Startseite des UKE?
Die Studie „Körperliche und psychische Symptome von Patient:innen mit einer Krebserkrankung: metaanalytische und längsschnittliche Netzwerkanalyse (OncoSympNet)“ wird seit dem 1. November 2024 am Institut und an der Poliklinik für Medizinische Psychologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durchgeführt. Unser Ziel ist es zu verstehen, welche Symptome onkologische Patient:innen im Alltag erleben und wie die Symptome sich gegenseitig beeinflussen. Über ein halbes Jahr werden dafür regelmäßige kurze Befragungen zu den erlebten Symptomen durchgeführt. Die Studie wird von der Deutschen Krebshilfe für die Dauer von drei Jahren gefördert (Fördernummer: 70116304). Bei Fragen oder Anregungen zur Studie können Sie sich gerne an die Projektleiterin
Patient:innen mit Krebs können eine große Symptomlast erleben. Häufig treten mehrere Symptome gleichzeitig auf, körperlich und psychisch. Es ist dabei noch nicht bekannt, wie diese Symptome aufeinander wirken und sich dadurch verändern. Vor allem die gegenseitige Beeinflussung über eine längere Zeit hinweg ist dabei wichtig, um Behandlungen der Symptome gezielt und personenspezifisch verbessern zu können.
Die Rekrutierung findet an den onkologischen Kliniken des UKE sowie den Krebsberatungsstellen der Hamburger Krebsgesellschaft und des Arbeiterwohlfahrt Landesverbandes Hamburg statt. Teilnehmen können Menschen mit einer Krebserkrankung, deren aktuelle Krebs- oder Rezidivdiagnose weniger als 6 Monate zurückliegt.
Um sich zu beteiligen können Interessierte auf folgende Webseite gehen:
An den Rekrutierungsorten (UKE und Krebsberatungsstellen) sind Poster und Flyer zu finden, auf denen ein QR-Code abgebildet ist. Über diesen Code gibt es eine Weiterleitung zum App Store/Google Play, aus dem die „MyCap-App“ heruntergeladen werden kann. Alle Befragungen laufen über diese App. Dabei wird mit Push-Benachrichtigungen über neue Fragebögen informiert.
OncoSympNet zielt darauf ab, Menschen während oder kurz nach ihrer akuten Krebsbehandlung zu begleiten und ihre Symptome zu beobachten. Dafür wird eine App genutzt, mit der Teilnehmende regelmäßig sehr kurze Fragen zu ihren Symptomen beantworten. So entsteht eine Art Fenster in den Alltag von Patient:innen, also ein genaues Bild davon, wie sich Symptome im Laufe der Zeit entwickeln.
Am Ende des Projektes wird es möglich sein, die häufigsten Symptome zu benennen und vorherzusagen, welches Symptom von anderen Symptomen beeinflusst wird. Mit dem Wissen können wir vorhersagen, bei welchen Symptomen eine gezielte Behandlung besonders viel bewirken könnte. Das bedeutet, dass in Zukunft besser erkannt werden könnte, auf welche Beschwerden sich eine Therapie konzentrieren sollte. So könnten wir eine Kettenreaktion unangenehmer Symptome frühzeitig stoppen. Langfristig könnte so die gezielte Behandlung von Symptomen individueller und wirksamer werden.
Über 6 Monate können Teilnehmende ihre Symptome in kurzen Befragungen (1-2 Minuten) jeden dritten Tag einschätzen. Zu Beginn, nach 3, 6, 9 und 12 Monaten gibt es einen zusätzlichen Fragebogen, der detailliert auf Aspekte wie die Lebensqualität und Gefühle der Einsamkeit und Autonomie der Teilnehmenden eingeht.
Bei einer Beteiligung an mindestens 80% der dreitägigen kurzen Fragebögen erhalten Teilnehmende einmal nach 3 und einmal nach 6 Monaten mit je 50€. Für das Ausfüllen der Befragungen nach 9 und 12 Monaten werden zusätzlich jeweils 10€ ausgezahlt. Somit liegt die gesamte Entschädigung für den Aufwand nach einem Jahr bei 120€.
Das Projekt wird konzipiert und durchgeführt von:
Lona Frießner