem Unfall gelähmt bleibt. Es ist ihre Aufgabe, ihm die Nachricht zu überbringen.
  • Sie beobachten, wie in der U-Bahn eine Frau ihr kleines Kind schlägt. Bitte erläutern Sie Ihre Überlegungen und Reaktion in Form eines Monologes.
  • Ein Patient von Ihrer Station ist zwar genesen, möchte aber aus privaten Gründen noch nicht entlassen werden. Heute ist in der Frühkonferenz beschlossen worden, dass er definitiv morgen entlassen wird. Es ist jetzt Ihre Aufgabe, dies dem Patienten mitzuteilen.
  • Erläutern Sie dem Interviewer Ihre Vorstellungen, welche Fähigkeiten und Eigenschaften ein Arzt besitzen sollte, und setzen Sie sich mit seinen Argumenten auseinander.
  • Sprechen Sie mit einem Kollegen von ihrer Station darüber, warum er nicht an dem geplanten Betriebsausflug teilnehmen möchte.