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Für die meisten Virusinfektionen – insbesondere solche, die durch neu auftretende Viren verursacht werden – gibt es noch immer keine wirksamen Behandlungsmethoden. Eine vielversprechende Strategie besteht darin, auf Virus-Wirt-Interaktionen abzuzielen, die vielen verschiedenen Viren gemeinsam sind. Diese Interaktionen sind für die Vermehrung der Viren im Körper unerlässlich und könnten zur Entwicklung breit wirksamer antiviraler Therapien genutzt werden, darunter auch Behandlungen für künftige unbekannte Bedrohungen wie „Krankheit X“.
Um diesen Ansatz zu untersuchen, führten die Forscher:innen ein groß angelegtes Screening durch, um menschliche Proteine zu finden, auf die das Ebola-Virus (EBOV) und das Junín-Virus (JUNV) angewiesen sind, um ihren Lebenszyklus zu vollenden. Trotz ihrer genetischen Unterschiede weisen beide Viren gemeinsame Schlüsselmerkmale in ihrer Interaktion mit menschlichen Zellen auf. Mehrere Wirtsproteine wurden als essenziell für beide Viren identifiziert.
Das Projekt konzentriert sich nun darauf, zu verstehen, wie diese gemeinsamen Wirtsfaktoren – wie RBM15, ZC3H13, ABDH16A und PRSS23 – die Virusinfektion unterstützen. Das Team wird untersuchen, wie diese Proteine mit viralen Komponenten interagieren, und bestehende Medikamente testen, die diese Interaktionen blockieren könnten. Mit Unterstützung anderer CRC-Gruppen soll diese Arbeit auf weitere neu auftretende Viren ausgeweitet werden, um den Weg für die Entwicklung breit wirksamer antiviraler Therapien zu ebnen.
WP1: Analyse der funktionellen Rolle der identifizierten Wirtsfaktoren im Lebenszyklus von Filoviren und Arenaviren.
WP2: Charakterisierung der Wechselwirkung der identifizierten Wirtsfaktoren mit viralen Faktoren zur Definition molekularer Zielstrukturen für breit wirksame Therapeutika.
WP3: Gezielte Bekämpfung der identifizierten Wirtsfaktoren zur Hemmung von Filovirus- und Arenavirus-Infektionen.
Die Arbeitspakete zielen darauf ab, wichtige Wirtszellfaktoren zu identifizieren und zu charakterisieren, die am Lebenszyklus neu auftretender Viren beteiligt sind. Damit soll eine Grundlage für die Entwicklung und Erprobung breit wirksamer, wirtsgerichteter antiviraler Medikamente geschaffen werden, die potenziell gegen hochgefährliche Krankheitserreger, darunter auch „Krankheit X“, wirksam sind.
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Das Labor für Arenavirus-Biologie hat seinen Sitz am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems.
Das Labor für Integrative Zell- und Infektionsbiologie hat seinen Sitz am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems.
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